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Perleberg erhielt Schenkung

Brief von Lotte Lehmann aufgetaucht Perleberg erhielt Schenkung

Durch einen großen Glücksfall hat die Stadt Perleberg jetzt einen Brief von Lotte Lehmann als Schenkung erhalten. Die 72-jährige Meistersängerin schüttet darin ihr Herz aus über eine junge Sopranistin, die sie sehr mochte und drei Jahre lang ausgebildet hatte, doch dafür nur Undank erntete. Die gescholtene Gracy Brumbry gilt heute als ihre wohl bedeutendste Schülerin.

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Julia Daue präsentiert den Brief von Lotte Lehmann.

Quelle: Beeskow

Perleberg. Einblick in die späten Lebensjahre von Lotte Lehmann gibt ein Brief, den die Stadt Perleberg, die Geburtsstadt der großen Opernsängerin, jetzt als Schenkung erhalten hat.

Bürgermeisterin Annett Jura sprach am Montag bei der Vorstellung des Dokuments von einem „Glücksfall“. Das Schreiben befand sich im Nachlass einer Wuppertalerin, die im März verstorben ist. Die Erben stießen auf den Brief von Lotte Lehmann und übersandten ihn zur Aufbewahrung an die Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg.

Das von 1960 datierte Schreiben ist an den Wuppertaler Rudolf Wylach gerichtet, einer der Veranstalter der Westdeutschen Konzertdirektion Köln. Er war für Organisation und Durchführung von Meisterkonzerten verantwortlich. Lotte Lehmann, die mit 72 Jahren schon lange nicht mehr auf der Bühne stand, schüttete in dem recht vertraulichen Brief dem offenbar guten Bekannten ihr Herz aus. So macht die Meistersängerin, die im kalifornischen Santa Barbara die von ihr gegründete Musikakademie leitete, ihrem Ärger über eine junge Sängerin Luft. Es ging um Grace Bumbry, die heute als ihre wohl bedeutendste Schülerin gilt.

Mitte der 1950er Jahre war Lotte Lehmann auf das junge Talent aufmerksam geworden, und hatte sie drei Jahre lang an ihrer Academy of the West unterrichtet. „Ich bin sehr enttäuscht“, schrieb Lotte Lehmann über die damals 23-lährige Sopranistin, die später aufgrund ihrer Hautfarbe auch die schwarze Venus genannt wurde. Nicht so sehr der Undank ihr gegenüber erzürne sie, sondern ihr neuerliches Auftreten einer „verwöhnten Primadonna“. Lotte Lehmann hätte so gerne das einstige „liebe Mädchen“ zurück. Doch letztlich machte Grace Bumbry trotz Starallüren eine große Karriere. Der Brief soll ausgestellt werden, berichtete Julia Daue, die Beauftragte für die Lotte-Lehmann-Akademie.

Von Michael Beeskow

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