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Perleberg: „Wir können Tour“

Tour de Prignitz Perleberg: „Wir können Tour“

Die Kreisstadt Perleberg will bei der Rundfahrt zeigen, was sie drauf hat. Ob dabei altbewährte Ideen zum Empfang der Radler zum Einsatz kommen oder ob auf das Feld auch Überraschungen warten, wird noch nicht verraten. Auf jeden Fall ist Perleberg eine Stadt mit besonderer Tour-Historie

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2010 am Wegesrand bei Perleberg.

Quelle: Bernd Atzenroth

Perleberg. Es war Perleberg, wo alles begann: Am 6. Oktober 1997 wurde die allererste Etappe einer Tour de Prignitz auf dem Großen Markt gestartet mit damals 59 Radlern.

Klar, dass die Kreisstadt nach zwei Jahren Abstinenz bei der Tour bei der Jubiläumsrundfahrt nicht im Städtespiel fehlen darf. Was nach dem Tour-Auftakt 1997 folgte, war allerdings eine durchaus wechselvolle Perleberger Rundfahrthistorie. 1997 landete die Rolandstadt auf dem letzten Platz. Im Jahr 2000 gelang den Perlebergern dafür dann ein Rekord, der bis heute hält: Sie gingen mit 1256 Radlern auf ihre Etappe – mehr gab es vorher und nachher nicht bei einem einzelnen Teilstück. Für den Sieg reichte das nicht, weil beim Städtespiel nicht alles klappte. 2001 wiederum ging die Absage der Rundfahrt nach den Anschlägen vom 11. September auf die Initiative des damaligen Perleberger Bürgermeisters Dietmar Zigan zurück. Unter seinem mittlerweile verstorbenen Nachfolger Manfred Herzberg nahm die Tour in Perleberg dann einen spürbaren Aufschwung. Beim Tour-Jubiläum 2007 richteten die Perleberger die große Abschlussparty mit Karat im Hagen aus. Herzbergs Nachfolger Fred Fischer führte die Rolandstadt dann zum ersten und bislang einzigen Toursieg – 2009 war das, und die schicken Perleberger „Nummerngirls“ am Straßenrand wiesen mit ihren Schildern danach für einige Jahre den Radlern erfolgreich den Weg zum Ziel.

Der erste MAZ-Bericht

Der erste MAZ-Bericht: Tourstart 1997 in Perleberg

Quelle: Bernd Atzenroth

Das ist eine Weile her, und verraten wurde bislang nicht, ob die netten jungen Frauen auch diesmal wieder den Radlern mitteilen werden, wie weit es noch bis zum Ziel ist. In diesen Tagen, in denen Perleberg das Motto „Wir können Kreisstadt“ zur Handlungsmaxime erhoben hat, ist dafür aber fast zu erwarten, dass es auch auf der Tour eine Rolle spielt. Dem Vernehmen nach werden die Verantwortlichen beim Landkreis Prignitz ihre Verbundenheit mit ihrer Kreisstadt auf der einen und mit der Tour de Prignitz auf der anderen Seite bei der Zielankunft auf der ersten Etappe am 15. Mai bekunden.

Ob die Perleberger das selbst auch tun werden und was sie wirklich vorhaben, das ließen Bürgermeisterin Annett Jura und Ulrike Ziebell, die bei der Stadt für die Tourvorbereitungen verantwortlich ist, noch ein wenig im Dunkeln. Nur soviel: Die Bürgermeisterin, seit zwei Jahren im Amt, beantwortete die Frage „Könnt Ihr auch Tour?“ mit einem klaren Ja. Wenn das Radlerfeld anrückt, dann wird es vom Marienplatz über den Schuhmarkt bis hin zum Großen Markt würdig empfangen werden, und am Ziel wird es auf der Bühne mit der Tanzschule „Quer durch die Gasse“ schwungvoll zugehen. Mitmachen wird auch das Gymnasium, mit dem die Stadt eine Kooperation pflegt: Neuntklässler trainieren bereits für die Spiele am Ziel.

Auch die Ortsteile sind in die Planungen einbezogen, sollen geschmückt sein, wenn die Radler kommen. Das hatte sogar für die zweite Etappe eine kleine Streckenänderung zur Folge, damit das Feld den Ortsteil Quitzow der Länge nach durchqueren kann. Auch für Wüsten Buchholz machte Robert Kaczmierzak von der Stadtverwaltung einen eigenen Streckenvorschlag. Vielleicht ist es ja ein gutes Omen für die Kreisstädter, dass sie diesmal fast dieselbe Route nehmen wie vor acht Jahren, als sie erstmals den Beweis antraten für die Maxime „Wir können Tour“.

Etappenparty in Perleberg am Montag, 15. Mai, um 15 Uhr am Großen Markt. Dort gehen die Perleberger am Dienstag, 16. Mai auf die zweite Etappe nach Putlitz.

Von Bernd Atzenroth

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