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Perleberg Keine Engpässe beim Prignitzer Trinkwasser
Lokales Prignitz Perleberg Keine Engpässe beim Prignitzer Trinkwasser
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01:15 16.07.2018
Gartenbewässerung mit Trinkwasser? – Trotz Trockenheit kommt es derzeit noch zu keinen Engpässen. Quelle: Getty Images/Vetta
Pritzwalk

Die Sonne scheint, die Temperaturen sind sommerlich hoch und der Boden wird immer trockener. Im Durchschnitt verbraucht jeder Mensch 140 Liter Trinkwasser am Tag, obwohl er nur etwa zweieinhalb Liter zum überleben braucht, besagt eine Statistik von tag-des-wassers.com.

Duschen, Toilettengang, Geschirrspüler, Waschmaschine oder im Garten: Wasser wird oft verwendet. Damit das Wasser in die Haushalte kommt gibt es unzählige Wasserwerke, die in den derzeitigen Sommermonaten deutlich mehr Wasser fördern.

Der Wasserverbrauch im Überblick

Der Mensch kann ohne Wasser nicht überleben.

In den vergangenen 100 Jahren ist der tägliche Wasserverbrauch von einem Menschen von 20 Liter auf 140 Liter gestiegen.

Das verbraucht ein Mensch pro Tag:

40 Liter für Baden oder Duschen

30 Liter fürs Wäsche Waschen

30 Liter beim Gang auf die Toilette

13 Liter für Körperhygiene (etwa Hände waschen)

12 Liter beim Geschirr spülen,

12 Liter für die Bewässerung der Garten- und Zimmerpflanzen.

Insgesamt kommen so 140 Liter Wasser pro Person am Tag zusammen.

Ein gesunder Mensch braucht aber täglich nur etwa 2,5 Liter Wasser zum Überleben.

Von diesen 2,5 Litern werden ca. 1,3 Liter getrunken, 0,9 Liter mit fester Nahrung aufgenommen und 0,3 Liter entstehen bei der Energieproduktion des Körpers.

Das Wasserwerk in Pritzwalk fördert derzeitig zwischen 3.000 und 3.300 Kubikmeter an Trinkwasser pro Tag. „Im Vergleich zu den Wintermonaten ist im Sommer eine Erhöhung von zehn bis 15 Prozent der Fördermenge zu verzeichnen“, so Michael Puls vom Wasser- und Abwasserzweckverband Pritzwalk.

Das sei vor allem auf private Bewässerungsmaßnahmen zurückzuführen. Ähnlich ist es auch in Perleberg: „In den Sommermonaten haben wir um etwa fünf Prozent eine höhere Wasserabnahme“, informiert Marina Beckendorf vom Prignitzer Energie- und Wasserversorgungsunternehmen (PVU).

Kein Grund zur Beunruhigung

In Perleberg komme noch die Befüllung des Freibades hinzu, was viel Trinkwasser benötigt. Insgesamt verbrauchen die Perleberger rund 100 Liter Leitungswasser pro Person am Tag. Durch die Trockenheit in diesem Jahr war der Wasserverbrauch in den Monaten Mai und Juni aber bereits schon sieben Prozent höher als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Trotz Trockenheit und wenig Regen gibt es aus jetziger Sicht aber keinen Grund zur Beunruhigung. Ausreichend Wasser ist da. „Das Grundwasserdargebot sowie die Kapazitäten der vorhandenen Brunnen, Aufbereitungs- und Verteilungsanlagen besitzen ausreichende Reserven, um erhöhte Wasserverbräuche im Sommer abzufangen“, erklärt Michael Puls aus Pritzwalk.

Theoretisch seien Verbote, beispielsweise für die Gartenbewässerung, denkbar. Quelle: dpa

Entsprechend einer wasserrechtlichen Erlaubnis aus dem Jahr 2015 darf die PVU in Perleberg 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr fördern. Bisher liege die durchschnittliche jährliche Förderung bei etwa 800.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr. „Insofern sind unsere Grenzen noch nicht ausgeschöpft und es besteht für unsere Kunden eine gesicherte Wasserversorgung“, so Marina Beckendorf.

Theoretisch seien aber Verbote, beispielsweise für die Gartenbewässerung, denkbar. „Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung hat Vorrang vor der Gartenbewässerung oder ähnliches“, informiert der Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserzweckverbands in Pritzwalk.

Mehrstufige Reinigung des Wassers

Auch die PVU kann für bestimmte Zwecke entsprechend der Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit Wasser die Verwendung von Trinkwasser beschränken. Beide Unternehmen sehen aber derzeit keine Veranlassung dafür.

Bevor das Trinkwasser zum Verbraucher kommt, wird das Wasser zunächst dem Grundwasser entnommen. „Dazu dienen die Versorgungsbrunnen“, erklärt Michael Puls. Die Aufbereitung, insbesondere das Entfernen von Eisen und Mangan, erfolgt durch die Belüftung und Kiesfiltration im Wasserwerk. Erst danach gelangt das aufbereitete Trinkwasser über das Rohrnetz zum Verbraucher.

Das Wasserwerk in Wüsten-Buchholz bei Perleberg. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Im Wasserwerk Wüsten-Buchholz bei Perleberg werden fünf Brunnen betrieben, die das Wasser aus einer Tiefe von bis zu 150 Metern fördern. „Das geförderte Rohwasser wird über die Filteranlage, die aus zwei horizontal wirkenden Filtern besteht, in die Reinwasserbehälter gefördert“, so Marina Beckendorf von der PVU.

Die Reinwasserbehälter aus Beton, in denen das Wasser zwischen gespeichert wird, haben ein Fassungsvermögen von zweimal 450 Kubikmeter. Über entsprechende Rohrleitungen gelangt das Trinkwasser zu den Netzpumpen, die dann unter dem erforderlichen Druck das Trinkwasser ins Netz und damit nach Perleberg zu den Kunden pumpen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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