Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Perleberg Kasültenplatz in Perleberg wird nicht saniert
Lokales Prignitz Perleberg Kasültenplatz in Perleberg wird nicht saniert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 03.12.2018
Die Altlasten sollen auf dem Kasültenplatz bleiben – er bleibt wohl noch lange eine Freifläche. Quelle: Michael Beeskow
Perleberg

Das Ergebnis steht fest: Die Stadtverordnete sprachen sich gegen die Sanierung des Kasültenplatzes in Perleberg aus. In der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend stimmten 14 der insgesamt 22 Stimmberechtigten dagegen.

Mit diesem Ergebnis gehen zugleich 1,5 Millionen Euro an Fördergelder für das Vorhaben verloren. Sie waren für die Sanierung fest zugesagt. Sollte in Zukunft doch noch eine andere Entscheidung fallen, muss die Stadt wohl die vollen Kosten tragen.

Aufwendige und kostenintensive Räumung

Aktuell berechneten Gutachter für die Entsorgung der Altlasten Kosten in Höhe von rund 2,73 Millionen Euro. Das sei aber nur sehr wage beurteilt. Für die Berechnung gab es nur Probebohrung. Über das tatsächliche Ausmaß kann nur spekuliert werden.

Etwa 20.000 Tonnen an Erdreich sollen von den Altlasten betroffen sein. Im Untergrund befindet sich eine Deponie, die vermutlich aus den 1920er- und 30er-Jahren stammt. Was genau dort im Boden lagert ist nicht bekannt. Die Räumung wäre sehr aufwendig und kostenintensiv – eine Begründung der Stadtverordneten die Sanierung abzulehnen.

Kein zwingenden Handlungsbedarf

Damit widersprachen sie mehrheitlich der Empfehlung von Bürgermeisterin Annett Jura. „Wir müssen an die nachfolgenden Generationen denken“, gab Frank Döring (Die Linke), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, zu bedenken.

Nach aktuellen Untersuchungen gibt es keinen zwingenden Handlungsbedarf. Das Grundwasser ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verunreinigt. Ob das auch so bleibt, könne niemand sagen. Wenn die Sanierung noch einmal aufgegriffen werden sollte oder Handlungsbedarf erzwungen wird, dann gibt es wohl kaum noch Chancen auf Förderungen, machte Bauamtsleiter Hagen Boddin aufmerksam.

Kasültenplatz bleibt eine Freifläche

Doch die zu hohen Kosten überwogen. Mit den vielen weiteren Projekten – Berliner Straße, Hagen, Beguinenwiese, Geschister-Scholl-Grundschule – sei der Haushalt jetzt schon voll ausgereizt, so Abgeordneter Rainer Pickert (CDU).

Kämmerin Ute Reinecke bestätigte die Lage. „Wir müssten auf unsere Rücklagen zurückgreifen“, sagte sie. Doch auch eine Finanzierung wäre denkbar und möglich gewesen. Nun passiert auf dem Kasültenplatz in Perleberg erst einmal nichts – mit der Entscheidung sind Baumaßnahmen vorerst auf unbestimmte Zeit ausgeschlossen.

Von Marcus J. Pfeiffer

Ein Dieb ist am Mittwoch aus einem Geschäft in der Perleberger Bäckerstraße geflüchtet und hat dabei eine Frau verletzt. Die 63-Jährige musste ins Krankenhaus.

29.11.2018

Ende Juni beteiligten sich die Abiturienten des Perleberger Gymnasiums an der Perleberger Spätschicht und halfen der Stadt beim Entenrennen. Bürgermeisterin Annett Jura hat sich nun mit Barem revanchiert.

02.12.2018
Neuruppin Berufungsverfahren vor Landgericht - Betreuer soll Jugendliche attackiert haben

Er soll ihm anvertraute Jugendliche misshandelt haben, was der 54-Jährige bestreitet. Deshalb akzeptierte er die vom Amtsgericht Perleberg verhängte Bewährungsstrafe nicht. Nun wird erneut verhandelt.

01.12.2018