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Perleberg Für ein gesundes Leben in Prignitz und Ruppin
Lokales Prignitz Perleberg Für ein gesundes Leben in Prignitz und Ruppin
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01:15 20.04.2019
Im DDR-Museum in Perleberg saßen die Mitglieder zusammen, tauschen sich aus und diskutierten über die aktuellen Themen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

 Der Ernährungsrat Prignitz-Ruppin will Ernährungsbotschafter ins Leben rufen. Das sollen vorrangig Schüler sein, die speziell ausgebildet werden und sich mindestens einmal im Jahr treffen. Die können dann ihr Wissen mit Projekten und Workshops an die anderen Kinder und Jugendlichen weiter geben.

Das ist eines der aktuellen Ergebnisse aus den vier Arbeitsgruppen des Rates, die in den vergangenen Monaten eigenständig arbeiteten. Vergangene Woche trafen sich alle Mitstreiter erstmals in der Prignitz. In Perleberg haben sie ihren aktuellen Stand besprochen und diskutiert sowie einen Ausblick auf die Projekte gegeben.

Gemeinsame Verpflegung in Kyritz

Vor einem halben Jahr gründete sich der Ernährungsrat Prignitz-Ruppin. „Seitdem befassen wir uns mit unterschiedlichen Themen“, erzählt Marc Schreiber von der Landesarbeitsgemeinschaft für politisch-kulturelle Bildung in Brandenburg. Er betreut Projekte für Bildung und nachhaltige Entwicklung im Bereich Prignitz-Ruppin, zu denen auch der Ernährungsrat zählt.

Eines der größten Vorhaben ist die Gemeinschaftsverpflegung. Dazu hat sich eine Gruppe die Stadt Kyritz näher angeschaut. Deren Mitstreiter wollen eine Machbarkeitsstudie entwickeln und sind gerade dabei den Bedarf zu analysieren. „Die Erkenntnisse wollen wir dann auf andere Städte übertragen und unsere Rückschlüsse ziehen“, so die Teamsprecherin.

Landwirtschaft mit hoher Priorität

Vor allem im Norden von Kyritz haben sie viele Einrichtungen ausgemacht, wo eine zentrale Essensversorgung sinnvoll wäre. Nun will die Gruppe mit den Menschen und Betrieben vor Ort ins Gespräch kommen und über Möglichkeiten sprechen.

Eine weitere Arbeitsgruppe bezieht sich auf die Landwirtschaft. Deren Mitglieder haben kurzfristige und langfristige Ziele für zwei Stufen definiert. Sie geben die Entfernungen an, aus denen jeder Bürger seine Lebensmittel beziehen können soll. So soll das Gemüse beispielsweise aus maximal 50, später nur noch aus 30 Kilometern Entfernung stammen.

Ökofilmtour in Kyritz

„Noch ist nichts in Stein gemeißelt“, erzählt der Teamchef. Ein weiterer Punkt sind konkrete Kriterien für die Qualität der Lebensmittel. In naher Zukunft wollen sie auch Schüler in Projektwochen mit einbeziehen und darüber sprechen, wie die Versorgung auf dem Land in ein paar Jahren aussehen soll.

Ein weiteres Projekt betrachtet die ökologische Seite. Am 24. Mai wollen die Initiatoren in Kyritz einen Film im Rahmen der Ökofilmtour zeigen. Auch das Thema Bildung soll laut Marc Schreiber im Ernährungsrat nicht zu kurz kommen, wozu die Ernährungsbotschafter zählen. Ein erstes Konzept dafür steht, doch noch sei laut den Mitgliedern nichts komplett fertig gestellt.

Workshop war der Start

Der Ernährungsrat ist eine Initiative aus aktiven Bürgern, Verbänden, Vereinen und andere Institutionen, die sich für eine nachhaltige, regionale und ökologische Ernährung in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz einsetzen wollen.

Die Idee wurde bei einem sogenannten Impulsworkshop vor eineinhalb Jahren geboren. Aus dem Workshop bildete sich damals eine Initiativgruppe, deren Mitglieder sich einmal im Monat trafen. Der Ernährungsrat selbst wurde im September anlässlich des Marktes der regionalen Möglichkeiten in Kyritz gegründet und stellte sich dort auch erstmals öffentlich vor.

In der Prignitz Fuß fassen

Ein Großteil der Leute kommen aus Ostprignitz-Ruppin. Nun wollen sie auch in der Prignitz Fuß fassen, wie Marc Schreiber informiert. Er hat große Visionen: „Wir wollen weiter wachsen“, sagt er. Sein Ziel ist es, in ganz Brandenburg mit dem Ernährungsrat zu agieren und unterschiedliche Projekte anzustoßen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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