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Perleberg Waldbrand legt Bahnverkehr lahm
Lokales Prignitz Perleberg Waldbrand legt Bahnverkehr lahm
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00:22 01.07.2018
Waldbrand an der Bahnstrecke in der Nähe von Groß Pankow Quelle: Bernd Atzenroth
Groß Pankow

Die Bahnstrecke des RE6 zwischen Groß Pankow und Pritzwalk war nach einem Waldbrand in der Nähe von Groß Pankow am Donnerstag von 13 Uhr bis zum Spätnachmittag gesperrt. Ein Zug des Prignitz-Express, der schon im Rauch stand, musste zurückfahren. Gegen 13 Uhr rückten die Feuerwehren in Groß Pankow, Pritzwalk, Sadenbeck, Groß Langerwisch, Kuhsdorf und Perleberg aus, um das Feuer zu bekämpfen.

Links und rechts der Bahnstrecke brannte es – die Züge fuhren einige Stunden lang nicht. Doch die Einsatzkräfte hatten die Lage bei Groß Pankow schnell im Griff.

45 Brandschützer kamen unter Leitung des Groß Pankower Gemeindebrandmeisters Pedro Korupp zum Einsatz und hatten die Sache nach einer guten Stunde unter Kontrolle. Drei Tanklöschfahrzeuge waren im Einsatz. Sie pendelten zwischen der Brandstelle und dem Groß Pankower Karpfenteich, wo die Groß Pankower Feuerwehr sie mit Löschwasser füllte. Die Groß Pankower Wehr kümmerte sich auch um die Versorgung der Einsatzkräfte.

10.000 Quadratmeter in Flammen

Vor Ort waren außerdem der Rettungsdienst, zwei Bundespolizisten, ein Bahnmanager, ein Vertreter des Forstamtes und Revierförster Olaf Bergmann. Zur Größe der abgebrannten Fläche gab es durchaus unterschiedliche Angaben. Während Bergmann sie eher kleiner bezifferte, sprach Pritzwalks Stadtwehrführer Adrian Zechser von etwa 10.000 Quadratmeter Fläche, die beiderseits der Bahnlinie zwischen Bahnkilometer 27,3 und 27,6 betroffen war.

Waldbrand an der Bahnstrecke in der Nähe von Groß Pankow Quelle: Bernd Atzenroth

An der Nordseite, wo schätzungsweise etwa 3000 Quadratmeter brannten, konnte das Feuer an einem dahinter verlaufenden Waldweg zum Stoppen gebracht werden. An der deutlich stärker betroffen Südseite gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen, bevor er auf ein benachbartes Feld übergreifen konnte.

Noch weitere Brände wegen der Trockenheit

Wer über die staubige Piste über das Feld zur Brandstelle fuhr, konnte sich denken, warum es brennt: Die große Trockenheit hat Auswirkungen. Hinzu kam noch Wind. Kurz zuvor hatte ein Trecker bei der Arbeit nur zwei Kilometer entfernt zwischen Kuhbier und Kuhsdorf einen kleinen Stoppelbrand ausgelöst, der zum Glück keinen nennenswerten Einsatz nach sich ziehen musste. Und während die Löscharbeiten an der Bahnstrecke noch im Gange waren, brannte es auch bei Berge (Amt Putlitz-Berge), wo etwa 2000 Quadratmeter in Flammen standen. Gemeldet wurde zudem ein weiterer Brand bei Nebelin (Gemeinde Karstädt).

Doch könnte all das erst der Anfang sein: „Es bleibt in der Region trocken und heiß und gleichzeitig geht die Ernte jetzt richtig los“, meinte Korupp. Da ist die Gefahr weiterer Brände relativ hoch. Am Donnerstag immerhin ging alles glimpflich ab. Nach knapp eineinhalb Stunden waren die Brandschützer vor allem mit der Brandwache und dem Bekämpfen letzter Glutnester beschäftigt. Das allerdings dauerte noch bis etwa 17.30 Uhr. Danach wurden noch Nachtwachen organisiert, um das Brandgebiet noch weiter zu beobachten. Die Züge fahren aber wieder.

Von Bernd Atzenroth

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