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Perleberg Schulleiterin verabschiedet sich in Ruhestand
Lokales Prignitz Perleberg Schulleiterin verabschiedet sich in Ruhestand
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01:16 02.02.2019
Schüler uns Lehrer der Schule an der Stepenitz verabschiedeten sich von ihrer Schulleiterin Monika Wlodarz. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“, fragt ein Lied, das am Mittwochmittag in der Aula der Schule an der Stepenitz in Perleberg gespielt wurde. Alle Lehrer und Schüler der Schule waren gekommen, um ihre Schulleiterin Monika Wlodarz zu verabschieden, sie geht in den Ruhestand.

„Wir freuen uns für dich“

Über 43 Jahre lang war sie Lehrerin mit Herz und Seele. Nun endet ihr beruflicher Weg. Ihr Kollegium uns ihre Schützlinge wollten die engagierte Lehrkraft aber nicht einfach so gehen lassen und stellten ein großes Programm – mit Musik, Gesang und Emotionen – auf die Beine, an denen alle Lehrer und Schüler sowie Freunde beteiligt waren.

Monika Wlodarz wurde am Mittwoch aus dem Amt als Schulleiterin der Schule an der Stepenitz in Perleberg verabschiedet. Schüler und Lehrer der Schule stellten für sie ein großen Abschieds-Programm auf die Beine.

„Wir freuen uns für dich“, betont Martina Dietrich, sie wird das Amt von Monika Wlodarz als neue Schulleiterin übernehmen. Zusammen wollten alle Danke sagen, danke für unvergessliche Jahre und ganz viel Tatkraft, so Martina Dietrich in einer emotionalen Rede. Sie erinnerte an die vielen Highlights mit ihrer Schulleiterin.

Erinnerungen ein leben lang

Ganze 41 Jahre war sie an der Schule tätig, seit 2006 auch als Leiterin, konnte viel Erfahrung sammeln und hat auch turbulente Zeiten mitgemacht, doch „immer die Zügel in der Hand gehalten und die Schullandschaft, vor allem nach der Wende, aktiv mitgestaltet“, sagt Dietrich. Aus ihrer Sicht entstand ein Team, etwas Besonderes.

Monika Wlodarz – Lehrerin mit Herz und Seele

Als Monika Wlodarz in der neuen Klasse war, bewarb sie sich für ein Studium am Institut für Lehrerbildung in Putbus auf der Insel Rügen. Mathe, Deutsch und Schulgarten wollte sie in der Grundschule unterrichten.

Mit dem Abschluss in der Tasche ging sie zurück in die Prignitz an die Schule in Kleinow und hatte dort ihre erste eigene Klasse. Nach einem dortigen Strukturwandel wechselte sie zwei Jahre später an die Perleberger Hilfsschule.

Nebenbei drückte sie nochmals die Schulbank und studierte Sonderpädagogik in Halle. Nach zwei Jahren ging es zurück nach Perleberg. Nach der Wende wurde Monika Wlodarz zunächst stellvertretende und 2006 Schulleiterin der Schule an der Stepenitz.

81 Schüler von der zweiten bis zur zehnten Klasse werden dort aktuell von 14 Pädagogen unterrichtet.

Immer in Erinnerung bleiben wird ihr die erste Begegnung vor über 20 Jahren. „Monika Wlodarz saß mit ihrer Schürze am Schreibtisch, hatte eigentlich Haushaltstag, wie sich später herausstellte“, beschreibt die neue Schulleiterin. „Sie war fix und fertig von Zuhause in die Schule gekommen, um an den Vertretungsplänen wichtige Änderungen vorzunehmen.“

Schulrätin überreicht Urkunde von Ministerin

So soll Monika Wlodarz immer die erste und letzte im Schulhaus gewesen zu sein. „Zeit war für sie nebensächlich.“ Sie habe viel Einfühlvermögen, sah neue Wege kritisch, hat sie geprüft und umgesetzt, beschreibt Dietrich, und damit vieles erreicht. Nun ist sie ab Freitag Rentnerin und „kann so über ihre Freizeit selbst verfügen und den Alltag so gestalten wie sie mag.“

Schulrätin Ina-Kathleen Trefflich überreichte im Namen der Bildungsministerin eine Urkunde für die langjährige Arbeit an Monika Wlodarz. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Bei der Feierstunde am Mittwoch waren auch Kollegen aus dem Landkreis und Schulrätin Ina-Kathleen Trefflich anwesend. Trefflich überreichte im Namen der Bildungsministerin eine Urkunde für die langjährige Arbeit an Monika Wlodarz. „Ich zeuge höchste Achtung und Respekt“, sagt sie. Die langjährige Schulleiterin habe aus ihrer Sicht die Schule geprägt, sie hochachtungsvoll geführt, ihre Schüler immer motiviert und über Probleme offen gesprochen.

„Guten Morgen, Frau Wlodarz

Mit einem Beitrag aller Klassenstufen wollen auch die Schüler noch lange in ihrer Erinnerung von Monika Wlodarz bleiben. Ganz aus der Welt sei sie aber nicht, wie ihre Nachfolgerin Martina Dietrich betont. „Auch in Zukunft stehen ihr alle Türen zu jeder Zeit für Besuche offen.“ So ist auch nicht ganz auszuschließen, dass ein „Guten Morgen, Frau Wlodarz“ von den Schülern auch in Zukunft noch außerhalb des Unterrichts für die ehemalige Schulleiterin zu hören ist.

Von Marcus J. Pfeifer

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