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Perleberg Dorffest, Schützenfest und 90 Jahre Feuerwehr
Lokales Prignitz Perleberg Dorffest, Schützenfest und 90 Jahre Feuerwehr
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19:06 05.08.2018
Dem Umzug mit dem Quitzöbeler Schützenverein, der Ortsfeuerwehr und vielen befreundeten Wehren schauten viele zu. Quelle: Jens Wegner
Quitzöbel

Am vergangenen Wochenende wurde in Quitzöbel das Dorf- und Schützenfest sowie gleichzeitig das Jubiläum 90 Jahre Feuerwehr Quitzöbel gefeiert. „Quitzöbel ist das einzige Dorf in der Prignitz das es versteht, drei Tage lang durchzufeiern”, sagte Ortsbürgermeister Hartmut Zippel.

Im kleinen Prignitzdorf wurde drei tage lang durchgefeiert. Es gab ja auch mehrere Anlässe: das Dorf- und Schützenfest sowie gleichzeitig das Jubiläum 90 Jahre Feuerwehr Quitzöbel.

„Quitzöbel funktioniert noch. Jeder Jugendliche geht in irgendeinen Verein wie den Fußballverein, den Schützenverein oder in die Feuerwehr.” Die Gemeinschaft, das Zusammensein wird in dem 259-Seelen-Dorf also großgeschrieben. Neben Quitzöbel gehören die Orte Legde, Roddan und Lennewitz zur insgesamt 629 Einwohner zählenden Gemeinde Legde/Quitzöbel, so der Ortsbürgermeister.

Urgroßvater des Ortswehrführers bei Gründung dabei

Am Freitag starteten die Feierlichkeiten mit der Eröffnung durch den Bürgermeister. Anschließend wurde aus der 90-jährigen Geschichte der Feuerwehr berichtet. „Es hat sich herausgestellt, dass mein Urgroßvater Alfred Schmidt vor 90 Jahren an der Gründung der Feuerwehr Quitzöbel beteiligt war”, sagte Enrico Schmidt, seit 2017 Ortswehrführer in Quitzöbel.

Bis auf seine Mutter seien alle Familienangehörigen Mitglieder der Feuerwehr. Er selbst arbeitet hauptberuflich bei der Berufsfeuerwehr in Hamburg. Die Feuerwehr Quitzöbel hat derzeit rund 70 Mitglieder, davon 30 bis 35 aktive Kameraden. „Damit sind wir gut aufgestellt. Der Zusammenhalt ist gut. Irgendeiner hilft immer, wenn Not am Mann ist. Die Feuerwehr macht einen Großteil des Dorflebens aus”, sagte Schmidt. „Nur in der Altersgruppe zwischen 25 und 40 Jahren fehlen uns Leute, weil viele auswärts arbeiten und in der Woche nicht hier sind”, schränkte er ein.

Befreundete Wehren beim Umzug

Zum Umzug durch den Ort waren viele befreundete Feuerwehren eingeladen. Die Blaskapelle „Die Prignitzer” begleitet den Umzug musikalisch und gab anschließend ein Platzkonzert.

Vor dem Platzkonzert wurden noch einige Beförderungen vorgenommen. Kameradin Katharina Dietsch wurde zur Hauptfeuerwehrfrau befördert, David Probst zum Feuerwehrmann und Ortswehrführer Enrico Schmidt zum Brandmeister. Hartmut Zippel sprach den Kameraden seinen Dank und Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft und ihre tollen Leistungen aus und übergab Enrico Schmidt ein Hohlstrahlrohr. „Die Quitzöbeler Kameraden leisten ganz hervorragende Arbeit, besonders in ihrer Jugendarbeit. Das haben sie bei den Amtsausscheiden mit dem Belegen vorderer Plätze bewiesen”, lobt Ordnungsamtsleiter Gerald Neu. Von ihm gab es ein gerahmtes Erinnerungsfoto.

Anschließend wurde mit Hans Staar der neue Schützenkönig proklamiert. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grube zeigten einen nicht alltäglichen Löschangriff. Am Sonntag wurde unter anderem von der Theatergruppe Quitzöbel der Schwank „Alarm es brennt” gezeigt. Für die Hungrigen buken die Frauen der Theatergruppe und die Feuerwehrfrauen Kuchen im Buschbackofen. Wegen der hohen Brandgefahr wurde auf den geplanten Einsatz von Pyrotechnik verzichtet.

Von Jens Wegner

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