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Perleberg Schnelleres Internet nicht vor 2021
Lokales Prignitz Perleberg Schnelleres Internet nicht vor 2021
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02:23 19.05.2018
Breitbandausbau mit Glasfaserkabel Quelle: Helge Treichel
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Perleberg

Die entscheidende Frage bei seinem Vortrag stellte Andreas Ditten, kommissarischer Leiter des Geschäftsbereichs II in der Prignitzer Kreisverwaltung, selbst: „Warum dauert es so lange?“, formulierte er sie im Kreisbauausschuss am Dienstag. „Es“ – damit ist der längst beschlossene Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Prignitz gemeint.

2,4 Millionen Euro Gesamtkosten

Bereits am 26. Januar 2017 hatte der Kreistag die Entscheidung getroffen, dass der Landkreis an einem entsprechenden Programm des Bundes partizipieren will – für die Kommunen übernimmt der Landkreis auch den Eigenanteil in Höhe von 2,4 Millionen Euro bei Gesamtkosten von etwa 24 Millionen Euro. Den kompletten Rest der Summe übernehmen Bund und Land. Ziel ist es, für eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet unterversorgte Gebiete zu erschließen

Ziel: 85 Prozert der Haushalte mit schnellem Internet

85 Prozent der Haushalte sollen nach Abschluss der Arbeiten mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 mbit pro Sekunde ausgestattet sein, 95 Prozent mit wenigstens 30 mbit pro Sekunde. Bis allerdings der Ausbau der Leitungen wirklich umgesetzt ist, gehen noch weitere Jahre ins Land: Es wird wohl auf jeden Fall Ende 2020 werden, wenn nicht sogar 2021, bis alles endlich fertig ist.

Andreas Ditten selbst gab die Antwort auf die selbst gestellte Frage: Es gibt ein unglaublich umfangreiches und enges Terminkorsett, das bis zur Umsetzung des Beschlusses abgearbeitet werden muss. Der Beschluss des Kreistages hatte ja auch bereits einen Vorlauf. So hatte der Kreis ein Büro beauftragt, das den Bedarf ermittelte.

7000 Haushalte unterversorgt

Nach dessen Zwischenergebnis vom 9. November 2016 sind nach den Maßgaben des Programmes etwa 7000 Haushalte in der Prignitz unterversorgt. Das entspricht laut Ditten 20 Prozent der Bevölkerung im Landkreis. Geplant ist nun ein Ausbau mit Glasfaser zwischen Hauptverteiler und Kabelverzweiger. Dabei werden zehn Kabelverzweiger überbaut und 90 gleich ganz neu gebaut. Verlegt werden sollen etwa 300 Kilometer Glasfaserkabel.

Nach dem Kreistagsbeschluss dauerte es fast ein halbes Jahr, bis der Antrag auf Zuwendung beim Bund positiv beschieden wurde. Erst danach war es möglich, die Mittel zur Kofinanzierung beim Land zu beantragen. Zwischenzeitlich gab es einen Sonderaufruf zur zusätzlichen Aufnahme von Schulen in das Programm. Jede Klasse soll nun mit 30 mbit pro Sekunde versorgt werden – auch das musste in die Planung einbezogen werden.

Ausschreibung in drei Losen

Jetzt immerhin ist man im Begriff, die Arbeiten auszuschreiben, und zwar in drei Losen kreisweit. Das Ergebnis dieser Ausschreibung soll Mitte September ausgewertet werden. Es folgen Bietergespräche, die Überarbeitung der Angebote, eventuell die Abgabe von Folgeangeboten bis hin zum endgültigen Angebot Ende Oktober dieses Jahres.

Dann soll der Zuschlag erteilt. Laut Ditten wird die Umsetzung des Projektes dann zwischen 24 und 36 Monaten dauern. Problem: Eigentlich ist die Umsetzung des Programms bis 2019 vorgesehen. Aber das ist laut Ditten eine „theoretische Zeitschiene“. Eine Verlängerung bis 2020 sei auf jeden Fall möglich.

Von Bernd Atzenroth

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