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Prignitz Perlebergs Stadtforst ist spitze
Lokales Prignitz Perlebergs Stadtforst ist spitze
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13:37 27.02.2016
Wald hat auch einen hohen Freizeitwert- auch für Schüler. Zur Waldolympiade zieht es alljährlich Hunderte Mädchen und Jungen in den Stadtforst. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Der Stadtforst in Perleberg kann sich in vielerlei Hinsicht sehen lassen. Jetzt darf er sich sogar als Landessieger betrachten. Wie Stadtförster Stefan Koepp berichtet, beteiligte sich der städtische Forstbetrieb an einem landesweiten Vergleich, dessen Auswertung seit kurzem vorliegt. Unter den kommunalen Waldeigentümern kann sich Perleberg nun rühmen am wirtschaftlichsten und mit dem größten Reinertrag gearbeitet zu haben.

Die Ergebnisse des Testbetriebsnetzes Forstwirtschaft, das auf einer Initiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft beruht, stellte Stefan Koepp unlängst auch in der Perleberger Stadtverordnetenversammlung vor. An der freiwilligen Erhebung von Daten für das Jahr 2014 nahmen auch Städte wie Lenzen, Neuruppin, Rathenow und Nauen teil. All diesen Städten ist gemeinsam, dass ihre Waldflächen über 200 Hektar groß sind. Interessant ist, das der Perleberger Stadtforst über einen ausgesprochen hohen Holzvorrat verfügt. Der Landesdurchschnitt liegt bei 238 Festmeter je Hektar. Der Holzvorrat in Perleberg liegt mit 265 Festmeter je Hektar weit darüber. Stefan Koepp erklärt dies mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Der Stadtwald ist eine wichtige Einnahmequelle. In den vergangenen Jahren brachte der Holzeinschlag jährlich über 200 000 Euro ein. Der Forstexperte achtet jedoch darauf, dass vom jährlichen Zuwachs nicht alles verbraucht wird. Pro Jahr produziert der Betrieb gut acht Vorratsfestmeter je Hektar. Der Hiebsatz liegt deutlich darunter. „Nur 80 Prozent des Zuwachses werden genutzt“, erklärt Stefan Koepp.

Die Studie bescheinigt dem Stadtforst beim sogenannten Reinertrag II den absoluten Spitzenwert im Land. Er liegt bei 194 Euro je Hektar, der Landesdurchschnitt bei 105. Gründe für dieses hervorragende Abschneiden sieht Stefan Koepp darin, dass Perleberg große zusammenhänge Auftragsblöcke ausschreiben kann. Genau zwischen den Hauptabnehmern – Kronotex in Heiligengrabe und dem Zellstoffwerk bei Stendal – kann der Stadtforst gute Preise erzielen. Aber die Marktpreise sinken von 47,50 Euro je Festmeter 2014 auf 40,50 Euro im Vorjahr. Das Russland-Embargo und die nachlassende Wirtschaft in China wirken sich aus. Zudem zieht es die Holzindustrie nach Osten und Norden. Die Finnen bauen gerade ein riesiges Zellstoffwerk.

Aber der Wald stellt einen weitaus größeren Wert dar als den seiner Festmeter, erklärt der Forstexperte. Er ist ein äußerst wertvolles Ökosystem mit vielen wichtigen Funktionen. Und er hat auch für die Erholung der Menschen unschätzbaren Wert.

Von Michael Beeskow

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