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Perleberg Gesucht: Ideen für die Plattenburg
Lokales Prignitz Perleberg Gesucht: Ideen für die Plattenburg
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00:23 08.12.2018
Die Plattenburg in der Prignitz ist weit und breit die einzige Wasserfeste. Die Gemeinde Plattenburg als Trägerin bemüht sich jetzt darum, eine Sanierungs- und Machbarkeitsstudie erstellen zu können. Quelle: Bernd Atzenroth
Groß Gottschow

Die Gemeindevertreter aus Plattenburg konnten sich auf ihrer Sitzung am Dienstag in Groß Gottschow nach lebhafter Diskussion mit dem Vorschlag der Verwaltung anfreunden, die Erarbeitung eines Konzeptes zur Zukunft der Plattenburg mit Hilfe von Fördermitteln in Auftrag zu geben. Damit soll die Zukunft der historischen Anlage einer professionellen Begutachtung unterzogen werden.

Zugriff auf EU-Fördermittel

Das Schicksal der Plattenburg beschäftigt die Kommune als Eigentümer schon eine ganze Weile. Grundsätzlich fehlt eine Idee, wie das unter Denkmalschutz stehende Gebäude sinnvoll genutzt werden kann. Die Verwaltung hatte sich daher am letzten Projektauswahlverfahren dieses Jahres der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Storchenland Prignitz beteiligt und ein positives Votum für den Antrag auf Fördermittel erhalten. Mit dieser finanziellen Unterstützung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) soll ein Sanierungs- und Nutzungskonzept für die Plattenburg erstellt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 61 000 Euro, 80 Prozent und somit 49 000 Euro werden gefördert. Für die Gemeinde bleibt ein Eigenanteil von rund 12 000 Euro.

Stiftung Denkmalschutz begeistern

Die Idee, ein Konzept anfertigen zu lassen, wurde gemeinsam mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises erörtert. Ein so genannter Masterplan soll Antworten auf Fragen wie die mögliche Sanierung des Knappenhauses, die Renovierung der Zimmer in der Oberburg oder die Ausrichtung des Hauses – Hotel oder Museum? – geben. „Erst mal müssen wir sagen, was wir wollen, dafür ist ein Konzept Grundvoraussetzung“, argumentierte Heike Zellmer, Tourismusbeauftragte der Verwaltung. Mit diesem Papier könne man dann auch an die Stiftung Denkmalschutz herantreten, ergänzte Bauamtsmitarbeiter Martin Nagel. Ziel sei die finanzielle Entlastung der Kommune.

Lebhafte Diskussionen

Gemeindevertreter Wolfgang Sill-Kauder eröffnete die Diskussion und wies darauf hin, dass man schon vor vier Jahren über ein Nutzungskonzept gesprochen habe. „Der Auftrag an die Bürgermeisterin, die Burg zu verkaufen, ist nicht verfolgt worden“, kritisierte der Glöwener. Ulrich Gutke (Viesecke) kündigte an, für ein Konzept zu stimmen. „Wir haben uns positioniert, die Burg in unserer Regie zu behalten.“ Er signalisierte „volle Zustimmung“ zum Beschluss. Dagegen forderte Ulrich Schulz (Garz), dass sich die Gemeindevertreter erst einmal zur Burg bekennen sollten, „das ist noch gar nicht passiert“. Vorsitzender Karsten Krüger (Bendelin) hielt zu guter Letzt der Verwaltung vor, dass sie vorher im Ausschuss hätte informieren sollen, wenn sie sich um Fördermittel bemüht. Daraufhin ergriff Detlef Brenning das Wort und wehrte sich gegen den Eindruck, dass die Verwaltung die Abgeordneten überrollt habe. „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht“, sagte der stellvertretende Bürgermeister genervt.

Trotz der unterschiedlichen Ansichten fanden die Gemeindevertreter bei der Abstimmung über die Vorlage wieder zusammen und votierten geschlossen mit ja.

Von Stephanie Fedders

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