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Perleberger Klinik öffnet Türen

Midsommarfest im Kreiskrankenhaus Perleberger Klinik öffnet Türen

Mit einem Midsommarfest ist am Freitag die neue Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Perleberg übergeben worden. Die Türen standen für alle offen, die sich einen Überblick über die modernen medizinischen Möglichkeiten verschaffen wollten. Vor allem junge schwangere Frauen nutzten das Angebot.

Perleberg. Der Perleberger Spielmannszug spielte den Gästen vor dem Perleberger Krankenhaus am Freitag ein Ständchen und läutete das schwedische Midsommarfest des Kreiskrankenhauses und die feierliche Eröffnung des Neubaus für die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe ein. Krankenhaus-Geschäftsführer Karsten Krüger hieß alle Anwesenden willkommen. Zum Grund des Anbaus sagte er: „Wir werden unser Leistungsspektrum schrittweise erweitern. Mütter sollen hier in Sicherheit und wohl behütet ihre Kinder zur Welt bringen können.”

Der Neubau entstand gleich neben der Klinik für Kinderheilkunde. „Das wird ein sehr interessanter Tag”, prognostizierte Landrat Torsten Uhe. Die Investition von 1,3 Millionen Euro in den Anbau bezeichnete er als eine Investition in die Zukunft. Aus dem Fernsehen kenne man, dass andernorts abgebaut werde. „Diese Investition ist ein gutes Zeichen, dass wir eine gute Klinik haben”, sagte er. Davon konnten sich die vielen Besucher des Festes an diesem Tag selbst ein Bild machen. Der Spielmannszug, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiert, führte die Gäste in einem Zug um das Haus bis auf die Wiese dahinter. Nach schwedischem Vorbild war alles geschmückt. Die Märchenerzählerin Knubbelkrud flocht mit den Kindern Blumenkränze. „In Schweden werden die Kränze aus sieben verschiedenen Blüten von sieben verschiedenen Wiesen geflochten”, erklärte sie den kleinen Gästen. Mit Tüll und grünem Garn wurden die Kreationen zusammengehalten und verschönert. „In diese Kränze kann man seine Sorgen mit einflechten. Wirft man den Kranz dann ins Feuer, wird man seine Sorgen los. Man muss dabei aber ganz still sein und darf nichts sagen”, erzählte sie den staunenden Kindern.

Die Hebamme Marlies Mollenhauser (l) erklärte den Besuchern alle Möglichkeiten die der Kreißsaal bietet

Die Hebamme Marlies Mollenhauser (l.) erklärte den Besuchern alle Möglichkeiten die der Kreißsaal bietet.

Quelle: Jens Wegner

Viele Besucher halfen mit, den Midsommar-Baum zu schmücken, der dann später von Krankenhausmitarbeitern aufgestellt wurde. Auf der Wiese waren Decken ausgelegt, auf denen es sich viele gemütlich machten. Die Kinder konnten sich schminken lassen und mit Kreide malen. Mitarbeiter des Krankenhauses hatten einen Kindersachenflohmarkt organisiert. „Das Interesse war groß. Es haben viele geguckt und manche haben auch ein paar Teile mitgenommen”, sagte Doreen Grandtke hinter ihrem Stand.

Die Möglichkeit, sich den Neubau für Gynäkologie und Geburtshilfe anzuschauen, nutzten vor allem schwangere Frauen mit Familien. Marlies Mollenhauer arbeitet als Hebamme im Perleberger Krankenhaus. Sie führte durch den Kreißsaal und erklärte Funktionen und Möglichkeiten von Aufnahmezimmer, Überwachungsraum und Kreißsälen. Im Becken für Wassergeburten nahm Mandy Ebers aus Wittenberge Platz und probierte die Lage aus. „Das alles macht auf mich einen guten Eindruck”, urteilte die Schwangere, die ihr drittes Kind erwartet. Eine Wassergeburt schloss sie aber erstmal aus. Wo sie ihr Kind zur Welt bringen möchte, da ist sie sich noch nicht sicher. Bedenken habe sie, dass die drei Hebammen im Perleberger Krankenhaus zu wenig sein könnten. Mandy Gutsche aus Perleberg gefällt der Neubau sehr gut. Ihr erstes Kind, das gerade in ihrem Bauch wächst, will sie sowieso in Perleberg zur Welt bringen, nutzte aber die Gelegenheit, sich noch mal umzusehen. Besonders aufgefallen ist das Angebot der Neugeborenenfotografie. „Da bekommt man sogar ein Bild umsonst. Das finde ich klasse”, sagte sie. Die neue Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hat sieben Zimmer mit je zwei Betten. Die Zimmer können unkompliziert umgebaut werden, so dass ein Familienzimmer daraus wird. Die Einrichtung ist den Bedürfnissen der Patienten angepasst und besitzt einen häuslichen Charakter. Es gibt einen separaten Frühstücksraum und andere Möglichkeiten, sich zurückzuziehen. „Wir haben mit dem Neubau ein Zeichen gesetzt. Man kann nicht immer nur wegstreichen. Ich möchte Patienten von der Geburt an bis ins hohe Alter versorgt wissen”, sagte Karsten Krüger.

Von Jens Wegner

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