Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Perleberg Stahlbau-Handwerk in Bewegung
Lokales Prignitz Perleberg Stahlbau-Handwerk in Bewegung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:05 31.08.2018
Auf dem Gelände feierten die Mitarbeiter ihr Sommerfest. Quelle: Jens Wegner
Karstädt

„Wir wollen heute unseren Kunden zeigen, was wir leisten können und unseren Mitarbeitern danke sagen”, sagte Detlef Möhr, Geschäftsführer bei Schorisch Magis in Karstädt. Das Stahlbau-Unternehmen lud am Freitag zum Tag der offenen Tür für Interessenten und zum Sommerfest für die Mitarbeiter ein. Der Tag stand unter dem Motto „Stahlbau-Handwerk in Bewegung”.

Das Stahlbauunternehmen Schorisch Magis in Karstädt ist eines der größten seiner Art im Norden Deutschlands. Während des Sommerfestes blickte die Firmenleitung in die Zukunft und hatte sich dazu auch eine Zukunftsforscherin zur Seite geholt.

Seit dem Jahr 2000 ist Detlef Möhr am Standort in Karstädt tätig. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten derzeit im Unternehmen, davon neun Auszubildende und zwei im Dualen Studium. Damals hatte das Unternehmen 16 Beschäftigte. Und man will weiter wachsen. 110 bis 120 Angestellte ist das Ziel bis 2019, so Möhr, um den kommenden Aufgaben gerecht zu werden. Die Auftragsbücher sind voll für dieses und nächsten Jahr.

Branche im Wandel

„Qualifiziertes Personal zu haben ist das A und O”, so Möhr. Alle Auszubilden, die das Unternehmen bis jetzt hatte, wurden auch übernommen. Zu den Kunden von Schorisch Magis zählen die Industrie und Kommunen. So wurde kürzlich die Wehrgruppe in Gnevsdorf komplett instand gesetzt. Derzeit wird an einer neuen Drehbrücke für den Sportboothafen in Hitzacker gearbeitet.

Wie die Zukunft in der Stahlbaubranche aussehen wird, zeigte Brandon Ernst aus den USA an zwei Beispielen – einem Durchlaufofen für die Automobilindustrie und der neuen Schiffshebebrücke in Scharnbeck, die das Unternehmen fertigte. Mit 3-D-Brillen wurden die Zuschauer virtuell auf die Baustelle versetzt, wo sie interessante Details betrachten konnten.

Im Gespräch Detlef Möhr, Hendrik Fischer, Kirsten Schönharting und Imke Keicher (v.l.). Quelle: Jens Wegner

Kirsten Schönharting, Geschäftsführerin bei Schorisch Magis, dankte in ihrer Rede den Mitarbeitern und den Firmen, die das Unternehmen begleitet haben. „Wir stehen vor einer tiefgreifenden Veränderung”, sagte sie. „Die werden wir nur gemeinsam bewältigen können. Schorisch hat bereits einen tiefgreifenden Kulturwandel vollzogen. Wir haben unseren Fokus verändert – von der Werkbank hin zu Großprojekten.”

Kommunen seien derzeit die Hauptauftraggeber im Hochwasserschutzbereich. „Der tiefgreifendste Wandel an sich ist die Virtual Reality. Noch reisen wir bis zu 800 Kilometer durch ganz Deutschland, um Baustellen zu vermessen. Das wird bald über virtuelle Baustellenbegehungen zu realisieren sein”, ist sie sich sicher.

Nicht immer ganz klar, was die Digitalisierung im Einzelnen bringt

Der aus Wittenberge stammende Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, Hendrik Fischer, lobte die wirtschaftliche Entwicklung in der Prignitz. „Ich komme immer wieder gern in meine alte Heimat zurück, um zu sehen, wie positiv sich alles entwickelt hat.”

Der Tag der offenen Tür biete da eine gute Gelegenheit, Gespräche über die Zukunft des Unternehmens zu führen. Über das Thema Digitalisierung sei man sich noch nicht im einzelnen sicher, was es konkret für Unternehmen und Verwaltung bedeute. „Am Ende müssen mehr und sichere Arbeitsplätze entstehen”, so Fischer.

Anwendung künstlicher Intelligenz werde weiter wachsen

„Technologiesprünge ereignen sich immer in rasantem Tempo”, sagte die Zukunftsforscherin und Innovationsberaterin Imke Keicher in ihrem Vortrag. Als Beispiel nannte sie den Siegeszug des Smartphones. Bis zum Jahr 2050 werde das globale Wachstum um 130 Prozent steigen, prognostizierte sie. Besonders in den aufstrebenden Schwellenländern werde sich der Aufschwung bemerkbar machen.

Zukunftsforscherin Imke Keicher prognostizierte eine rasante technologische Entwicklung. Quelle: Jens Wegner

Die Anwendung der künstlichen Intelligenz werde weiter wachsen. „In manchem Call-Center sitzt heute schon kein Mensch mehr sondern eine Maschine”, brachte sie als Beispiel. Der Einsatz von Robotern im privaten Umfeld werde rasant zunehmen. Das Handwerk zähle eindeutig zu den Gewinnern der Digitalisierung.

Im Anschluss führte Detlef Möhr die Gäste übers Gelände. In der großen Fertigungshalle war die 24 Meter lange und fünf Meter breite Drehbrücke für den Sportboothafen Hitzacker zu besichtigen. Die Verwirrrealisten Sia und Thomas Thompson sorgen zwischendurch für eine zauberhafte Unterhaltung.

Von Jens Wegner

Das 123-Einwohner-Dorf Vettin (Gemeinde Groß Pankow) begeht heute seine 675-Jahr-Feier und hat dafür in der Kirche und am Dorfgemeinschaftshaus Einiges vorbereitet.

31.08.2018

Drei Jahre „Wir schaffen das“: Im Landkreis Prignitz stellte man sich den Herausforderungen, die nach 2015 mit der steigenden Zahl Asylsuchender verbunden waren, auf eigene Weise.

30.08.2018

Stepenitz und Dömnitz sind im Moment zugewuchert, man sieht an manchen Stelle die Flüsse kaum noch. Doch der zweite turnusmäßige Freischnitt in diesem Jahr hat jetzt begonnen.

30.08.2018