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Perleberg Fundhunde von Bentwisch sind noch zu haben
Lokales Prignitz Perleberg Fundhunde von Bentwisch sind noch zu haben
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01:16 16.03.2019
Die beiden ausgesetzten Hunde befinden sich nach wie vor in der Tierauffangstation in Wittenberge. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Das Schicksal der beiden Hunde, die in der vergangenen Woche bei Bentwisch ausgesetzt im Wald gefunden worden waren, hat viele Menschen in der Prignitz und weit darüber hinaus bewegt.

„Es gab ganz viele Anfragen, die Tiere bei sich aufzunehmen“, hat zum Beispiel Frank Stubenrauch von der Pressestelle des Landkreises Prignitz mitbekommen, „es kam sogar ein Anruf aus Südafrika, offenbar von Urlaubern, die davon gehört hatten.“ Auch in den sozialen Medien ist die Geschichte viel geteilt und kommentiert worden.

Ein Hund war beinahe schon vergeben

Die gute Nachricht: Beiden Hunden geht es gut. Sie befinden sich nach wie vor in der Tierauffangstation in Wittenberge, wie Betreuer Fred Poleska gegenüber der MAZ erklärte.

Für die Bearded-Collie-Mischlingshündin hatte er eigentlich schon jemanden gefunden, der bereit war, sie aufzunehmen. Ein älteres Ehepaar aus Rostock war eigens dafür in die Prignitz gekommen. „Ich war mir eigentlich ganz sicher, dass das klappt“, sagt Fred Poleska. Doch nach einer Stunde Spaziergang mit der Hündin war für das ältere Ehepaar klar: „Das schaffen wir nicht.“ Eine richtige Entscheidung, wie Poleska findet, „auch wenn die Frau sehr traurig war“.

„Gucken, dass das nicht noch einmal passiert“

Gerade bei den beiden Fundhunden will Poleska genau hinschauen, wem er sie anvertraut. „Es muss schon passen“, sagt er, „man muss schon ein bisschen gucken, dass das nicht noch einmal passiert.“ Mit „das“ meint er natürlich den unglaublichen Vorgang, dass jemand die beiden einfach im Wald angeleint und ausgesetzt hat.

Nach und nach erholen sich die Tiere. „Sie kommen jetzt richtig aus sich heraus“, sagt Poleska, der sich nicht nur in Wittenberge um die Tiere in der Tierauffangstation kümmert, sondern in Dergenthin (Stadt Perleberg) auch noch „Bens Hundepension“ betreibt.

Ein lebhafter rüde und ein richtiger Familienhund

Mittlerweile schätzt er die Tiere jünger ein als zuerst. Der schwarze, große Neufundländer-Mischlingsrüde ist nach seiner jetzigen Einschätzung kaum älter als zwei bis drei Jahre. „Der Große ist auf jeden Fall zu haben“, sagt Fred Poleska. Wie die Hündin ist er absolut zugänglich, jedoch auch eine ganze Spur lebhafter als seine kleinere Leidensgenossin – da muss die „Chemie“ zwischen ihm und dem neuen Herrchen oder Frauchen stimmen.

Die Hündin ist nach Poleskas Einschätzung mehr Bearded als Collie und etwa vier Jahre alt. Ihr Fell war total verknotet, Poleska musste es zum Teil abschneiden. „Das wäre so ein richtig schöner Familienhund“, findet Poleska, „50 Zentimeter groß, ganz lieb, wackelt mit dem Schwanz und freut sich.“ Ein weiterer Interessent kommt am Donnerstag aus Leegebruch angereist.

Erste Hinweise auf die Herkunft der Hunde

Ein paar Hinweise, woher die beiden Hunde kommen, soll es wohl schon geben. So sollen die Hunde nach Angaben von Frank Stubenrauch schon einmal in einem anderen Landkreis gesehen worden sein. „Der Sache wird ernsthaft nachgegangen“, lässt er verlauten.

Fred Poleska, der sich seit 20 Jahren um Fundtiere kümmert und dies auch als Rentner weitermacht, betreut momentan in Wittenberge fünf Fundhunde und fünf Fundkatzen. Bei Interesse für die beiden Bentwischer Fundhunde, aber auch andere Fundtiere ist er unter der Rufnummer 0173/1 93 88 66 zu erreichen.

Von Bernd Atzenroth

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