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Prignitz Gerichtsmediziner müssen verbrannte Leichen identifizieren
Lokales Prignitz Gerichtsmediziner müssen verbrannte Leichen identifizieren
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18:40 15.03.2018
In der Nacht zu Donnerstag brannte das Haus in Storbeckshof lichterloh. Teile des Dachstuhls stürzten in sich zusammen. Quelle: Polizei
Storbeckshof

Zwei Menschen sind nach einem Brand in einem Wohnhaus in Storbeckshof bei Glöwen tot gefunden worden. Das teilte die Polizeidirektion Nord in Neuruppin mit. Auf dem etwas abgelegenen Gehöft wohnte ein Rentnerehepaar.

Mann und Frau waren beide 83 Jahre alt. Ob es sich bei den im Haus gefundenen Leichen um die Bewohner handelt, war am Donnerstag noch nicht mit letzter Sicherheit zu sagen. „Wir werden wohl die Gerichtsmedizin hinzuziehen“, sagte Polizei-Pressesprecher Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion Neuruppin.

Tatort von der Polizei beschlagnahmt

Die Mordkommission der Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung mit Todesfolge, sagte der Sprecher weiter. „Es wird ergebnisoffen in alle Richtungen ermittelt“, erklärte Toralf Reinhardt. Demnach sei auch ein Suizid nicht auszuschließen.

„Hinweise auf eine Fremdeinwirkung haben sich bisher noch nicht gefunden, aber die Ermittlungen dauern auch noch an“, sagte der Sprecher. Die Polizei war am Donnerstag mit einem Großaufgebot am Ort des Geschehens. Der Tatort wurde beschlagnahmt und ein so genanntes Betretungsverbot verhängt. Die Mordkommission ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin.

Dachstuhl eingestürzt

Gegen 5 Uhr waren zunächst die Feuerwehren Glöwen, Bendelin, Kletzke, Söllenthin und Netzow alarmiert worden, später die Feuerwehr Havelberg, die mit ihrer Drehleiter hinzustieß. Das zweigeschossige Haus stand in voller Ausdehnung in Flammen.

„Der Dachstuhl und weitere Gebäudeteile stürzten bereits während der Löscharbeiten ein, so dass ein Betreten des Hauses aufgrund der herrschenden Einsturzgefahr erst nach fachmännischer Prüfung gegen Mittag möglich war“, informierte Dörte Röhrs von der Pressestelle der Polizeidirektion Nord.

Haus ist unbewohnbar

Die Polizei bezeichnet die Brandursache auch am Nachmittag noch als unklar. Allerdings sei außerhalb des Hauses auf dem Grundstück ein entleerter Kanister gefunden worden, der vermutlich einen Brandbeschleuniger enthalten hatte. Der Behälter wurde als Beweismittel sichergestellt. Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar, über die Höhe des Schadens lasse sich nichts sagen, erklärte Toralf Reinhardt.

Zwar war der Dachstuhl des Hauses von dem Feuer stark in Mitleidenschaft gezogen, aber es bestand laut Aussagen von Feuerwehrleuten aus Glöwen keine Einsturzgefahr. Deshalb konnten sich die Kriminalpolizisten recht rasch in der Brand-Ruine bewegen.

Anders als beim Brand eines Wohnhauses vor zwei Wochen in Wolfshagen musste hier keine externe Technik angefordert werden, um den Beamten einen sicheren Zugang zu gewähren.

Von Andreas König

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