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Perleberg Jugendfeuerwehr erkundet den Rettungsdienst
Lokales Prignitz Perleberg Jugendfeuerwehr erkundet den Rettungsdienst
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00:21 14.07.2018
Einen aufregenden Nachmittag erlebten die Kinder und Jugendliche beim Rettungshubschrauber – hier eine der beiden Gruppen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

„Wie hoch fliegt eigentlich der Rettungshubschrauber?“, fragte ein Mitglied der Jugendfeuerwehr am Dienstagnachmittag bei einem Besuch der Rettungswache und dem Rettungshubschrauber Christoph 39 in Perleberg.

Pilot Sascha Richter wusste die Antwort: „Nicht höher als 300 Meter, denn wir fliegen auf Sicht und wollen ja schnell wieder am Einsatzort landen können.“ Etwa 50 Kinder und Jugendliche aus den Prignitzer Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk löcherten ihn und seine Kollegen mit etlichen Fragen.

Eifrig lauschen die Kinder und Jugendlichen, was man als Medizin für die Erste Hilfe aus der Luft so alles braucht. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Es war ein Ausflug während des alljährlichen Jugendlagers. Einmal im Jahr, am Anfang der Sommerferien, schließen sich die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk zusammen und veranstalten eine gemeinsame Ferienwoche für den Nachwuchs – traditionell auf dem Gelände des THW bei Cumlosen.

Eine spannende und aufregende Woche erlebt so der Feuerwehr- und THW-Nachwuchs. „So einiges haben wir vor“, verrät der kommissarische Lagerleiter Ralf Arnoldt. Im letzten Jahr übernahm sein Sohn Lukas die Leitung in Planung, Organisation und Durchführung.

Pilot Sascha Richter erklärt, dass immer ein Doktor mit bei ist und es keine Klimaanlage im Flugzeug gibt. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

In diesem Jahr ist er durch die Arbeit verhindert und könne bedauerlicher Weise nicht dabei sein. Trotzdem halte er alle Fäden zusammen. „Die komplette Vorbereitung übernahm er. Täglich erkundigt er sich in dieser Woche nach dem aktuellen Stand im Lager“, so Ralf Arnoldt, der zuvor über 20 Jahre das Lager leitete und in diesem Jahr die Vertretung vor Ort annahm.

Mit dabei sind die Jugendfeuerwehren aus Perleberg, Düpow, Groß Buchholz, Wittenberge und erstmals aus Hinzdorf sowie der Ortsverband Wittenberge des Technischen Hilfswerks. Es ist bereits das 24. Jugendlager in dieser Formation.

Ein interessanter Blick ins Innere vom Hubschrauber, der sonst nur weit weg vom Boden aus zu sehen ist. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Am Mittwoch gab es das „Spielen ohne Grenzen“. In der Gruppe galt es knifflige Aufgaben zu lösen. „Da ist vor allem Geschicklichkeit gefragt, das den Teamgeist stärkt“, so Ralf Arnoldt. Dabei sind alle Altersgruppen gemischt, eine Trennung der verschiedenen Jugendfeuerwehren und des Technischen Hilfswerks gibt es nicht.

Der Spaß steht dabei stets im Vordergrund. „Wir haben noch so einige Ideen für die Freizeitgestaltung“, verrät der kommissarische Lagerleiter. Dazu zählt unter anderem eine Bootsfahrt auf der Elbe, ein Sprung in den Pool und eine Nachtwanderung, je nachdem was das Wetter zulässt. Der Donnerstagabend bildet mit einem gemeinsamen Grillen und einer Disko den Abschluss.

Feuerwehrmann Toralf Dröse, der auch Rettungssanitäter ist, erklärt den Rettungswagen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Und auch die Hilfsorganisationen sollen in dieser Woche nicht zu kurz kommen. Daher ging es am Dienstag auf einen Ausflug zur Rettungswache und dem Rettungshubschrauber nach Perleberg. Es sei wichtig, schon für den Nachwuchs, das Arbeiten mit anderen Einheiten kennenzulernen. In zwei Gruppen schauten sie sich um, stellten fragen und lernten.

„Oft kommt die Feuerwehr mit dem Rettungsdienst gleichzeitig zum Einsatz. Da muss das Arbeiten Hand in Hand funktionieren“, sagt Ralf Arnoldt. Es ist ein Blick über den Tellerrand hinaus, der auch Leben retten kann. Erste Hilfe zu beherrschen ist auch in der Feuerwehr das A und O.

Jubiläum im nächsten Jahr

Im kommenden Jahr steht ein großes Jubiläum an. Zum 25. Mal wird dann das Jugendlager stattfinden. „Schon jetzt laufen dafür die Planungen“, so Ralf Arnoldt. Mehr möchte er jetzt noch nicht verraten nur, dass es ein ganz besonderes Jugendlager werden wird. „Ich bin selbst schon ganz gespannt.“

Von Marcus J. Pfeiffer

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