Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Perleberg Jugendliche engagieren sich in der Prignitz
Lokales Prignitz Perleberg Jugendliche engagieren sich in der Prignitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 30.11.2018
Diese jungen Erwachsenen wollen für eine jugendgerechte Prignitz kämpfen (v.l.): Franziska Mäker, Elina Brohse, Tim Richter, Sascha Domres undJoshua Gura. Quelle: Kreisjugendring Prignitz
Perleberg

Die Zeit drängt: Im Sommer änderte die Landesregierung ihre Kommunalverfassung. Sie soll die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärken, stellt die Kommunen aber gleichermaßen vor eine große Herausforderung. Sie müssen ihre Hauptsatzungen entsprechend anpassen und die Rahmenbedingungen schaffen – und das bis zum Jahreswechsel.

Kinder und Jugendliche sollen mit dieser Änderung mehr in die Entscheidungen und Gremien integriert werden. Junge Menschen hätten ein Recht darauf, am Gestalten ihrer Lebenswelt beteiligt zu werden, heißt es in der Begründung.

Das heißt aber nicht, dass sich die Kinder und Jugendlichen aus der Prignitz aktuell vollkommen zurückhalten.

„Ich möchte etwas bewegen und Vorbild sein“

Vielmehr gibt es etliche Jugendliche, die sich für ihre Region einsetzen und etwas bewirken wollen.

So gestalteten sie in der Vergangenheit die U18-Wahl für Kinder und Jugendliche mit, bereiten den sogenannten Kommunal-Wahl-Check für die Kommunalwahlen 2019 in der Prignitz vor, gestalten Erinnerungsveranstaltungen zur Reichsprogrammnacht und stellen Konzerte gegen Rechtsextremismus auf die Beine.

Joshua Gura aus Gülitz ist einer von ihnen. „Ich war schon immer an der Politik interessiert. Ich möchte etwas bewegen und Vorbild sein, politisches Interesse wecken.“ Seit 2013 ist der 17-Jährige in der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagiert und hat in diesem Rahmen an verschiedenen Projekten und Veranstaltungen in der Prignitz mitgewirkt. Seit einem Jahr ist er zudem im Kreisschülerrat tätig und Delegierter im Jugendhilfeausschuss.

Wunsch nach Veränderung

„Wer sich in der Gesellschaft engagiert, lernt fürs Leben“, sagt er. Die Mitglieder der Aktionsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, darunter auch Tim Richter aus Quitzow, haben eifrig Pläne für die Zukunft geschmiedet. Im nächsten Jahr möchte sich die Gruppe dem Thema „Jugendliche in Konzentrationslagern“ widmen und eine Ausstellung in die Prignitz holen, berichtet der 15-Jährige. Für das Jahr 2020 ist ein Konzert gegen rechts geplant.

Sascha Domres aus Perleberg verbindet sein Engagement mit dem Wunsch nach Veränderung. Die Prignitz soll für Jugendliche attraktiver werden, meint der 18-Jährige. Sie sollen die Möglichkeit haben, hierbleiben zu können. Mit Beginn seiner Ausbildung hat sich sein Engagement in das Prignitzer Jugendforum verlagert.

Mitreden, mitentscheiden und mitgestalten

Neu mit dabei ist Martin Lietzke aus Kletzke. Binnen vier Wochen hat der 30-Jährige innerhalb des Jugendforums an zwei Veranstaltungen mitgewirkt und seine Meinung eingebracht. Auch Elina Brohse aus Wittenberge möchte etwas für sich und die Jugendlichen der Region bewegen, gleichzeitig als Vorbild für Mitschüler und Freunde wirken, genauso wie der 17 Jahre alte Pascal Melzer aus Garz.

Seit vielen Jahren besucht er den Jugendclub in Glöwen. Mittlerweile engagiert er sich mit viel Herzblut im Clubrat, hat Verantwortung übernommen und vertritt die Gemeinde Plattenburg im Jugendforum der Prignitz. Neben seiner Hilfsbereitschaft hat er den Wunsch mitzureden, zu entscheiden und zu gestalten. „In den Jugendgremien wird man gehört und darf seine Meinung sagen. Im Jugendforum sitzen junge Leute, die sich nicht beschweren, sondern anpacken“, sagt er.

Stimme erheben und was bewegen

Eine Auszeichnung für ihr jahrelanges Engagement in der Gruppe „Schule ohne Rassismus“ erhielt Franziska Mäker aus Perleberg vom Landesjugendring Brandenburg im vergangenen Jahr. Die 22-Jährige bringt sich und ihre Meinung gern ein, scheut sich auch nicht kritisch zu hinterfragen. Um diese Aufgaben gut wahrnehmen zu können, bedarf es der Unterstützung durch die Schule, aber auch durch das Elternhaus, weiß sie zu berichten. Es ist ihr sehr wichtig für die Jugendlichen der Region ihre Stimme zu erheben und etwas zu bewegen. So nimmt sie auch aktiv an den Sitzungen des Begleitausschusses zum Förderprogramm „Demokratie leben“ teil.

Engagement sollte „schmackhafter“ werden

Diese jungen engagierten Menschen wünschen allen anderen Jugendlichen in der Prignitz Mut den Mund aufzumachen, Dinge kritisch zu hinterfragen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Um das Ehrenamt zu stärken braucht es Wertschätzung seitens der Schulen, der Politik und der Gesellschaft, sind sich alle einig. Das Engagement für die Gesellschaft sollte „schmackhafter“ gemacht werden. Dabei betont die Gruppe, dass es ihnen nicht um Geld geht. Ein offenes Ohr und die Suche nach Lösungen sind ihnen wichtig.

Bei Interesse, am Prignitzer Jugendforum oder der Aktionsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mitzuwirken, gibt es Kontaktdaten auf Facebook oder beim Kreisjugendring Prignitz unter der Telefonnummer 03876/78 69 93 oder per Mail an info@kjr-prignitz.de

Von Marcus J. Pfeiffer

Perleberg Rettungshubschrauber im Einsatz - Schwerer Unfall auf Brücke über die B 189

Nach einem Unfall in Perleberg musste am Samstagmittag ein Mensch aus einem Fahrzeug befreit werden. Zum Einsatz kamen Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte und der Hubschrauber Christoph 39.

25.11.2018
Perleberg Rettungshubschrauber im Einsatz - Schwerer Unfall auf Brücke über die B 189

Nach einem Unfall in Perleberg musste am Samstagmittag ein Mensch aus einem Fahrzeug befreit werden. Zum Einsatz kamen Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte und der Hubschrauber Christoph 39.

25.11.2018

In einer musikalischen Lesung zum Ewigkeitssonntag gedachte am Samstag der Perleberger Pfarrer Peter Radziwill der Kriegsopfer und der anderen Verstorbenen – dieses Jahres und der vergangenen Jahre.

28.11.2018