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Perleberg Osterfeuer fallen aus – Waldbrandgefahr zu hoch
Lokales Prignitz Perleberg Osterfeuer fallen aus – Waldbrandgefahr zu hoch
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00:22 20.04.2019
Viele Osterfeuer müssen in diesem Jahr ausfallen – der Funkenflug und die Trockenheit sind zu gefährlich. Quelle: Angelina-Juliett Tenschert
Prignitz

Die Waldbrandgefahr ist zu hoch. Aus diesem Grund fallen alle genehmigten Osterfeuer in der Prignitz aus. „Aus den Bescheiden, die die Antragsteller erhalten haben, geht klar hervor, dass die Genehmigungen ab der Waldbrandwarnstufe vier ihre Gültigkeit verlieren“, erklärt Peggy Heyneck vom Sachgebiet Umwelt der Stadt Wittenberge.

Der Stadtverwaltung liegen insgesamt 24 Anträge für Osterfeuer vor, wie sie am Dienstag bekannt gab. Schon da stand fest: Das Osterfeuer der freiwilligen Feuerwehr, dass am Gründonnerstag auf dem Schützenplatz an der Parkstraße in Wittenberge stattfinden sollte, fällt aus. Am Mittwoch gab es aus dem ganzen Landkreis weitere Absagen.

Veranstaltungen finden trotzdem statt

Das Osterfeuer vom SSV Einheit Perleberg soll trotzdem stattfinden, nur ohne großes Feuer. „Da die Vorbereitungen sehr weit fortgeschritten sind, hat sich der Verein dazu entschieden, ein geselliges Beisammensein für Jung und Alt zu veranstalten“, informiert er auf seiner Facebook-Seite. Neben Musik, Grill und Getränken soll es am Donnerstagabend auch den traditionellen Knüppelteig für die Kinder geben.

In Kunow ist es ähnlich: „Alternativ stehen zwei kleine Feuerschalen bereit“, heißt es auf der Facebook-Seite der Ortsfeuerwehr. In Berge ist das Osterfeuer komplett abgesagt. Gleiches gilt für viele weitere Städte und Dörfer. Die Verwaltungen raten allen Besuchern sich vor der Veranstaltung zu informieren, ob diese auch stattfindet.

Feuerwehren in Alarmbereitschaft

Das gilt auch für die Veranstalter. „Für die kleineren genehmigungsfreien Osterfeuer liegt die Verantwortung bei der verantwortlichen Person, die das Feuer entzündet“, so Heiko Möbius von der Stadt Pritzwalk. Ist das Feuer in der Nähe von Bäumen, Parkanlagen oder Waldstücken, ist es grundsätzlich verboten.

Die Feuerwehren sind auf jedem Fall in Alarmbereitschaft, wie Volker Lehmann, stellvertretender Kreisbrandmeister, informiert. „Wir werden aber erst dann tätig, wenn wir alarmiert werden“, sagt er. Sollten die Brandschützer zu einem Osterfeuer gerufen werden, das eine Gefahr darstellt, werden sie es löschen, heißt es weiter.

Gleiche Situation im Nachbarkreis

Volker Lehmann appelliert an alle, mit offenen Feuer besonders vorsichtig zu sein. Aus seiner Sicht ist Trockenheit höchst gefährlich. Schnell könne es durch schon kleineren Funkenflug zu einem größeren Brand kommen.

Im Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin ist ebenfalls die zweithöchste Warnstufe erreicht und Osterfeuer abgesagt.

Die Feuer zu Ostern sind germanisch-heidnischen Ursprungs. Das älteste schriftliche Zeugnis ist ein Briefwechsel zwischen dem Missionar Bonifatius und Papst Zacharias aus dem Jahre 751. Sie haben nicht das Verbrennen von Abfällen zum Ziel, sondern dienen der Brauchtumspflege.

Von Marcus J. Pfeiffer

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