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Perleberg sucht seine Perlen

Förderprojekt für das Stadtmusem Perleberg sucht seine Perlen

Die Stadtverordneten entscheiden am 11. Februar über ein neues Förderprojekt im Perleberger Stadt- und Regionalmuseum. Die Bürger sollen sich unter anderem auf die Suche nach den Perlen in ihrer Stadt machen. Bürgermeisterin Annett Jura erwartet eine Belebung der Museumsarbeit. Doch im Hauptausschuss gab es auch kritische Nachfragen, was das Ganze soll.

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Attraktives Gebäude: das Stadt- und Regionalmuseum in Perleberg.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Das Stadt- und Regionalmuseum in Perleberg hat die Chance auf eine besondere Förderung. Noch bis zum 29. Februar nimmt die Kulturstiftung des Bundes Anträge für die Finanzierung von Kulturprojekten rund um die Museumsarbeit entgegen. Auf bis zu 150 000 Euro kann das Stadtmuseum hoffen, wobei von der Stadt ein Eigenanteil von zehn Prozent, also von 15 000 Euro, aufgebracht werden muss.

„Es geht darum, die Arbeit des Museums vor die Tür zu tragen“, erklärte dessen Leiter Frank Riedel im Hauptausschuss. Über zwei Jahre können Projekte durchgeführt werden, mit denen Jugendliche aber auch Erwachsene an das Museum herangeführt werden. Der Aufhänger dazu soll das Wappen der Stadt Perleberg sein. „Geschichte ist Zukunft – Perlen für Perleberg“ nannte Frank Riedel die Projekt-Überschrift.

Zum Förderprojekt

Die Kulturstiftung des Bundes stellt Städten mit bis zu 250 000 Einwohnern knapp vier Millionen Euro zur Verfügung, um die Stadt- und Regionalmuseen zu unterstützen. Ziel: Bürger sollen in Museen gelockt werden.

Zwei Jahre lang sind in diesem Zusammenhang verschiedene Projekte umsetzbar. Maximal bewilligt die Kulturstiftung 150 000 Euro an jeweilige Einrichtungen. Darin enthalten ist ein Eigenanteil der jeweiligen Gemeinden von 15 000 Euro, was einem Zehntel entspricht. Die Rolandstadt müsste 2016 und 2017 je 7500 Euro aufbringen. Beantragt werden kann auch eine geringere Fördersumme, doch unter 100 000 Euro sollte sie nicht liegen.

Das Stadt- und Brauereimuseum in Pritzwalk will ebenfalls eine Förderung für ein Museumsprojekt beantragen. Bis zum 29. Februar müssen die Anträge der Kulturstiftung des Bundes vorliegen.

Wie der Museumsleiter berichtete, waren die „Perlen für Perleberg“ auch schon Thema im von Bürgermeisterin Annett Jura ins Leben gerufenen Kulturstammtisch. Verschiedene Künstler signalisierten ihre Bereitschaft, an dem Projekt mitzuwirken. Chady Seubert und Daniela Dörfel haben bereits ein Konzept entworfen. Es geht um die Frage, wofür eigentlich die Perlen im Stadtwappen stehen, wobei die Einwohner gefragt sind, sich Gedanken über die Perlen ihrer Stadt zu machen, welche Einrichtungen, Gebäude und Plätze das sein könnten. Zum 150. Geburtstag von Max Zeisig am 24. September 2017 schlägt die Fotokünstlerin Simone Ahrend ein Foto-Projekt mit Schülern vor. Sie befassen sich mit den Fotografien des berühmten Perleberger Fotografen, begeben sich auf seine Spuren, dokumentieren, was aus seinen Fotomotiven geworden ist. Frank Riedel verweist auf die Industriekultur, wie es heute um Gebäude steht, die Max Zeisig und seine Zeitgenossen noch mit Stolz erfüllten. Frank Riedel sieht eine Vielzahl von Projekten, die von der bildenden bis zur darstellenden Kunst reichen kann.

7500 Euro Eigenanteil für jedes Jahr

Bürgermeisterin Annett Jura erklärt, Ziel müsse es sein, mit diesen Projekten dem Museum neuen Schwung zu verleihen. „Da muss etwas bleiben.“

Michael Hoheisel (Linke) äußerte sich hingegen kritisch: „Ich weiß nicht, wohin das führt.“ Das koste nur Geld, was die Stadt nicht habe. Auch eine rege Bürgerbeteiligung sei nicht zu erwarten. In die Einwohnerfragestunde der Ausschusssitzungen komme nur selten mal ein Bürger. Auf Wunsch der Linken gab der Hauptausschuss kein Votum ab, da ein Finanzplan noch nicht vorliege. Frank Riedel meinte, der Eigenanteil liege bei 7500 Euro für jedes der beiden Jahre. Man könne aber auch die Antragssumme reduzieren. Aber unter 100 000 Euro lohne es sich nicht.

Hartmut Schneider (SPD) erklärte, der Finanzausschuss habe das Projekt gutgeheißen. Allerdings sollte das Geld nicht in eine Managerstelle für die Projektarbeit fließen, sondern vor allem in die eigentlichen Projekte.

Von Michael Beeskow

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