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Perleberg Umzingelung wird noch einmal überprüft
Lokales Prignitz Perleberg Umzingelung wird noch einmal überprüft
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02:18 13.04.2018
Thomas Domres (r.) vor dem bei der Planungsgemeinschaft im Gespräch mit einem Windkraftbefürworter. Quelle: Andreas Vogel
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Söllenthin

Es sei ein konstruktives Gespräch gewesen, das Hoffnung darauf mache, eine Lösung zu finden. So erklären die Landtagsabgeordneten Holger Rupprecht (SPD) und Thomas Domres (Linke) nach einem Gesprächstermin am Montag bei der Regionalstelle der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel in Sachen Windeignungsgebiet Söllenthin.

Seitens der Gemeinde waren der Vorsitzende der Gemeindevertretung Karsten Krüger sowie die Bürgermeisterin Anja Kramer anwesend. Die Bürgerinitiative wurde unter anderem von Andreas Palmer vertreten. Neben Ansgar Kuschel von der regionalen Planungsgemeinschaft waren die Regionalräte Nora Görke (Bürgermeisterin Kyritz), Annett Jura (Bürgermeisterin Perleberg) sowie Jörg Gehrmann (Bürgermeister Wittstock/ Dosse) anwesend.

Gemeinde Plattenburg will vermitteln

Die Runde einigte sich darauf, dass die Planungsgemeinschaft zwei Punkte nochmals prüft. Zum Einen soll für das Jahr 2018 geprüft werden, ob die 2017 vom Landesamt für Umwelt ausgemachte Brutstätte des Rotmilans weiter vorhanden ist.

Weiterhin wird sich die Planungsgemeinschaft auch mit dem Kritikpunkt der Bürgerinitiative beschäftigen, der Ort Söllenthin sei statt mit 180 Grad mit 195 Grad durch das Windeignungsgebiet umzingelt, wobei hier der Ortsmittelpunkt einvernehmlich festgelegt werden soll.

Die Gemeinde Plattenburg hat sich darüber hinaus bereit erklärt, mittels eines Mediators zwischen den Gegnern des Windeignungsgebietes und den Befürworten einen Vermittlungsversuch anzustrengen. Als letzter Punkt einigte man sich darauf, dass auf Basis eines solchen Mediationsgespräches die Gemeinde ein Bebauungsplan entwickeln könne, der sich zwar auf die Planung der Planungsgemeinschaft stützt, jedoch die Anzahl der Windkraftanlagen begrenzt. Das schlug Jörg Gehrmann vor.

Rupprecht und Domres: „Ein erster Schritt“

Rupprecht und Domres begrüßen die Bereitschaft der Planungsgemeinschaft, gerade die Frage der Umzingelung des Ortes sowie die naturschutzrechtlichen Fragen nochmals zu prüfen. Gleichsam unterstützen beide Abgeordnete die Bemühungen der Gemeinde Plattenburg einen Bebauungsplan zu entwickeln, der die Belange der Befürworter und Gegner berücksichtigt. Holger Rupprecht sagte: „Wir haben versucht, zu vermitteln, und dies ist ein gangbarer Weg für alle Beteiligten, zumindest ein erster Schritt.“ Auch Thomas Domres sagte: „Dies war ein konstruktives Gespräch.“

Kuschel: Keine anderen Maßstäbe für Söllenthin

Wie Ansgar Kuschel informierte, wurde für Söllenthin, ebenso wie für sämtliche andere Windeignungsgebiete in der Planungsregion, ein umfangreicher Kriterienkatalog angewandt. Nach diesen Kriterien ist jedes Windeignungsgebiet in der Planungsregion hin untersucht worden. Die Festlegung und Anwendung einheitlicher Kriterien bei der Prüfung von Windeignungsgebieten, ist durch verschiedene Urteile seitens der Verwaltungsgerichte gefordert worden.

Daher könne man an der Ortschaft Söllenthin keine anderen Maßstäbe ansetzen und diese auch nicht leicht verändern. Dies würde die Regionalplanung letztlich wieder anfechtbar machen.

 

 

Von Bernd Atzenroth

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