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Perleberg Zu viele Arbeitsplätze in der Kreisverwaltung
Lokales Prignitz Perleberg Zu viele Arbeitsplätze in der Kreisverwaltung
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00:21 15.02.2019
Der Stellenplan der Prignitzer Kreisverwaltung geht nicht ganz auf. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

 „Das Ziel von 475 Vollzeiteinheiten werden wir nicht ganz erreichen“, informiert Jean Haker-Böwe vom Sachbereich Controlling/Personal der Prignitzer Kreisverwaltung im Finanzausschuss am Montagabend. Vor acht Jahren erarbeitete die Verwaltung einen sogenannten Stellenplan der zukunftsweisend vorschreibt, wie viele Stellen bis Ende kommenden Jahres optimiert, zusammengelegt oder sogar gestrichen werden sollen.

Es sind weniger geworden. „2011 hatten wir noch 528 Vollzeiteinheiten“, so Haker-Böwe. Doch verschiedene nicht vorhersehbare Faktoren haben dazu beigetragen, dass der Stellenplan nicht ganz aufgeht. Es gab Strukturveränderungen, Sachbereiche, die zusammengelegt wurden, Mitarbeiter, die in den Ruhestand gingen, und einige Eigenbetriebe wurden aufgelöst: Es konnten Stellen abgebaut werden. Dem gegenüber stehen jedoch eine Vielzahl an Erneuerungen, Zuweisungen und Ergänzungen, die das Ziel einzuhalten unmöglich machen.

Jährliche Tariferhöhung bliebt gleich

Einen großen Anteil daran haben laut Haker-Böwe die Ausländer-, Asyl und Flüchtlingsangelegenheiten, aber auch der Datenschutz, die IT-Sicherheit, Sozialarbeit und viele weitere Projekte, wofür die Verwaltung neue Stellen in den zurückliegenden Jahren einrichtete. „Einen großen Teil der Aufgaben haben wir vom Land übertragen bekommen. Sie werden auch refinanziert“, sagt Jean Haker Böwe. Das helfe aber nicht bei dem Stellenplan weiter. Lediglich die jährlichen Tariferhöhungen bleiben unvermindert bei 2,4 Prozent.

Im aktuellen Haushaltsplan, worüber die Mitglieder des Finanzausschusses am Montagabend berieten, gibt es auch Änderungen im Stellenplan. Fünf Bereiche sind neu hinzugekommen: Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Social Media, Allgemeiner Sozialer Dienst im Jugendamt, für die Musikschule soll eine Honorarkraft eingestellt werden sowie im Bereich Grundsicherung gibt es Änderungen im Stellenplan im Zusammenhang mit dem Bundesteilhabegesetz.

493 Vollzeiteinheiten Ende kommendes Jahr

Hinzu kommt, dass im Jobcenter Prignitz eine tarifliche Stelle in eine Beamtenstelle seitens der Kreisverwaltung umgewandelt wurde. Aufgrund der gesunkenen Fallzahlen ist jedoch eine Stelle im Bereich Leistungsgewährung gestrichen worden.

„Unterm Strich kommen wir hochgerechnet auf 493 Vollzeiteinheiten Ende kommendes Jahr“, berichtet Jean Haker-Böwe – 18 mehr als noch vor acht Jahren veranschlagt. Trotzdem sei laut Haker-Böwe schon einiges geschafft und ohne den Mehraufwand und der Aufgabenumverteilung hätte das Ergebnis anders aussehen können.

Von Marcus J. Pfeiffer

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