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Perleberg Sonnige „Spätschicht“ in der Innenstadt
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09:03 30.06.2018
Impressionen von der Spätschicht in Perleberg. Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Das war ein herrliches Bild: Die 500 Lampions, die von Schülern und Kita-Kindern bemalt worden waren, erstrahlten am Freitagabend unter dem immer noch blauen Himmel über den Straßen von Perleberg. Allein das begeisterte viele Menschen. Doch hatten sich Stadt und Einzelhändler für die erste Perleberger Spätschicht noch viel mehr ausgedacht.

Es war ein schöner Abend in Perleberg. Für die „Spätschicht“ hatten sich die Einzelhändler und die Stadt allerhand einfallen lassen. Hier ein Bilderbogen.

Los ging es bereits am Spätnachmittag mit einem Entenrennen im Perleberger Hagen. 288 Quietsche-Enten wurden von der Brücke am Wallgebäude zu Wasser gelassen. Der Wind trieb sie weit schneller als erwartet über die Stepenitz –statt einer Stunde brauchten sie nur 20 Minuten. Immerhin 58 Preise und darüber hinaus 18 Trostpreise konnten für die 76 schnellsten Enten an ihre Besitzer verteilt werden, wie Siw Foge für die Stadt Perleberg mitteilte.

Auf dem Markt waren derweil schon junge Künstler zugange. Guido Raddatz hatte ihnen eine Einführung über Kunst im öffentlichen Raum gegeben. Mittels Schablonen konnten sie dann eigene Motive umsetzen und sich in Graffiti-Malen üben. Raddatz, der heute Fassadenmaler ist, hat selbst einmal damit angefangen. „Sie malen ein eigenes Bild und dürfen es dann mit nach Hause nehmen.“ Es gehörte zum Konzept, dass sich die Nachwuchsmaler völlig frei entfalten konnten. Und so malten junge Künstlerinnen Snoopy, einen Fußball und einen Wal. Neben ihnen hatte der elfjährige Emil gerade auf seinem Bild einen blauen Hintergrund gemalt. „Darauf kommt noch eine Kerze“, erklärte er. Und dieses Motiv ist für seine Freundin.

Kinderkino mit Plüsch und Popcorn

Die Jugend hatte auch in der Bäckerstraße das Wort. Vor dem Schuhaus Schmidt hatte eine ganze Mädchenschar Spiele vorbereitet, die man hier spielen konnte. Petra Eggert vom Schuhhaus hatte aber noch eine weitere Attraktion zu bieten: ein kleines Blasmusikensemble, das die ganze Zeit für Musik sorgte. In einem leerstehenden Ladenlokal war ab 19.30 Uhr Kinderkino angesagt. Für die jungen Leute, die sich gemütlich und mit Popcorn auf den bequemen Unterlagen und Kissen lümmelten, die das Effi beigesteuert hat, gab es den Film „Paddington“.

Betreut wurden sie von Romina Dahnke, Leonie Schröder und Sarah Ladwig. Die Drei wollen 2019 Abitur machen, und wie viele andere aus ihrer Klassenstufe halfen sie bei der Organisation mit, um ihre Abikasse aufzubessern.

Jenny Porep (vorne) sorgte dafür, dass aus jungen Mädchen Prinzessinnen wurden. Quelle: Bernd Atzenroth

Mit Blumen und Stoff arbeitete an diesem Abend Jenny Porep und machte so vornehmlich aus Mädchen Prinzessinnen. Prinzen waren im Verkaufe des Abends auch dabei. Jenny Porep gehörte zu den Initiatoren der Veranstaltung, deren Idee der Stadt Perleberg und den Einzelhändlern einen ersten Preis bei der diesjährigen City-Offensive Westbrandenburg eingebracht hatte. Alles ist lange geplant worden“, erzählt die Geschäftsinhaberin, „wir sind vorher sehr aufgeregt gewesen, aber nun sind wir glücklich. Die Sonne scheint, viele Menschen sind unterwegs – so war unser Plan.“

Geschmackvolle Feuershow zum Abschluss

Während die Perleberger Feuerwehr am Anfang der Bäckerstraße nichts anbrennen ließ und Bratwurst anbot, hat Petra Unterberg vor ihrem „Paradies“ eine ganze Tafel aufgebaut und ganz andere Delikatessen kredenzt. Die größte Traube an Menschen versammelte sich aber einmal mehr vor dem Eiscafé Belluno.

Auch Siw Foge war zufrieden, abgesehen von ein paar Kritikpunkten, die aber auch der Erstauflage der Veranstaltung geschuldet waren. So könnte man den Großen Markt noch mehr beleben, während in der Bäckerstraße ständig Hochbetrieb herrschte. Immerhin gab es auf dem Großen Markt den krönenden Abschluss der Veranstaltung: Eine sehr geschmackvolle Feuershow, mit der die vielen Besuchern in die Nacht entlassen wurden.

Von Bernd Atzenroth

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