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Perleberg und Wittenberge als Zukunftsstadt

Im Wettbewerb um Fördermittel Perleberg und Wittenberge als Zukunftsstadt

Wie soll das Leben im Jahr 2030 in Perleberg und Wittenberge aussehen? Diesem Thema widmet sich der Wettbewerb Perspektiven 203 Zukunftsstadt Perleberg und Wittenberge. Am Sonnabend können sich Bürger beider Städte beim zweiten Workshop dazu äußern. Sollten beide Städte im rennen bleiben, winken bis zu 200 000 Euro Fördermittel.

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Planen die Zukunftsstadt (vl.l.): Saskia Hebert vom Büro Subsolar Architektur und Stadtforschung, Professor Wolfgang Jonas vom Institut für Transportation Design, die Studenten Deniz Senyurt, Julia Senft und Philipp Rösler sowie Bürgermeister Oliver Hermann.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Für die einen ist es nur Perleberg, für manche Einheimische ist es die schönste Stadt der Welt. In diesen Kategorien denken die Teilnehmer am Wettbewerb Perspektiven 2030 Zukunftsstadt Perleberg und Wittenberge. Ausgelobt hat ihn das Bundesbildungsministerium. Und weil sich die Nachbarstädte Perleberg und Wittenberge getrennt beworben hatten, wurden sie von Organisatoren dazu aufgefordert, sich gemeinsam Gedanken zu machen, wie die jeweiligen Städte im Jahr 2030 aussehen könnten. Nach einem Workshop in Perleberg ist nun die Elbestadt an der Reihe. Für Sonnabend, 14. Oktober, laden die Bürgermeister beider Städte zu einem Zukunftsdialog ins Wittenberger Rathaus. Doch das ist schon der vorläufige Schlusspunkt der zweiten Zukunftswerkstatt. bereits ab 10 Uhr werden Saskia Hebert vom Büro Subsolar und mehrere Studenten vorstellen, was sie bis jetzt über die Zukunftswünsche der Wittenberger herausgefunden haben. Im Wittenberger Rathaus wurde am Mittwoch der Wettbewerb Perspektiven 2030 vorgestellt. Große gefaltete Pappwürfel mit Städtenamen und vielen Schlagworten, die sich um das Thema Zukunft rankten, sollten das Projekt illustrieren. Unterstützt wird Saskia Hebert von Studenten des neuen Master-Studiengangs Transformationsdesign an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig.

Sie haben in den vergangenen Tagen bereits Gespräche mit Wittenbergern geführt und mit Nutzern der Fotoplattform Instagram Kontakt aufgenommen. Die haben auf teilweise recht unkonventionelle Weise ins Bild gesetzt, was sie an ihrer Stadt lieben, was also auch noch in 15 Jahren da sein soll, wenn es um die gemeinsame Zukunftsstadt geht. Bildbeiträge nehmen die Feldforscher, wie sie sich selbst bezeichnen, noch entgegen. Wer sich und anderen ein Bild seiner Heimatstadt machen möchte, muss jedoch keineswegs bei Instagram angemeldet sein. „Wir nehmen auch Bilder per E-Mail entgegen, auf Wunsch auch echte Fotoabzüge“, erklärte Saskia Hebert. Beispielhaft wurden drei Aufnahmen aus Wittenberge und Perleberg gezeigt, wobei das Spektrum vom Sonnenaufgang über den Anleger an der Elbuferpromenade bis hin zur Straße vor dem Perleberger Jugendklub Effi reichte. Bereits am Freitag können Interessierte einen Vorgeschmack dessen bekommen, was die jungen Wissenschaftler als Wünsche der Wittenberger identifiziert haben. Das Büro befindet sich am Bismarckplatz.

Bis Anfang Februar sollen die Ergebnisse beider Workshops zusammengeführt und beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingereicht sein. Dort wird entschieden, welche Städte weiterkommen. 52 Städte sind bislang noch im Wettbewerb. Kommunen, die in die zweite Phase kommen, winken Fördergelder in Höhe von bis zu 200 000 Euro. „Aber auch wenn das nicht klappen sollte, ist es interessant, welche Wünsche die Einwohner haben“, sagte Bürgermeister Oliver Hermann. Doch setze man darauf, erfolgreich am Wettbewerb teilzunehmen.

Von Andreas König

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