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Perleberg Vier Wochen lang mit Kunst experimentiert
Lokales Prignitz Perleberg Vier Wochen lang mit Kunst experimentiert
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00:21 03.10.2018
Megan Black steht vor einem Gastjahr in Deutschland. Die 21-jährige Engländerin hat sich in dem Kurs künstlerisch ausprobiert. Quelle: Bernd Atzenroth
Dannhof

Für Alessandro Cugno hat sich die Reise nach Dannhof (Gemeinde Groß Pankow) gelohnt: „In diesem Monat habe ich eine Menge gelernt“, sagte der 24-jährige Italiener am Freitagabend, „ich hoffe, nächstes Jahr wieder hier zu sein.“ Cugno hatte zusammen mit der Engländerin Megan Black und der Belgierin Charlotte Boddaert an einem vierwöchigen Power-Kunstkurs im „Kunstgut“ vom Frank Pieperhoff und Rebecca Reibke in Dannhof teilgenommen.

Nach vierwöchigem Workshop bei Fran Pieperhoff stellten nun zwei Kunststudentinnen aus Belgien und England und ein Kunststudent aus Italien in Dannhof die Ergebnisse vor. Hier Eindrücke von der Ausstellungseröffnung.

Die Ergebnisse dieser vier Wochen wurden am Freitag in einer Ausstellung präsentiert, zu der eine Reihe von Kunstinteressierten vor allem aus dem Pritzwalk gekommen war. Die Bilder konnten sich sehen lassen: Die drei jungen Nachwuchskünstler konnten sich in allen möglichen Kunstformen ausprobieren und ihre künstlerischen Fähigkeiten entwickeln. Alle hatten ihre eigene Wandfläche, auf denen die besten ihrer Versuche im Zeichnen, Malen und Porträtieren zu sehen sind.

Der 24-jährige Italiener Alessandro Cugno experimentierte mal mit Farbe, mal dem richtigen Malstrich. Quelle: Bernd Atzenroth

Charlotte Boddaert zum Beispiel hatte es zuvor vorwiegend mit dem Zeichnen versucht. Jetzt konnte die Philosophiestudentin, die abends eine Kunstakademie besucht, auch andere Techniken ausprobieren: „Ich habe vorher noch nie gemalt, das war für mich eine Entdeckung.“ Interessant war dabei für die 22-Jährige, dass „ich innerlich weiter zeichne, während ich male“. Den Ort für den Kurs bezeichnete die junge Frau aus Gent, als wunderschön: „Da ist so viel Natur drumherum – das ist einmalig in Deutschland. Es sei ein perfekter Ort, um ohne Ablenkung an seinen Fähigkeiten feilen zu können, total verschieden etwa von Berlin mit all seinen vielen Eindrücken. Auch sie kann sich vorstellen wiederzukommen.

Etwas anders liegt die Sache für Megan Black. Sie beginnt jetzt ein Auslandsjahr in Deutschland und wird ab Oktober ein Jahr lang für ein Kunsthaus in Berlin arbeiten. Eigentlich studiert die 21-Jährige bereits im dritten Studienjahr Germanistik in Oxford. Ihr Plan ist es, „eher etwas anderes zu studieren und die Kunst daneben zu entwickeln“. Dafür hat sie aber neben dem Studium einen einjährigen Kunstkurs absolviert. Bevor sie nach Dannhof, wusste sie nicht, worauf sie sich einlässt. Danach sagt sie jetzt: „Ich kann es sehr empfehlen.“ Sie hat selbst bislang vorwiegend gemalt und hier gelernt, mit verschiedenen Schichten zu arbeiten.

Charlotte Boddaert aus dem belgischen Gent kommt eigentlich vom Zeichnen - in Dannhof hat die 22-Jährige auch das Malen entdeckt. Quelle: Bernd Atzenroth

Für Frank Pieperhoff, der die Gäste mit einer kleinen Ansprache begrüßte, war der Kurs ein erster Versuch, die „Kunstgut“-Akademie in der Prignitz zu etablieren und den bezeichnet der Künstler und Kunstdozent als immerhin so vielversprechend, dass er im kommenden zwei weitere vergleichbare Kurse anbieten wird. Die Teilnehmerzahl wird dabei nicht größer sein – schließlich sind die Platzressourcen in dem alten Inspektorhaus, das Pieperhoff und Reibke vor viereinhalb Jahren erworben haben, begrenzt.

Videoloop vom Königsgrab

Pieperhoff betrieb bis vor genau einem Jahr eine große und erfolgreiche private Kunstakademie in Berlin-Schöneberg. Den Schritt der beiden Künstler nach Dannhof erklärt er damit, dass er sich zurücknehmen wollte, weil er sich stärker auf seine eigene künstlerische Arbeit konzentrieren wolle. Davon ist natürlich in Dannhof auch einiges zu sehen, genauso wie von Rebbeca Reibkes Gemälden.

Frank Pieperhoff steuerte zudem einen zwölfminütigen Videoloop mit dem Titel „Königsgrab bei, der im Garten zu sehen war und bei einer Exkursion zu eben jenem Königsgrab bei Seddin entstanden ist.

Unter www.kunstgut.com gibt es Infos zu dem Projekt.

Von Bernd Atzenroth

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