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Prignitz Pkw rollt in die Elbe: Fahrer (71) schwer verletzt
Lokales Prignitz Pkw rollt in die Elbe: Fahrer (71) schwer verletzt
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11:32 16.08.2017
Nach einer kurzen Suche unter Wasser in voller Montur und Ausrüstung wurden die erfahrenen Taucher der Potsdamer Berufsfeuerwehr fündig: Zusammen mit der Feuerwehr aus Wittenberge zogen sie den Ford an Land. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Wittenberge

Ein tragischer Unfall mit schwerwiegenden Folgen ereignete sich am frühen Dienstagvormittag im Wittenberger Nedwighafen. Gegen 9 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass ein Auto in das Hafenbecken an der Elbe gerollt sein soll. Sofort machten sich Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf den Weg zur Unglücksstelle.

Ein 71-Jähriger aus der Prignitz hatte seinen Ford direkt am Wasser abgestellt, woraufhin dieser aus noch ungeklärter Ursache ins Rollen kam. „Ob das Auto vor dem Wegrollen gesichert worden war, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wie es zu dem tragischen Unfall am Hafen kam, ist bisher noch völlig unklar.“, teilte Christian Raschke von der Polizeidirektion Nord mit.

Der Fahrer des Pkw versuchte noch, den Wagen mit einem Passanten zusammen per Muskelkraft zu stoppen, wobei der 71-jährige unter die Räder kam und sich schwer verletzte. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Berlin geflogen.

Einsatzkräfte am Nedwighafen Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Ob sich eine weitere Person im Auto befindet, konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Es folgte eine aufwendige Bergung des Autos aus dem Hafenbecken. Aufgrund des Windes, der das Wasser in den Hafen hineindrückte, war zunächst unklar, wo genau der Pkw unterhalb des Wassers liegt. Zum Schutz der Elbe wurde eine Ölsperre errichtet. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, es laufen keine Betriebsstoffe aus“, so Lars Wirwich von der Wittenberger Feuerwehr.

Erst in der Nacht zuvor waren Sachkundige für Gefahrenstoffe der Wittenberger Wehr nach Walsleben zu einem Großeinsatz gerufen worden. Dort lief aus einem Lkw-Tank Salpetersäure aus. In Walsleben waren zu diesem Zeitpunkt Wittenberger Wehrleute im Einsatz.

Gleichzeitig kamen insgesamt 15 Feuerwehrleute an der Einsatzstelle im Nedwighafen zum Einsatz.„Taucher aus Potsdam sind zur Bergung angefordert“, informierte der Einsatzleiter weiter. Gegen 12.45 Uhr trafen die Aktiven von der Berufsfeuerwehr in Potsdam in Wittenberge ein. Eine große Menschenmenge versammelte sich auf dem Deich des Hafens und verfolgte gespannt das Geschehen.

Zügig ausgerüstet waren die vier Potsdamer Wehrleute schnell einsatzbereit und die Bergung konnte vonstatten gehen. In voller Montur ging es für einen der vier Feuerwehrmänner aus Potsdam in das kühle Wasser der Elbe. Langsam tastete er sich vorwärts. Nach nur wenigen Minuten wurde er fündig. Der silberne Ford lag auf dem Grund der Elbe. Nach einer Fixierung konnte der Pkw mittels einer Seilwinde ans Land gezogen werden. Es herrschte Erleichterung: Niemand befand sich mehr im Fahrzeug, es gab keine weiteren Verletzten. Nach mehr als fünf Stunden wurde der Einsatz damit beendet. Es folgt eine intensive Prüfung seitens der Polizei, wie es zu diesem folgenschweren Unfall kommen konnte.

Von Marcus J. Pfeiffer

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