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Perleberg stellt Flüchtlings-Betreuer ein

Kräftige Hilfe bei Integration Perleberg stellt Flüchtlings-Betreuer ein

Von den über 1000 Flüchtlingen, die im Vorjahr in den Landkreis Prignitz kamen, hat Perleberg die meisten aufgenommen. Derzeit wohnen 359 Personen in 101 Wohnungen der Stadt. Um die Integration der Zuzügler kümmert sich nun ein Betreuer, den die Stadt für diese Aufgabe eingestellt hat.

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Flüchtlinge kommen in Perleberg an.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Die Stadt Perleberg hat einen Betreuer speziell für Flüchtlinge und Asylbewerber eingestellt. Darüber informierte Bürgermeisterin Annett Jura am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung. Vor allem im Freizeitzentrum Effi an der Wittenberger Straße wird er sich um Schüler kümmern, auch soll in der Freizeiteinrichtung eine neues Betreuungsangebot geschaffen werden – für die Flüchtlingskinder, die keinen Kita-Platz haben. „Das wird ein integratives Freizeitangebot sein“, erklärte die Bürgermeisterin. Dabei soll die deutsche Sprache spielerisch erlernt werden.

Aufgaben des Mitarbeiters, der in der nächsten Stadtverordnetenversammlung auch vorgestellt wird, werden vielfältig sein. Er muss mit der Flüchtlingsinitiative „Perleberg hilf“ eng zusammen und dort „kräftig mithelfen“, wie die Bürgermeisterin erklärte. Betreuungsbedarf sieht Annett Jura bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Sobald sie eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, werden sie nicht länger von der Awo betreut. Hier soll der neue Mitarbeiter einspringen, etwa bei der Suche nach einer Wohnung helfen. Die Stelle ist auf zwei Jahre bis 2018 befristet. Da eine Förderung besteht, entstehen der Stadt keine Kosten.

Nur wenig mehr Flüchtlinge als angekündigt

Annett Jura gab auch einige Zahlen zum Zuzug von Flüchtlingen und Asylbewerbern bekannt. Planmäßig sollte der Landkreis Prignitz im Vorjahr 1008 Personen aufnehmen. Bis zum 31. Dezember waren es dann etwas mehr Flüchtlinge und Asylbewerber: 1021. Viele fanden in Perleberg Aufnahme. Derzeit wohnen in der Stadt 359 Flüchtlinge und Asylbewerber. Untergebracht sind sie in 101 Wohnungen. Kürzlich erhielt die Stadt einen Fördermittelbescheid um in einem Wohnblock an der Thomas-Müntzer-Straße – etwa 30 weitere Wohnungen – für die Aufnahmen von Zuzüglern herrichten zu können.

Zur Situation in den Kindertagesstätten teilte die Bürgermeisterin mit, dass die Kapazitäten ausgeschöpft sind. Die Kita Piccolino betreut derzeit elf Flüchtlingskinder, in der Awo-Kita sind es sieben. Für die Kita Piccolino liegen Voranmeldungen für acht weitere Mädchen und Jungen vor. Die beiden städtischen Kitas können vor September keine weiteren Kinder aufnehmen. Deren Kapazität ist angesichts der vorliegenden Anmeldungen ausgeschöpft.

Über Aufnahmemöglichkeiten verfügen allerdings noch die Horte. Elf Flüchtlingskinder besuchen den Hort Piccolino, aber nicht ein Kind den Hort der Rolandschule.

Die Bürgermeisterin nannte auch einige Zahlen zum Schulbesuch. In der Rolandschule lernen drei Flüchtlingskinder, in der Geschwister-Scholl-Grundschule sind es 22.

Nach Einschätzung der Stadt stoßen die beiden Schulen bei der Klassenstärke wie auch bei den vorhandenen Räumlichkeiten an ihre Grenzen.

An der Geschwister-Scholl-Schule finden Sprachkurse für Flüchtlingskinder statt. Daran nehmen 22 Kinder der Schule sowie drei Kinder der Rolandschule teil. Der Umfang von zehn Stunden in der Woche ist allerdings nicht ausreichend.

Von Michael Beeskow

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