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Pläne für Solarpark Meyenburg bestätigt

Kiesgrube für Photovoltaik vorbereitet Pläne für Solarpark Meyenburg bestätigt

Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten von Meyenburg am Mittwochabend den geänderten Flächennutzungsplan und den Entwurf für den Bebauungsplan für den „Solarpark Kiesgrube Meyenburg“. Damit kann die Investorfirma IBC nun guter Hoffnung sein, dass der Park im Herbst ans Netz geht.

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Beräumt und für den Solarparkbau vorbereitet: Die Kiesgrube Meyenburg am 1. Juni.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Nur zwei Tage, nachdem die Kiesgrube Meyenburg aus dem Bergrecht entlassen ist, konnten die Meyenburger Stadtverordneten nun das Planverfahren für den künftigen Solarpark mit Beschlüssen unterfüttern. In den vergangenen Monaten wurden die nun verabschiedete 4. Änderung des räumlichen Teilflächennutzungsplanes für das „Sondergebiet Photovoltaik“ und der dazugehörige Bebauungsplan so weit vorbereitet, dass jetzt nur noch das Ok der Stadtverordneten fehlte. Das gaben die Meyenburger am Mittwochabend einstimmig ab.

Aus dem Bergrecht entlassen

Die Bauamtsleiterin Uta Nebert hatte in der Stadtverordnetenversammlung kurz darüber informiert, dass in der vergangenen Woche noch einmal eine Abschlussbegehung des Geländes stattgefunden hatte. „Mit Datum vom 30. Mai ist das Gebiet aus dem Bergrecht entlassen“, sagte sie. Die Bedingung dafür war die vollständige Beräumung der Fläche gewesen. Bis dahin hatte die Kommune keine Planungshoheit über die Fläche, da das Bergrecht der kommunalen Planungshoheit übergeordnet ist.

Mit den jetzigen Beschlüssen kann – nachdem die Trägerbeteiligung für die Flächennutzungsplanänderung bereits in einem frühzeitigen Verfahren abgewickelt wurde – auch der Entwurf des Bebauungsplanes zur Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ausgelegt werden. Immerhin wies die Naturschutzbehörde des Kreises im Beteiligungsverfahren unter anderem auf verschiedene geschützte Vögel hin, die vom Solarparkbau betroffen sind: Braunkehlchen, Flussregenpfeifer oder Rohrweihe ebenso wie Neuntöter und Rohrammer. Außerdem brütet in der Nähe der Kiesgrube ein Kranichpaar.

 So sieht der vorläufige Belegungsplan für die Kiesgrube Meyenburg aus

So sieht der vorläufige Belegungsplan für die Kiesgrube Meyenburg aus.

Quelle: IBS

Da viele Dinge im Vorfeld parallel liefen, kann die Investorfirma IBC Solar aus Bad Staffelstein (Bayern) nun guter Hoffnung sein, dass die Solaranlage wie geplant im Oktober ans Netz gehen kann. Die Planung wird damit in nur 18 Monaten umgesetzt. Auf der Fläche nordwestlich der Stadt Meyenburg sollen auf knapp zehn Hektar Solarmodule mit einer Gesamtleistung von rund 7,5 Megawatt errichtet werden.

Die einstige Kiesgrube grenzt im Westen und Norden an die Waldfläche Meyenburger Tannen und ist inzwischen eingezäunt. Illegale Müll- und Schuttablagerungen wurden abtransportiert, wild wuchernden Gehölze wurden gerodet. Teilweise sind bereits Biotope angelegt oder vorbereitet: So ist am südöstlichen Ende der Fläche ein kleines Gewässer angelegt, in dem fleißig Frösche quaken. Zum Projekt gehören außerdem die Renaturierungs- und Artenschutzmaßnahmen, etwa eigens angelegte Steinhaufen, die Zauneidechsen als Rückzugsort dienen sollen.

Zur illegalen Müllkippe verkommen

Die Kiesgrube im Norden der Stadt war bekanntlich in den vergangenen Jahren zur illegalen Müllkippe verkommen. Der Abbau von Kies und Sand war bereits 2006 abgeschlossen, da der Boden ausgebeutet war. Seit Jahren suchten die Meyenburger nach einer neuen Nutzung für das Gelände. 2012 hatte ein erster Interessent den Antrag zur Errichtung einer Solaranlage in der ehemaligen Kiesgrube gestellt. Die Stadtverordneten hatten daraufhin den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Solarpark Kiesgrube Meyenburg“ gefasst. Die Firma IBC Solar hatte nach dem Freiflächenausschreibungsverfahren den Zuschlag für das Gelände im vergangenen Jahr erhalten.

Von Beate Vogel

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