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Prignitz Pfarrer Feldmann wechselt nach Kyritz
Lokales Prignitz Pfarrer Feldmann wechselt nach Kyritz
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00:17 29.09.2016
Daniel Feldmann verlässt Bad Wilsnack. Quelle: Andreas König
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Bad Wilsnack

Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören – diese Redewendung passt ganz gut zu Pfarrer Daniel Feldmanns Gemütsverfassung. Der 38-jährige Geistliche, derzeit amtierender Superintendent des Kirchenkreises Prignitz und eigentlich Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Sankt Nikolai in Bad Wilsnack, verlässt die Kurstadt in Richtung Kyritz. „In meine Entscheidung sind mehrere Faktoren eingeflossen“, sagt Daniel Feldmann. „Zum einen bin ich noch immer amtierender Superintendent und kann als solcher nur bedingt in der Gemeinde wirken, zum anderen ist Pfarrerin Anna Trapp wirklich ganz hervorragend in Bad Wilsnack angekommen. Für die Gemeinde hier gibt es aber nur eine Pfarrstelle. Zum anderen ist in Kyritz gerade eine Stelle frei, so dass es wirklich ganz gut passt, wenn ich dorthin gehe.“

Auch im Leben seiner Familie zeichnet sich eine Veränderung ab. „Meine Frau und ich, wir erwarten ein Baby und das ist doch ein schöner Anlass, noch einmal neu anzufangen.“

Schließlich hat Daniel Feldmann einen familiären Bezug zu Kyritz. „Mein Großvater war dort Pfarrer, ich habe als Kind oft Zeit dort verbracht“, berichtet der Geistliche. Die Gemeinde in der Stadt kenne er allerdings so gut wie gar nicht, räumt er ein. „Aber es gibt doch viele Anknüpfungspunkte.“

In Bad Wilsnack hinterlässt er ein gut bestelltes Feld. „Es herrscht ein positiver Geist in der Stadt, die Gemeinde hat Zuwachs, und auch die Stadt selbst erlebt Zuzug von Menschen. In diesem Jahr gab es so viele Taufen wie noch nie – ganze 20, und auch das ist für Daniel Feldmann ein Beweis dafür, dass die Gemeinde höchst lebendig ist und nicht nur vom Ruhm vergangener Zeiten zehrt. „Dass die Wunderblutkirche in diesem Jahr Denkmal nationaler Bedeutung geworden ist, verleiht dem Ganzen noch einen zusätzlichen Schub“, freut sich er Pfarrer.

Im Übrigen gehört ja nun auch Kyritz zum Kirchenkreis Prignitz, eine Entscheidung, welche die Arbeit in dem neuen, größeren Gremium gewiss nicht einfacher macht. Über 200 Kirchen gehören zum Kirchenkreis, er besteht aus 29 Pfarrsprengeln. Während die Prignitz als Kirchenkreis mit rund 20 000 Christen die Vorgaben der Landeskirche erfüllte, hätte Kyritz mit knapp 10 000 Gemeindegliedern allein nicht mehr fortbestehen können. „Es gab Bestrebungen, nach Wittstock-Neuruppin zu gehen, aber das hat nicht richtig funktioniert“, sagt Daniel Feldmann.

Was er seiner Nachfolgerin in Bad Wilsnack wünscht, ist schnell gesagt: „Dass es Anna Trapp gelingt, weiter ein so lebendiges Gemeindeleben zu fördern, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Spannend wird es, das Begegnungszentrum an der Wunderblutkirche so zu führen, dass ungefähr vier Personen davon leben können. Denn nur ehrenamtlich oder mit Arbeitsmaßnahmen wird es auf die Dauer schwierig.“

Die Superintendenten-Stelle hat der Kirchenkreis ausgeschrieben. Daniel Feldmanns Nachfolgerin wird die Berliner Theologin Eva-Maria Menard. Sie besuchte gestern Daniel Feldmann an dessen Wirkungsstätte. „Bis der Wechsel vollzogen ist, dürften noch ein paar Monate vergehen – vermutlich in den ersten Monaten des nächsten Jahres“, schätzt Feldmann ein.

Von Andreas König

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