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Perleberg Fachtagung nur in abgespeckter Version
Lokales Prignitz Perleberg Fachtagung nur in abgespeckter Version
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00:19 15.06.2018
Teilnehmerin der Lotte Lehmann Akademie singt beim Nachmittagskonzert im Kreiskrankenhaus Perleberg. Quelle: Marcus J. Pfeiffer (Archivfoto)
Perleberg

Es gibt keine Fördermittel für eine Fachtagung zur Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg. Die Bundeskulturstiftung lehnte einen Antrag in Höhe von 50 000 Euro ab, wie Angelo Raciti, künstlerischer Leiter der Akademie, auf Nachfrage bestätigt. „Diese Entscheidung finden wir sehr traurig, setzen das Urteil aber nicht mit der Qualität des Projektes gleich“, betont Raciti.

So müssen die Organisatoren jetzt mit 12 500 Euro für die Organisation und Durchführung der Fachtagung auskommen, die die Stadtverordneten zuvor aus dem Stadtaushalt bereitstellten. Hinzu kommen einige wenige Sponsoringgelder. Denn die Fachtagung soll trotzdem stattfinden. Zwar nicht während des Akademiebetriebs im Sommer, sondern am 15. und 16. November in Perleberg.

Tagung soll Bausteine für die Zukunft setzen

Die Tagung steht unter dem Titel „Förderung und Ausbildung junger Opernsänger im 21. Jahrhundert“. Oberstes Ziel soll es sein, das Netzwerk der Lotte-Lehmann-Akademie im Opernbetrieb und im Hochschulwesen entscheidend zu stärken und zu erweitern. Die Veranstaltung soll wichtige konzeptionelle, argumentative und öffentlichkeitswirksame Bausteine für die weitere Förderung und den Ausbau der Lotte-Lehmann-Akademie liefern, auch für einen möglichen Ganzjahresbetrieb.

„In der Akademie haben wir schon viel erreicht, das wollen wir nun sichtbar machen“, verrät der musikalische Leiter Angelo Raciti. „Die Förderung des Operngesang ist unvermindert und aktuell, doch er wird noch nicht breit diskutiert, was wir nun ändern wollen. Denn der Bedarf ist da.“

Weiterentwicklung der Akademie

Raciti verglich die Opernsänger mit Sporttalenten. „Im Fußball bilden die Mannschaften ein strukturiertes Netzwerk. So etwas gibt es bei den Opernsängern noch nicht“, so der künstlerische Leiter der Akademie. Opernsänger agierten in einer „Ich-AG“. „Das war früher anders.“ Langfristig und sorgfältig wolle er gemeinsam mit dem Fachpublikum herausfinden, wie solch ein Netzwerk geschaffen werden kann.

Gleichzeitig soll sich die Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg konzeptionell weiterentwickeln und an Bekanntheit dazugewinnen. Interessant sei auch die demografische Situation. „Im städtischen Raum sind die Netzwerke größer“, so Raciti. Zur Fachtagung werden etwa 20 Experten und darüber hinaus bis zu 80 interessierte Teilnehmer erwartet. „Gemeinsam wollen wir über die Möglichkeiten sprechen.“

Kaum Abstriche im Inhalt

Etwas zurückstecken müsse die multimediale Komponente der Fachtagung. Über Multimedia- und Online-Kanälen sollten Ursprünglich auch Experten aus dem In- und Ausland teilnehmen können, auch wenn sie nicht selbst nach Perleberg kommen können.

Das sei nun mit den reduzierten Geldern in dem Umfang nicht realisierbar. „Inhaltlich und auch bei den Podiumsgästen wollen wir aber nur sehr wenige Abstriche machen“, so Raciti. Doch an den zwei Tagen, an denen die Diskussionsrunden stattfinden sollen, wolle er festhalten. Insgesamt wird die Fachtagung aber keine 24 Stunden überschreiten.

Zwei Jubiläen im Sommer

Ausgangspunkt der Überlegungen sind die zwei großen Jubiläen, die in diesem Sommer in Perleberg bevorstehen: Der Geburtstag von Lotte Lehmann, der in Perleberg geborenen deutschamerikanischen Opernsängerin, jährt sich zum 130. Mal. Und die nach ihr benannte Sommerakademie – die Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg – findet zum zehnten Mal statt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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