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Prignitz Perleberg: Streckencheck für Roland-Lauf
Lokales Prignitz Perleberg: Streckencheck für Roland-Lauf
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00:18 02.05.2016
Und los geht’s: Vorneweg Michael Böwe (l.), Benjamin Wiersch (2.v.l.), Stefanie Diete (M.) und Bernd Atzenroth (vorne rechts). Quelle: Foto: Stefan Peglow
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Perleberg

Punkt 19 Uhr setzte Regen ein. Doch davon ließ sich keiner der etwa 20 Unentwegten verdrießen, die am Mittwochabend die Chance nutzten, schon einmal gemeinsam die Strecke des Perleberger Roland-Laufs abzulaufen. Wie es dieser Tage so üblich ist, dauerte der Regen dann auch nicht lange, und es ging los. Ungemütlich war’s trotzdem, aber ein wahrer Läufer kennt ohnehin kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Vorne machten einige schon so ein Tempo, als wären sie bereits im Wettkampf. Und überhaupt kann man sagen: Fit genug dafür waren sie alle. Unter den Streckencheckern befanden sich auch Laufleiterin Stefanie Diete, Michael Böwe von der Sparkasse Prignitz sowie Thomas Wustrack und Benjamin Wiersch von den Prignitzer Wirtschaftsjunioren. Peter Krips, einst einer der Erfinder des Roland-Laufs, und Michelle Köster von der Stadt Perleberg sicherten das Feld am Ende per Fahrrad ab, während sich Michelle Kösters Kollegin Nike Drescher unter die Läufer begab.

Hier erreichen die Streckenchecker den Rosesteg Quelle: Atzenroth

Es war eine gelungene Generalprobe für den Roland-Lauf, der am Sonntag, 8. Mai, gestartet wird. Er ist nach dem Klempowsee-Lauf bei Wusterhausen am vergangenen Wochenende der zweite Lauf im diesjährigen Prignitz-Cup der einheimischen Läufe. Dessen zehnte Auflage wird wieder von der Märkischen Allgemeinen und der Sparkasse Prignitz unterstützt. Beide gehören auch seit Anbeginn an zum Unterstützerkreis des Perleberger Roland-Laufs. Dazu zählen auch andere, etwa die AOK Nordost, die Prignitzer Wirtschaftsjunioren, die Stadt Perleberg, das Energieversorgungsunternehmen PVU und die Polizeiinspektion Prignitz. Offizieller Veranstalter ist der SSV Einheit Perleberg.

Crosslauf mit hohem Erlebniswert

Gelaufen wird dieselbe Strecke wie im Vorjahr. Vom Tierpark-Parkplatz aus zunächst parallel zur Industriestraße und dann mit ein paar Haken durch den Wald bis zum Totenfeld. An dessen Ende zweigt der Weg ab Richtung Rosebach, der kurz nach Kilometer drei erstmals überquert wird. Der nun folgende Roserundweg, der im vergangenen Jahr nach längerer Zeit erstmals wieder gelaufen wurde, entfaltet nach wie vor einen unglaublichen landschaftlichen Reiz. Lauschige kleine Wege, die Überquerung des runderneuerten Rosestegs und dann ab dem Rastplatz Juliusruh ein schmaler Pfad über Stock und Stein – hier wird die Rolandrunde wirklich zum Crosslauf mit hohem Erlebniswert – immer noch verläuft die komplette Runde auf Wald- und Feldwegen.

Dass die Strecke in diesem Jahr an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas anders aussieht, hat mit den mittlerweile abgeschlossenen Forstarbeiten im Wald zu tun. Etwa in dem Teil, der von den Perleberger Läufern „Thüringen“ getauft wurde, weil der Weg hier eigentlich schmaler wird und zwischen dicht gewachsenen Nadelbäumen verläuft: Der Weg ist hier, etwa 100 Meter hinter dem Försterstein, jetzt etwas breiter als früher. Man kann das auch als Vorteil für den Wettkampflauf und schnellere Laufzeiten sehen.

