Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Pilgern liegt in der Prignitz auf der Hand
Lokales Prignitz Pilgern liegt in der Prignitz auf der Hand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 11.06.2015
Anzeige
Lindenberg

Pilgern steht für die Suche nach einem Weg im Leben. Und Umwege gehören dabei zum Pilgeralltag. Auch neue Wege entwickeln dabei einen Anreiz. Wer dann noch unverhofft auf ein unbekanntes Pilgerquartier stößt, kann sich glücklich schätzen. Auch wenn die Prignitz mittlerweile zu den Pilgergebieten in Brandenburg zählt, beschreiten nun mehrere Akteure buchstäblich neue Wege. Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) befindet sich zwar noch im Pilger-Niemandsland. Südlich von Lindenberg erstreckt sich mit dem Pilgerweg von Berlin nach Bad Wilsnack ein buchstäbliches Pilger-Zugpferd und weiter nördlich lockt der Annenpfad zwischen Heiligengrabe, Alt Krüssow und Bölzke. Seit Mitte März können Pilger im Pfarrhaus Lindenberg übernachten. Zwei Pilgerzimmer laden dort zu einer Rast ein. Allerdings: Die Öffentlichkeitsarbeit steckt dabei naturgemäß noch in den Kinderschuhen. Kaum jemand ist diese Veränderung aufgefallen, wie auch die bislang fehlenden Übernachtungszahlen verdeutlichen.

Pilgerwege werden nach Norden verlängert

"Pilgern liegt in der Prignitz auf der Hand", sagt Wolf-Dietrich Meyer Rath vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg. Er ist als Regionalbetreuer regelmäßig in der Prignitz unterwegs. Vor zwei Jahren brachte er die Idee von neuen Pilgerzimmern ins Gespräch. "Langfristig sollen die Pilgerwege in Richtung Norden verlängert werden", so Meyer-Rath. Einen ersten Schritt in diese Richtung stellen somit die Pilgerzimmer in Lindenberg dar. Irina Wilhelm vom Förderverein Kirche Kehrberg und der zuständige Pfarrer Christian Gogoll griffen gemeinsam mit dem Tourismusverband Prignitz die Idee von Meyer-Rath auf. Bislang finden nur Eingeweihte den Weg zu dieser Übernachtungsstelle in Lindenberg. "Der Wille vor Ort ist wichtig und die Vernetzung notwendig", stellt Meyer-Rath fest. Er bietet an, diese frohe Kunde unter die Pilgerschar zu bringen. Der Förderkreis Alte Kirchen gibt jedes Quartal Informationsblätter heraus und verlegt außerdem jährlich Broschüren. "Dort kann überregional über die Pilgerzimmer in Lindenberg berichtet werden." Noch fehlt ein Schild am Pfarrhaus mit dem Verweis auf die Pilgerzimmer. Auf der Internetseite der Nachbarkirche Kehrberg versteckt sich unter der Rubrik Neuigkeiten ein Vermerk zu den Pilgerzimmern.

Der Tourismus braucht Zeit

Uwe Neumann vom Tourismusverband Prignitz: "So ein neues Thema braucht Zeit und die Produkteinführung erstreckt sich über zwei bis fünf Jahre." Der klassisch ausgeschilderte Pilgerweg in der Prignitz gehört noch zur Zukunftsmusik. In den Pilgerzimmern sieht er "weitere Mosaiksteine, die touristischen Angebote in der Prignitz-Region zu erweitern." Neumann sieht auch in den Radfahrern potenzielle Pilger. Über die so genannten Knotenpunkte, die auch in Lindenberg zu finden sind, haben sich laut Neumann bereits die ersten Radpilger für ein Quartier in Lindenberg angemeldet.

Von Christamaria Ruch

Prignitz Dekra lädt wieder zum kostenlosen Safety-Check - Junge Fahrer, alte Autos

Wenig Fahrpraxis, alte Autos und oft zu hohe Geschwindigkeit: Das ist nach wie vor der häufigste „Cocktail“ von Unfallursachen bei jungen Fahrern, sagt Michael Kolloch, Leiter der Pritzwalker Dekra-Niederlassung.

10.06.2015
Prignitz Bärbel Mann erhält Bundesverdienstkreuz - Höchste Ehrung für "Stimme und Gesicht der Prignitz"

 Als sich die Schatulle mit dem Orden öffnet, holt sie tief Luft. Natürlich weiß Bärbel Mann, dass sie mit der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland geehrt werden soll. Doch der feierliche Rahmen in der Wunderblutkirche verschlägt ihr dann doch für einen kurzen Moment die Sprache.

11.06.2015
Prignitz Axel Voigt, der neue Leiter des Meyenburger Modemuseums, im Interview - "Was fehlt, ist der passende Mann"

Seit dem 1. Juni ist Axel Voigt Geschäftsführer des Meyenburger Modemuseums und folgt damit als Museumsleiter Josefine Edle von Krepl. Der 37-Jährige, der an der Luther-Universität Halle-Wittenberg Archäologie und Geschichte studiert hat, kommt zwar nicht aus der Modewelt, hat aber viele Ideen für die Zukunft des Hauses.

11.06.2015
Anzeige