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Perleberg Zweite Chance für Radwegebau in Plattenburg
Lokales Prignitz Perleberg Zweite Chance für Radwegebau in Plattenburg
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00:22 16.02.2019
Die Prignitz und Rad fahren – das gehört zusammen. Quelle: ADFC/Karsten Klama
Plattenburg

Das Signal im Dezember vergangenen Jahres war eindeutig: Sämtliche Gemeindevertreter aus Plattenburg verweigerten der Beschlussvorlage zur Sanierung eines überregional bedeutsamen Radweges ihre Zustimmung. Der Verwaltung waren die Hände gebunden, der Tourismusverband Prignitz zeigte sich enttäuscht.

Entscheidung nach der Kommunalwahl

Nun wurde die bereits zugeschlagene Tür aber wieder einen Spalt geöffnet. Der Ausschuss für Bau und Planung beschäftigte sich auf der Sitzung am Dienstag noch einmal mit dem Thema, ohne jedoch eine Empfehlung abzugeben. Die Entscheidung wurde vertagt auf die Zeit nach der Kommunalwahl, die am 26. Mai stattfindet. In neuer Besetzung sollen sich dann die Gremien mit dem Anliegen befassen.

Konkret geht es um den Abschnitt der Bischofstour zwischen dem Forsthaus Plattenburg und Kletzke, der noch nicht ausgebaut ist. Die Maßnahme ist vom Tourismusverband Prignitz empfohlen worden und reiht sich ein in verschiedene Projekte zur Radwegsanierung, die allesamt innerhalb der Kreisarbeitsgemeinschaft zwischen Bürgermeistern und Amtsdirektoren abgestimmt wurden. Der Landkreis übernimmt die Beantragung von Fördermitteln, die in Höhe von 90 Prozent der Kosten durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gedeckt werden.

Tourismus braucht ausgebaute Radwege

Nach dem ablehnenden Beschluss der Gemeindevertreter suchten alle Beteiligten das Gespräch. Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes, unterstrich die Bedeutung der Fernradwanderwege und die Notwendigkeit der Modernisierung, vor allem im Hinblick auf künftige Nutzer, die mit immer leistungsfähigen Rädern unterwegs sind. „Dafür haben wir Überzeugungsarbeit geleistet“, erklärte Laskewitz.

Zur Vorbereitung der Ausschusssitzung ist Heike Zellmer, in der Verwaltung zuständig für Tourismus und Wirtschaftsförderung, den Abschnitt abgefahren und hat den Ausschussmitgliedern anhand von aktuellen Fotos die Maßnahme noch einmal verdeutlicht.

Drei Jahre Zeit für die Sanierung

Ausschussvorsitzender Andreas Wilde schlug ergänzend einen Vor-Ort-Termin vor, um sich ein Bild vom Zustand des Weges zu machen. Er sprach von einer „weitreichenden Entscheidung“ hinsichtlich der finanziellen Belastung, die trotz Förderung auf die Gemeinde zukäme. Der Eigenanteil soll sich insgesamt auf rund 244 000 Euro belaufen. „Das ist für den Haushalt ein ganz schöner Brocken“, sagte Wilde.

Allerdings muss keiner unter Zeitdruck handeln, da das Förderprogramm bis 2023 läuft. „Wir können den Antrag im Jahr 2020 stellen und haben dann drei Jahre Zeit zum bauen“, erklärte Verwaltungsmitarbeiterin Heike Zellmer. Vorausgesetzt, die künftigen Gemeindevertreter schlagen die gerade geöffnete Tür nicht wieder zu.

Von Stephanie Fedders

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