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Prignitz ICE-Unglück: Identität des Toten noch ungeklärt
Lokales Prignitz ICE-Unglück: Identität des Toten noch ungeklärt
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15:08 11.01.2019
Die Feuerwehren leuchteten die Einsatzstelle aus, um eine reibungslose Evakuierung zu ermöglichen. Quelle: Feuerwehr Perleberg
Karstädt

Rund 370 Bahnreisende haben am Donnerstagnachmittag mehrere Stunden im ICE 801 zwischen Hamburg und Berlin festgesessen. Wie der Lagedienst der Polizei und die Deutsche Bahn am frühen Abend berichteten, war es auf freier Strecke gegen 16.50 Uhr bei Karstädt zu einem schweren Personenunfall gekommen.

Mehrere Feuerwehren eilten zum Einsatzort – Perleberg, Dergenthin und Karstädt. Später wurden noch die Wehren aus Quitzow sowie Premslin/Glövzin durch den Einsatzleiter nachalarmiert. Es war bereits der zweite große Einsatz für die Feuerwehren am Donnerstag. In den Vormittagsstunden kam es zu einem verheerenden Küchenbrand in der Karstädter Pestalozzistraße.

Zusammenstoß mit hoher Geschwindigkeit

Die Einsatzkräfte teilten sich bei dem Zugunfall zunächst auf: Einige Feuerwehrleute suchten nach der verunfallten Person, die anderen nahmen Kontakt zum Zugführer auf. In den ersten Minuten war es für die erfahrenen Einsatzkräfte eine völlig unübersichtliche Lage, denn der Umfang der Einsatzstelle betrug etwa zwei Kilometer länge.

Fast vier Stunden saßen die etwa 370 Fahrgäste in der Bahn auf freier Strecke fest. Quelle: Feuerwehr Perleberg

Der Unfall muss nach Polizeiangaben in Höhe der Bahnbrücke der Bundesstraße 5 passiert sein. Erst in Höhe der Ortschaft Glövzin, rund 1,5 Kilometer entfernt, kam der Zug mit den zahlreichen Fahrgästen zum Stehen. Der Zusammenstoß mit der Person ereigneten sich bei einer überaus hohen, aber nicht unüblichen Geschwindigkeit des ICE.

Die Strecke war stockfinster, weshalb die Feuerwehrleute sofort den betroffenen Abschnitt ausleuchteten. Dabei kamen mehrere Lichtmasten und Fahrzeuge zum Einsatz. Aus diesem Grund wurden auch die Kräfte aus Quitzow sowie Premslin/Glövzin nachalarmiert, um bei der Beleuchtung zu unterstützen.

Nach vier Stunden ging es weiter

Während der Arbeit der Polizei, bei der auch die Feuerwehrleute halfen, wurde der Streckenabschnitt für den Zugverkehr komplett gesperrt und der Fernverkehr auf der vielbefahrenen Strecke umgeleitet. Diese Züge verspäteten sich nach Angaben der Bahn um etwa 30 bis 40 Minuten. Der Regionalverkehr wurde auf Busse verlagert.

Nach Freigabe der Polizei konnte ein Ersatzzug parallel zum verunfallten ICE halten. Über spezielle Brücken wurden die Fahrgäste von Feuerwehr und Bahnpersonal aus der Bahn in den Ersatzzug evakuiert. Schwere Koffer, aber auch Kinderwagen galt es für alle Mithelfenden sicher in den Ersatzzug zu transportieren. Das dauerte seine Zeit: Erst nach knapp vier Stunden konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Noch am Abend fuhren wieder die ersten Fernzüge zwischen Berlin und Hamburg über Wittenberge.

Person noch nicht identifiziert

Die Ermittlungen der Polizei laufen unterdessen weiter. Noch seien die Hintergründe und genauen Umstände völlig unklar. „Die Identität der Person ist noch nicht geklärt. Das wird auch nur noch mit einem DNA-Test möglich sein und der kann mehrere Tage in Anspruch nehmen“, informiert Polizeisprecherin Dörte Röhrs auf Nachfrage. Ob es sich um einen Suizid oder Unfall handelte, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Von RND/dpa

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