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Pfarrer Johannes Kölbel in Meyenburg ernannt

Einführungsgottesdienst in voller Kirche Pfarrer Johannes Kölbel in Meyenburg ernannt

Feierlich-festliche Stimmung herrschte bei der Ernennung des Meyenburger Pfarrers Johannes Kölbel, zu der sich am Sonntag Kirchengemeindemitglieder aus dem gesamten Pfarrsprengel eingefunden hatten. Das Besondere an dem Gottesdienst: Texte und die Predigt wurden in drei Sprachen verlesen: Deutsch, Englisch und Arabisch.

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Die Predigt von Pfarrer Kölbel (am Pult) verlasen Andrea Reimitz in Englisch und Achmed in Arabisch.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Für die einen mag es befremdlich gewesen sein, für die anderen eine Bereicherung: Im gestrigen Gottesdienst zur Amtseinführung von Pfarrer Johannes Kölbel im Sprengel Meyenburg wurden Passagen aus der Predigt und anderen Texten in drei Sprachen vorgetragen: Deutsch, Englisch und Arabisch. Lange vor dem Beginn des Gottesdienstes hatten sich etliche Gemeindemitglieder in der evangelischen Kirche in Meyenburg eingefunden. Schon bevor die Amtseinführung begann, war eine feierliche Stimmung zu spüren – und Johannes Kölbel strahlte. Die Kirche war fast voll.

Predigt in drei Sprachen vorgetragen

„Wir sind nicht allein“ war der Leitsatz, mit dem Kölbel nach der Einführung durch seine Predigt führte: „Wir sind nicht allein auf der Suche nach einem sicheren Platz im Leben.“ Jesus sei da, wenn einer krank wird, wenn die Gläubigen das Leben solidarisch teilen und helfen, wo sie die Not des anderen sehen. „Jesus hat viele Geschwister – weltweit über alle Länder-, Kultur- und Religionsgrenzen hinweg.“ Die Predigt, die Andrea Reimitz in Englisch und Achmed aus Syrien auf Arabisch vortrugen, ließ sich durchaus so verstehen, dass die Menschen – auch die im Sprengel Meyenburg – sich öffnen sollen für die Dinge, die um sie herum geschehen: „Deinen Nächsten lieben“, das könne der Partner oder die Verwandte sein, das kann aber auch der Geflüchtete sein. „Nur Mut und nicht zuviel Angst“, so Pfarrer Kölbel, der zu dem Gottesdienst auch viele der Flüchtlinge eingeladen hatte. Begleitet wurde er vom Oberkrämer Bläserchor und dem Saxofonisten Nico Lohmann.

Vielseitiges Engagement

Johannes Kölbel wurde als Pfarrerssohn in Leipzig geboren, studierte Maschinenbau in Magdeburg und machte 1982 den Abschluss als Diplom-Ingenieur. 1983 begann er ein Theologie-Studium in Naumburg und Ost-Berlin.

Gemeindepfarrer war Kölbel ab 1991 in Schwante. 2008 trat er je eine halbe Stelle als Krankenhausseelsorger in Berlin und den Sana Kliniken Sommerfeld (bei Kremmen) an. Nebenbei arbeitete der Pfarrer in der Arbeitsgruppe „Flucht und Migration” im Evangelischen Kirchenkreis Oberes Havelland mit, war ehrenamtlich Gefängnisseelsorger im Jugendgefängnis und Mitglied im Notfallseelsorgeteam des Landkreises Oberhavel.

Im August 2014 übernahm der 57-jährige Pfarrer die Vakanzvertretung für den Pfarrsprengel Meyenburg-Freyenstein. Im November 2015 hatte er sich entschieden, die Pfarrstelle fest zu übernehmen, nachdem die Kirchengemeinden ihn mehrheitlich gewählt hatten. Die Kreissynode wählte ihn außerdem zum Beauftragten für Flucht, Migration und Integration im Kirchenkreis Prignitz, nunmehr zusammen mit dem Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen

Der amtierende Superintendent Daniel Feldmann aus Bad Wilsnack führte durch den Gottesdienst, bevor Pfarrer Kölbel offiziell in sein Amt eingeführt wurde. Dessen Freund, Pfarrer Stephan Philipp aus Berlin, verlas die Ernennungsurkunde der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg- Schlesische Oberlausitz. Pfarrer Christian Gogoll gab ihm mit auf den Weg, dass er nicht zermürbt werden möge zwischen seiner Familie und der Gemeindearbeit. Auch der Gemeindekirchenrat, vertreten von Antje Khan, wünschte dem Pfarrer alles Gute.

Den Grundstock hat Pfarrer Kölbel bereits gelegt: Er war nach gut einem Jahr Vertretungsdienst im Pfarrsprengel einstimmig von den Mitgliedern des Kirchenrates gewählt worden. Es war ihm wichtig gewesen, dass die Gemeinde ihm ihr Vertrauen schenkt.

Von Beate Vogel

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