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Prignitz Pflegepatienten stehen noch Leistungen für 2017 zu
Lokales Prignitz Pflegepatienten stehen noch Leistungen für 2017 zu
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00:30 15.03.2018
Cindy Rösemeier und Marko Fischer vom DRK-Pflegedienst in Meyenburg leisten viel Aufklärungsarbeit in Sachen Pflegeleistungen. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Mit der Umstellung der drei Pflegestufen auf die fünf Pflegegrade zum Januar 2017 gibt es über die Pflegeversicherung mehr Leistungen. Allerdings haben viele Patienten diese gar nicht abgeschöpft. Marko Fischer, Leiter des DRK-Pflegedienstes „Am Schlosspark“ in Meyenburg, leistet mit seiner Stellvertreterin Cindy Rösemeier viel Aufklärungsarbeit. „Bis zum 30. Juni können wir diese Leistungsansprüche für 2017 rückwirkend umsetzen.“

So genannte Entlastungsleistungen für pflegende Angehörige können zum Beispiel über die ambulante Betreuung abgegolten werden, erklärt Fischer. „Für pflegende Angehörige kommen diese in Frage, wenn sie mal einen Termin wahrnehmen müssen oder einfach Zeit für sich selbst brauchen“, so der Pflegedienstleiter.

Mehr Zeit mit den Klienten

Umgesetzt werden könne die Betreuung über einen ambulanten Pflegedienst wie den des DRK in Meyenburg oder auch über dort beschäftigte Ehrenamtliche. Letztere kümmern sich um den Klienten in dessen Zuhause oder geht mit ihm spazieren. Dank der alten Leistungsansprüche könnte er nun – zumindest vorübergehend – mehr Zeit mit dem Betroffenen in Anspruch nehmen.

Beim DRK bemüht man sich, das als „Bezugspflege“ anzubieten. Dabei kümmert sich ein Ehrenamtler immer um den gleichen Klienten, so Fischer. Manche der gut 30 Helfer, die beim DRK in Meyenburg etwa Demenzpatienten betreuen, kümmern sich seit zehn Jahren um denselben Menschen.

Es fehlt an Aufklärung

Um Entlastungsleistungen abzurechnen, muss ein Träger die Zulassung als Pflegedienst haben. Das gelte laut Fischer auch für die Abrechnung ehrenamtlich erbrachter Leistungen. „Wir können auch die Beschäftigung oder die Treffs im Bürgerhaus anbieten.“ Das sei dann eben statt einmal fünfmal die Woche möglich.

Der Grund für die angestauten Budgets bei den Patienten sei laut Fischer zum einen fehlende Aufklärung bei den Betroffenen. Zum anderen habe der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) 2017 nach und nach die alten Pflegestufen in Pflegegrade umgewandelt und dies mit einem Schreiben besiegelt. Das Datum auf dem Brief ist ausschlaggebend für den Beginn des Anspruchs.

Angst oder Scham

„Manche warten aber, bevor sie sich an einen Pflegedienst wenden“, weiß der DRK-Mitarbeiter. Andere kämen aus Scham nicht oder haben Angst vor Neuem. „Wir haben alte Menschen, bei denen beißen wir auf Granit – die kommen einfach nicht.“ Sie leben seit vielen Jahren ganz für sich allein. Wenn sie aber überredet sind, fügen sie sich oft gut in eine Gruppe ein und sagen dann: Wäre ich bloß schon eher gekommen. „Wir merken schnell, dass es ihnen guttut“, sagt Fischer. Sie lachen mehr, sind geselliger, haben wieder Freude am Alltag.

Eine ähnliche Zurückhaltung hat Cindy Rösemeier bei Pflegesachleistungen beobachtet: „Die Leute lassen die Pflegedienstmitarbeiter nicht gern in ihr altes Bad mit der viel zu hohen Wanne, weil es vielleicht aus den 80ern ist.“ Dabei stehen ihnen auch hier bis zu 4000 Euro für einen barrierefreien Umbau zu.

Ab 2019 auf dem aktuellen Stand

Viele Patienten und ihre Angehörigen wissen gar nicht, dass sie ihr Budget aus der Pflegeversicherung auch rückwirkend abfordern können. Nicht abgerechnete Leistungen aus 2015 und 2016 dürfen sogar noch bis Ende 2018 vorgelegt werden. Ab 2019 sollen die Ansprüche auf dem aktuellen Stand sein, sagt Fischer.

Um das Geld nicht verfallen zu lassen – bei manchen haben sich inzwischen mehrere 1000 Euro aufgestaut – sollten diese unbedingt Kontakt mit einem Pflegedienst ihrer Wahl aufnehmen, rät er.

Von Beate Vogel

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