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Perleberg Weiter Diskussionen um Wölfe
Lokales Prignitz Perleberg Weiter Diskussionen um Wölfe
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18:47 26.09.2018
Wölfe bleiben ein Diskussionsthema. Quelle: picture alliance / ZB
Perleberg/Groß Pankow

Das Ringen um den richtigen Umgang mit Wölfen geht kreisweit weiter. Am heutigen Donnerstag wollen die Groß Pankower Gemeindevertreter ab 19 Uhr darüber befinden, ob sich die Gemeinde zur „wolfsfreien Zone“ erklärt. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll bei der Sitzung im Rathaus verabschiedet werden. Einen ähnlichen Beschluss hatte bereits die Vertretung der Gemeinde Plattenburg gefasst.

CDU: „Interessen unserer Tierhalter besser schützen“

Auch den Kreistag hatte die Thematik am 20. September erreicht: „Wölfe in der Prignitz – Interessen unserer Tierhalter besser schützen“ war ein Antrag der CDU-Fraktion betitelt, der zur Behandlung in die Ausschüsse verwiesen wurde. Der CDU geht es dabei insbesondere darum, die Landesregierung aufzufordern, „die Bevölkerung im Landkreis Prignitz und Weidetiere intensiver und praxistauglicher vor Wölfen zu schützen, da überwiegende öffentliche Interessen der Wiederkehr und zunehmenden Ausbreitung entgegenstehen.

Dazu zählen insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus, sowie die ausgeprägte Natur- und artgerechte Weidetierhaltung im Landkreis Prignitz.“ Das Land solle sich für eine Lockerung des strengen Schutzes des Wolfs auf europäischer Ebene einsetzen, ihn ins Jagdrecht aufnehmen und Schutzjagden nach schwedischem Vorbild einführen. Die Christdemokraten folgen dabei der Linie ihrer Landespartei, die aber im Landtag mit einem entsprechenden Vorstoß gescheitert ist.

Grüne: „Kein vernünftiger Grund für Bejagung“

Noch während der Kreistagssitzung überreichte die Grüne Bärbel Treutler Hubert Mackel von der CDU-Fraktion eine Stellungnahme zum CDU-Antrag. In dieser kommen die Grünen zu dem Schluss , dass der Antrag abzulehnen sei, weil sowohl die Weidetierhalter als auch die Bevölkerung insgesamt Regelungen bräuchten, die hilfreicher und rechtskonformer seien. Zudem sind die Grünen der Meinung, das es keinen vernünftigen Grund gebe, die Zahl der Wölfe durch Bejagung zu regulieren. Wohl aber könne es erforderlich sein, Problemwölfe zu vergrämen und notfalls zu schießen.

Zur Forderung der CDU, dass die Kosten für die Umsetzung der erfolgreichen technischen und nichttechnischen Herdenschutzmaßnahmen vollständig und damit zu 100 Prozent vom Land Brandenburg übernommen werden, schreiben die Grünen, dass Kosten für technische Schutzmaßnahmen und Herdenschutzhunde bereits jetzt vom Land getragen werden. Hier müsse jedoch die von der EU geforderte Begrenzung auf 15 000 Euro Förderung innerhalb von drei Steuerjahren aufgehoben werden.

Beide Papiere dürften noch ausgiebig und kontrovers in den Ausschüssen diskutiert werden.

Von Bernd Atzenroth

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