Gut am Ziel angekommen: Die Läufergruppe Quelle: Atzenroth

Da sich die Gruppe letztlich doch eher im lockeren Tempo bewegte , waren alle nach einer knappen Dreiviertelstunde zurück am Start- und Zielpunkt. 6,9 Kilometer hatten sie da in den Beinen. Das ist etwas mehr als die eigentliche Runde des Roland-Laufs, die etwa 6,6 Kilometer lang ist. Das liegt daran, dass die Läufer beim Streckencheck noch um den Perleberger Tierpark herumlaufen. Der Wettkampflauf wird dann am 8. Mai geradewegs mitten hindurch führen, vorbei an Bärengehege, Tierpark-Gaststätte, Guanakos und anderem. Diese knapp 900 Meter lange Gerade bis zum Ziel ist für viele Teilnehmer ein Höhepunkt. Wer die Langstrecken in Angriff nimmt, kann sie sogar zwei- oder dreimal durchmessen.

Für die Streckenchecker war aber ohne dieses Erlebnis klar: Die Runde ist bereits jetzt in gutem Zustand, und sie können sich auf die 26. Auflage der traditionellen Laufveranstaltung freuen. Eine Veränderung gibt es noch zu vermelden. Die Siegerehrung wird wegen einer gleichzeitigen Veranstaltung diesmal nicht im Jahnsportpark stattfinden, sondern in der Turnhalle der nahe gelegenen Geschwister-Scholl-Schule. Dort können die Sportler auch duschen.

Es war frisch, aber die Laufgruppe war es auch. Quelle: Stefan Peglow

Infos und Fakten

Der erste Roland-Lauf wurde am 7. Mai 1991 noch auf dem Großen Markt in Perleberg tatsächlich an der Roland-Statue gestartet, die das Wahrzeichen der Prignitz-Kreisstadt ist.

Seit 1992 aber laufen die Teilnehmer immer durch den Perleberger Stadtforst und den Tierpark. Damit folgen sie dem Credo des Perleberger Laufpapstes Dr. Henneberg. Der Mediziner befürwortete als gelenkschonende Variante das Laufen auf Waldboden. Die nach ihm benannte Laufgruppe Dr. Henneberg. wurde bereits 1954 gegründet und ist einer der ältesten in Deutschland. Allerdings treffen sich die verbliebenen Henneberger mittlerweile nur noch sporadisch zum gemeinsamen Laufen.

Die 26. Auflage des Roland-Laufs findet am Sonntag, 8. Mai, statt. Start für die 20-Kilometer-Strecke ist um 9.40 Uhr, alle anderen Wettbewerbe beginnen um 10 Uhr. Als da wären: 13,32 Kilometer und 6,66 Kilometer als Wettkampf für Läufer jeden Alters, vier Kilometer für jugendliche Läufer und ein Bambini-Lauf über zwei Kilometer, darüber hinaus eine 6,66-Kilometer-Runde fürs Nordic Walking und eine Wanderung. Anmeldungen sind im Internet möglich bis zum 3. Mai unter www.rolandlauf-perleberg.de. Man kann sich aber ab 8 Uhr bis 9.30 Uhr auch noch am Start anmelden gegen eine kleine Nachmeldegebühr. Näheres zur Ausschreibung ist auch online zu finden.

Der Roland-Lauf ist Teil des 10. Prignitz-Cups und nach dem Klempowsee-Lauf der zweite in der diesjährigen Serie. Weiter geht es dann mit dem 28. Wittstocker Below-Gedenk- Heidelauf am 28. Mai, dem 39. Lauf- und Wandertag im Pritzwalker Hainholz am 17. September und schließlich zum Abschluss am 15. Oktober die 16. Prignitzer Moormeile in Bad Wilsnack. Näheres zur Ausschreibung steht im Internet unter www.pritzwalker-lauftreff.de/prignitzcup.

Von Bernd Atzenroth

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