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Perleberg Perleberger Schüler proben für Theater-Stück
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00:22 25.01.2019
Auf der großen Bühne: Patricia, Zainab, Lily, Fibs, Hanna und Lara (v.l.), drei Darsteller konnten bei der Probe nicht mit dabei sein. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

 Der Vorhang öffnet sich. Die Scheinwerfer gehen an. Eine Hexe und ein junges Mädchen betreten die große Bühne im Freizeitzentrum der Stadt Perleberg. Die letzten Proben vor den großen Auftritten am Montag und Dienstag laufen auf Hochtouren.

Theater-Gruppe seit 15 Jahren

Zwei Jahre lang haben acht Mädchen und ein Junge aus der Schule an der Stepenitz und der Rolandschule für ihr eigenes Theaterstück geprobt. Nun werden bis zu 250 junge Gäste aus den Kindergärten sowie den ersten und zweiten Klassen einiger Grundschulen aus Perleberg und Kleinow im Publikum erwartet.

Kreativität kennt keine Grenzen: Im Theaterstück „Rapunzel“ der Perleberger Schüler gibt es sogar eine Katze (r.). Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Schon seit ungefähr 15 Jahren, so genau weiß das niemand mehr, gibt es schon die Theater-Gruppe um Sozialarbeiterin Simone Mößner, die erneut Regie führt. Nach Rotkäppchen, Tischlein deck dich, Hänsel und Gretel, Rumpelstilzchen und Frau Holle ist in diesem Jahr Rapunzel das aufzuführende Märchen. „Barbie haben wir abgelehnt, König Drosselbart empfanden wir als zu schwer und bei „Die Schöne und das Biest“ wollte niemand das Biest sein“, verrät Simone Mößner.

Buntes Bühnenbild und professionelle Kostüme

Im letzten Jahr waren fast alle Darsteller krank, die Vorstellung musste ausfallen. „Eigentlich treten wir jedes Jahr mit einem neuen Märchen auf.“ Umso mehr Elan haben die neun 13 bis 16 Jährigen bei Rapunzel. Für einige ist es nach vielen Jahren der wohl letzte Auftritt. Sie beenden nach der zehnten Klasse ihr Schullaufbahn. Andere hingegen stehen zum ersten Mal auf der Bühne – das merkt so schnell aber bestimmt niemand.

„Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter“. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Selbstbewusst und mit lauter Stimme stehen die jungen Schauspieler auf der Bühne, fast schon wie echte Profis. Hinter ihnen ist ein Meer voller Dekorationen und bunten Farben zu sehen. Sie selbst tragen professionelle Kostüme. „Das Bühnenbild haben wir selbst entworfen. Der Landkreis unterstützt uns sehr“, sagt Mößner.

Kein Drehbuch, sondern Improvisation

Niemand hat dabei den Text aus dem Drehbuch auswendig gelernt. „Wir improvisieren“, betont Patricia, die schon seit vielen Jahren immer wieder mitspielt. Nachdem sich alle anfänglich für eine Geschichte entschieden haben wird der grobe Ablauf des Stückes entworfen. „Dann üben wir Szene für Szene bis alles sitzt.“

Für Lara ist es eine Kunst für sich, doch es lohnt sich. „Wir üben so selbstbewusst laut und deutlich vor dem Publikum zu sprechen und sind kreativ“, sagt sie. Etwa je 20 Minuten stehen die neun Jugendlichen dann am Montag und Dienstag bei insgesamt drei Auftritten auf der großen Bühne. Lampenfieber wird es sicherlich bei dem einen oder anderen geben. Doch ganz bestimmt macht sich das intensive Training, auch noch aus dieser Woche, bezahlt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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