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Perleberg Großbrand in Karstädter Hafer-Schälmühle
Lokales Prignitz Perleberg Großbrand in Karstädter Hafer-Schälmühle
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13:13 04.11.2018
Immer wieder versteckte Glutnester: In einem Karstädter Getreidebetrieb brannte es am Samstag. Quelle: Michael J. Pfeiffer
Karstädt

Schaden in noch unbekannter Höhe entstand bei einem Brand in einem Karstädter Getreidebetrieb am Samstag. Aus bisher ungeklärter Ursache geriet nach Angaben der Prignitzer Polizei gegen 13 Uhr eine Pelletpresse in Brand. Der Brandort befindet sich im Gewerbegebiet in Karstädt. Bei der Presse handelt es sich um eine Futterpresse die Nebenprodukte einer Mühle zu Pellets presst.

Mit einem großen Aufgebot rückten Wehren aus dem Karstädter Gemeindegebiet mit Unterstützung von Brandschützern aus Perleberg einem Feuer zu Leibe, das am Samstag in einem Getreidebetrieb in Karstädt ausgebrochen war. Ein Bilderbogen dokumentiert den Einsatz.

Als am Mittag in der Hafer-Schälmühle an der Mühlenstraße eine Brandmeldeanlage ausgelöst wurde, rückten um 13 Uhr zunächst die Feuerwehren aus Premslin/Glövzin und Karstädt aus. Als klar war, dass tatsächlich ein Feuer ausgebrochen war, ließ Einsatzleiter Norman Mundt weitere Kräfte über die Leitstelle nachalarmieren – die Wehren aus Nebelin, Dallmin, Blüthen und Perleberg rückten nun ebenfalls aus. Derweil machten sich die Karstädter und Premslin/Glövzin schon unter Atemschutz an die Brandbekämpfung. „Hätte sich die Brandmeldeanlage nicht gemeldet, dann wäre alles bestimmt viel schlimmer geworden“, sagte Mundt im Nachhinein. Aber auch so zog sich das Feuer vom Erdgeschoss bis zum zweiten Obergeschoss. „Es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre es auch auf das Dach übergegriffen“, so Mundt.

Insgesamt kamen 51 Brandschützer zum Einsatz, der größte Teil aus den Wehren aus der Gemeinde Karstädt. Die Freiwillige Feuerwehr Perleberg kam, wie sie selbst mitteilte, mit zwölf Kräften, der Drehleiter, dem Großtanklöschfahrzeug (GTLF) und dem Löschgruppenfahrzeug zum Einsatz.

In einem Karstädter Getreidebetrieb brannte es am Samstag. Quelle: Michael J. Pfeiffer

Vor Ort brachten die Perleberger Brandschützer sofort die Drehleiter in Stellung und stellten deren Wasserversorgung über das GTLF her. Mehrere Trupps rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus. Über die Drehleiter konnten sie sich einen Überblick von oben verschaffen sowie das Dach und den Schornstein kontrollieren. Dort musste der Trupp im Verlauf auch mit Löschmaßnahmen tätig werden.

Im Inneren unterstützten sie die Einsatzkräfte vor Ort, die dort bereits voll im Einsatz waren, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Ein Trupp ging zur Brandbekämpfung vor. Ein weiterer schaffte unter Einsatz einer Wärmebildkamera Zugänge zu möglichen Glutnestern, indem er Gerätschaften mit schwerem Gerät demontierte.

In einem Karstädter Getreidebetrieb brannte es am Samstag. Quelle: Michael J. Pfeiffer

Auch wenn das eigentliche Feuer schnell unter Kontrolle war, sollte es für die Brandschützer ein längerer Einsatz werden. Eine Schwierigkeit bestand darin, zu verhindern, dass das Feuer im Untergeschoss auch über Leitungen zwischen beiden Bereichen auf darüber liegende Bereiche übergriff. Wiederholt kam es zu starker Rauchentwicklung, die sich nicht erklären ließ. Zwar konnte der größte Teil der Brandschützer gegen 18 Uhr das Gelände verlassen, doch die vier verbliebenen Feuerwehrleute mussten sich noch weiter auf die Suche nach verborgenen Glutnestern begeben und dafür sogar Maschinenteile abbauen. Das verlängerte den Einsatz noch bis zum Abend um 21 Uhr.

Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch. Die Produktion des Betriebes musste vorerst eingestellt werden.

In einem Karstädter Getreidebetrieb brannte es am Samstag. Quelle: Michael J. Pfeiffer

Von Bernd Atzenroth

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