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Prignitz Platznot und Lärm in den Grundschulen
Lokales Prignitz Platznot und Lärm in den Grundschulen
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00:31 03.03.2018
Die Stadtverordnete in der Rolandschule vor Ort. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

„Zwar ist das Geld dafür schnell weg, aber die Kinder sind nun mal da“, sagt Gabriele Gohlke, Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Grundschule in Perleberg. Benötigt wird ein Schulcontainer, denn die Räumlichkeiten reichen nicht mehr aus. „Drei Räume fehlen uns. Eine dritte erste Klasse mussten wir an die Rolandschule abgeben. Wir sind einfach am Limit“, heißt es von der Schulleiterin.

Daher muss schnellstmöglich Hilfe her. Als eine Lösung auf Zeit wird ein Schulcontainer gesehen, bis der eigentlich geplante Anbau fertig ist. Doch ganz billig wird das nicht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 95 000 Euro. Inbegriffen ist die bauliche Erschließung und eine jährliche Miete für insgesamt 14 Einzelcontainer. Entstehen sollen so drei Klassenräume von je 63 Quadratmetern, ein Flur sowie Toiletten für Jungen und Mädchen. Die Anlage wird barrierefrei gebaut.

Stadt muss auf die Tube drücken

Auch in der Zukunft wird es eng mit den Räumen in der Grundschule, denn die Schülerzahlen steigen. Zum kommenden Schuljahr werden drei neue Klassen eingeschult, aber nur zwei verlassen die Schule. Daher ist es dringend notwendig mit dem Bau anzufangen. „Sobald die Mittel durch die Stadtverordneten freigegeben sind, müssen wir als Stadt auf die Tube drücken. Wir gehen aber davon aus, dass die Container bis August zum Anfang des nächsten Schuljahres stehen“, sagt Bauamtsleiter Hagen Boddin.

Mit ganz ähnlichen Problemen haben die Lehrer, Eltern und Schüler der Rolandschule zu kämpfen: Zu viele Schüler in einem Raum, Feuchtigkeitsprobleme im Keller, veralteter Brandschutz und eine fehlende Schallisolierung zählen zu den Beispielen. Davon machten sich nun die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Tourismus der Stadt direkt vor Ort ein Bild.

Der Schallschutz fehlt

Doch einige positive Erneuerungen gibt es bereits, wie die stellvertretende Schulleiterin Heike Pankow berichtet. „Wir haben einen neuen Beratungsraum, ein Krankenzimmer, einen neuen Computerraum mit einer funktionalen digitalen Tafel und die Jungs-Toiletten wurden saniert“, so die Lehrerin. Doch der Schallschutz fehle, bis auf zwei Räumen, völlig. „Man versteht sich kaum untereinander. Man sitzt hier nicht in Reihe und Glied, sondern arbeit in der Gruppe oder in freier Arbeit“, führt Heike Pankow fort.

Seitens der Stadt wolle man ein Gesamtvorhaben und keine Teilstücke. Bereits 600 000 Euro sind in den Hauhalt dafür eingeplant, doch eine Fördermöglichkeit fehle. Nun soll geprüft und nach Möglichkeiten geschaut werden, die Arbeiten für den Schallschutz vorzuziehen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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