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Perleberger Gymnasium erhält Absage

Bildungsministerium: Keine dritte siebte Klasse Perleberger Gymnasium erhält Absage

Die Perleberger hatten gehofft, eine weitere siebte Klasse am Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium eröffnen zu können. Doch jetzt gab es die Absage aus Potsdam. Bürgermeisterin Annett Jura erhielt bei ihrem Besuch im Bildungsministerium die Nachricht, dass die Zahl von 65 Anmeldungen nicht ausreicht.

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Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura.

Quelle: Andreas König

Perleberg. Da halfen weder Bitten noch Argumente. Das Perleberger Gymnasium darf keine dritte 7. Klasse eröffnen. Diese Hiobsbotschaft aus dem Brandenburger Bildungsministerium erhielt die Perleberger Bürgermeisterin Annett Jura nun schriftlich, nachdem ihr bei einem Besuch im Ministerium bereits Ähnliches dargelegt worden war. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte das Stadtoberhaupt. „Erst hat man uns gesagt, wir sollen mehr Werbung für das Gymnasium machen, dann könnte eine dreizügige Klassenstufe 7 gebildet werden. Dann haben wir alles versucht und sind auf 65 Anmeldungen gekommen. Und nun heißt es, das genügt nicht.“ Auch der Verweis auf das Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums in Pritzwalk, das mit exakt derselben Zahl von Anmeldungen drei 7. Klassen aufmachen darf, hätte nicht verfangen.

Alle Initiativen, die von der Gesamtelternkonferenz des Gottfried-Arnold-Gymnasiums ergriffen worden sind, hätten zwar zu einer höheren Zahl von Anmeldungen geführt. „Doch genutzt hat es nichts. Das Gymnasium könnte nach der entsprechenden Verwaltungsvorschrift durchaus drei 7. Klassen eröffnen. Nur die Zahl der Lehrerstellen und -stunden reicht dafür nicht“, sagte die Bürgermeisterin. Den Erfolg der Werbung fürs „GAG“, wie das Gottfried-Arnold-Gymnasium in Perleberg oft genannt wird, hätten aus Sicht des Ministeriums lediglich zu einer „Überanwahl“ seitens der Eltern geführt.

„Die einzige, wenn auch sehr zweifelhafte Chance wäre gewesen, dass die Schulkonferenz sich auf Klassen mit 30 Schülern geeinigt hätte. Dann hätte das Staatliche Schulamt zusätzliche Stunden bewilligen müssen“, sagt Annett Jura. Zwar hätte selbst das nicht zwangsläufig zur Bildung dreier 7. Klassen führen müssen, aber die Ausstattung der Schule mit Stunden wäre besser gewesen. „Doch die Schulkonferenz hatte triftige Gründe für ihre Entscheidung, nicht mehr als 28 Schüler pro Klasse zuzulassen“, erklärte die Bürgermeisterin. „So hätte die Platzkapazität in den Unterrichtsräumen gar nicht gereicht.“

Auch das Argument, die Stadt benötige Platz für die Kinder aus Migrantenfamilien, habe die Verantwortlichen im Ministerium nicht überzeugt. „Sollten in Einzelfällen die Voraussetzungen für den Besuch eines Gymnasiums gegeben sein, könnten diese Schüler an den Gymnasien in Wittenberge und Pritzwalk versorgt werden“, heißt es im Antwortschreiben aus dem Ministerium. Für rechnerisch neun Schüler wird dieser Ratschlag zur Realität, denn sie können am Gymnasium Perleberg nicht aufgenommen werden. Den Ablehnungsbescheid muss ihnen Schulleiter Veit Goralczyk-Pehl zusenden.

„Die einzige Möglichkeit, die ich jetzt noch sehe, ist die, dass sich die betroffenen Eltern zur Wehr setzen“, sagt Annett Jura. Das Ministerium kann zwar „keine Qualitätsschwächung am Standort Perleberg“ erkennen, aber das sieht die Bürgermeisterin anders. „Französischunterricht zum Beispiel, soll wohl wegfallen.

Von Andreas König

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