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Perleberg Löschwasser soll ausreichend vorhanden sein
Lokales Prignitz Perleberg Löschwasser soll ausreichend vorhanden sein
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00:23 01.10.2018
Bei einem großen Brand auf dem Dorf, wie hier in Dergenthin vor drei Jahren, wird jede Wasserversorgung benötigt. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

Wenn es brennt, in der Stadt, auf dem Dorf oder im Wald, braucht die Feuerwehr eine stabile Versorgung mit Löschwasser. Dazu dienen auf der einen Seite offene Gewässer, wie Flüsse, Seen oder Teiche, auf der anderen Seite auch Hydranten mit Leitungen im Erdreich. Aus den Perleberger Ortsteilen kam immer wieder Kritik, dass es unzureichende Entnahmestellen gebe.

„Wir haben die Anregungen aus den Einwohnerversammlungen aufgenommen und näher untersucht“, sagt Bürgermeisterin Annett Jura in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend, wo sie nähere Aufschlüsselungen über die aktuelle Situation gab. Sie betonte, dass die Feuerwehr bei einem Brand in jedem Ortsteil ausreichend Wasser zur Verfügung hätte.

Löschwasserbrunnen nicht mehr einsatzbereit

Die Trockenheit in diesem Jahr hat dafür gesorgt, dass viele Teiche, die normalerweise den Feuerwehren Wasser geben sollten, ausgetrocknet sind. Auch unterirdische Löschwasserbrunnen, die teilweise noch aus den 1930er-Jahren stammen, sind inzwischen versandet und nicht mehr einsatzbereit.

Insbesondere war der Ortsteil Sükow im Gespräch. Drei unterirdische Hydranten decken dort jedoch die gesamte Löschwasserversorgung ab, wie Bürgermeisterin Annett Jura erklärt. Sie befinden sich im Postweg, an der Hänchenmastanlage und am Sportplatz. Sie sind gut verteilt, so dass alle Punkte im Dorf erreicht werden können.

Nachholbedarf und schnelle Lösungen

Teiche, wie der am Ortsausgang Richtung Dergenthin, seien dabei lediglich eine zusätzliche Versorgung. „Den Teich an der Kirche werden wir aber mittelfristig erneuern“, verspricht Jura. Auch in Schönfeld und Wüsten-Buchholz gebe es laut den Einwohnern massiv Nachholbedarf. Schnelle Lösungen sollten gefunden werden.

Ein alter Brunnen im Ortsteil Wüsten-Buchholz ist kaputt und Schlossgräben sind leer. Auch in Schönfeld bekäme die Feuerwehr keinen Tropfen Wasser mehr aus den Löschwasserbrunnen entlang der Dorfstraße. Hydranten sind bei einem Brand die einzige Möglichkeit, Wasser zu bekommen.

Hydranten sind einzige Möglichkeit

Doch das Problem: Sie sind abhängig. Im Gegensatz zu offenen Gewässern ist bei Hydranten Technik notwendig. Im Winter können die Deckel vereist sein oder es kommt einfach kein Wasser raus, da ein Defekt vorliegt. Auch der Durchmesser der Rohre spiele eine wichtige Rolle.

So sind Rohrleitungen mit oder unter 100 Millimeter Durchmesser weniger brauchbar als Leitungen mit oder über 150 Millimeter. Schließlich werden bei einem großen Brand Unmengen an Wasser benötigt, da ist eine gewisse Leistung erforderlich.

Von Marcus J. Pfeiffer

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