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Perleberg Die Stadtverwaltung auf dem Prüfstand
Lokales Prignitz Perleberg Die Stadtverwaltung auf dem Prüfstand
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18:38 30.05.2018
Die Prozesse der gesamten Stadtverwaltung standen im vergangenen Jahr unter Beobachtung – Ergebnisse stehen nun fest. Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Von März bis November vergangenen Jahres liefen Untersuchungen bei der Stadt Perleberg, inwiefern die Verwaltung strukturiert, effizient und orientiert arbeitet.

Dazu hat das Unternehmen „Kommunaltreuhand Deutschland“ Gespräche mit den Mitarbeitern geführt, eine Aufgabenerhebung aufgestellt, IT-Geschäftsprozesse betrachtet, eine Wirtschaftsanalyse durchgeführt und die einzelnen Stellen bewertet.

Die Umsetzung braucht seine Zeit

So soll die zukünftige Entwicklung der Stadtverwaltung schon im Voraus vorhersehbar und planbar sein. Nun stehen die Endergebnisse der langfristigen und aufwendigen Untersuchung fest, die Hauptamtsleiter Axel Schmidt den Stadtverordneten vorstellte.

Insgesamt präsentierte das durchführende Unternehmen der Stadt 23 Vorschläge zur eigenen Verbesserung. „Welche wir davon annehmen und umsetzen können, werden wir noch beraten“, so Schmidt. Bürgermeisterin Annett Jura machte deutlich, dass das Schritte seien, die nicht von heute auf morgen umsetzbar sind. „Das braucht seine Zeit.“

Defizite im Betriebsablauf

Doch vor allem in Sachen Personal seien Maßnahmen nötig. „Zwischen 2020 und 2030 werden uns altersbedingt in nur kurzer Zeit jede Menge Mitarbeiter verlassen“, blickt der Hauptamtsleiter voraus. Von den 180 Mitarbeitern betrifft das in etwa 80.

Weitere fachübergreifende Vorschläge kommen beispielsweise aus der Informationstechnik und Ablauforganisation, der grundlegenden Neuordnung des Stadtbetriebs und Alternativen zur Kommunikation. Im Bericht wird auch ein fehlendes Bürger- und Besucherzentrum sowie eingeschränkte Aktivitäten im Social-Media-Bereich kritisiert.

Bericht soll veröffentlich werden

In der Untersuchung sind unterschiedliche Bereiche genauer betrachtet worden. Mit 500 verschiedenen Aufgaben beschäftigen sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, das entspricht 60 unterschiedlichen Produkten. „Das ist leicht erhöht, gemessen an anderen Städten, aber für ein Mittelzentrum nicht unnormal“, stellt Michael Schäfer dar.

Der Bericht soll nun auch veröffentlicht werden. Zumindest ohne Anlagenband und Dateien, die ausschließlich für die Verwaltung selbst zur Einsicht freigegeben werden.

Bürger nicht mit einbezogen

Der Stadtverordnete Thomas Domres (Die Linke) bemängelte erneut die einseitige Herangehensweise. „Ich hätte mir gewünscht, auch die Sicht von außen, von den Bürgern und Unternehmen, mit aufzugreifen“, betont Domres. Das sei durchaus möglich, so Michael Schäfer noch im vergangenen Jahr.

„Das könnte man mit unterschiedlichen Instrumenten realisieren.“ In Absprache mit Bürgermeisterin Annett Jura sind weitere Untersuchungen denkbar und können so den Bericht ergänzen. Doch noch gab es keinen neuen Auftrag seitens der Stadt, der benötigt wird, um das zu realisieren.

Nun muss es nur noch zur Umsetzung kommen. „Die jetzigen Ergebnisse reichen da nicht aus“, meint Malte Hübner-Berger (SPD). Jede Empfehlung müsse genau studiert und zusammen mit den Mitarbeitern der Stadt betrachtet werden. „Dabei darf man nicht ängstlich sein“, so Hübner-Berger.

Von Marcus J. Pfeiffer

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