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Prignitz Pollo steht nach dem Sturm wieder unter Dampf
Lokales Prignitz Pollo steht nach dem Sturm wieder unter Dampf
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19:08 20.10.2017
Ein Baum hat das Dach des Aufenthaltscontainers am Bahnhof Mesendorf getroffen. Quelle: Andreas König
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Mesendorf

Dieser Sturm traf die Prignitz mit großer Wucht. So ist es nicht verwunderlich, dass „Xavier“ auch an der Strecke der Kleinbahn von Mesendorf nach Lindenberg, besser bekannt als Pollostrecke, Schäden hinterlassen hat.

„Wir hatten auf der Strecke acht umgestürzte Bäume“, sagt Sven Lieberenz, der Vorsitzende des Vereins Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg. „Teilweise waren das recht große Exemplare.“ Das gilt auch für den Baum, der auf das Dach des Aufenthaltscontainers am Bahnhof Mesendorf gestürzt ist. „Glücklicherweise hat die Holzdachkonstruktion das meiste abgefangen“, sagt Sven Lieberenz. Zwar muss der Container repariert werden, aber in absehbarer Zeit soll er ohnehin nach Lindenberg versetzt werden. In Mesendorf selbst soll ein neuer, an dem historischen Vorbild angelehnter Bahnhof gebaut werden, der dann auch Sanitäranlagen für Vereinsmitglieder und Besucher bietet.

Herbstdampf steht vor der Tür

Die eigentlichen Gleisanlagen wurden von den sturmgefällten Bäumen zum Glück nicht in Mitleidenschaft gezogen. „Aber unser neues Telegrafenkabel, das wir ja erst in diesem Jahr zu Himmelfahrt gespannt hatten, wurde vom Sturm beschädigt“, sagt Sven Lieberenz.

Da der Herbstdampf für den Polloverein vor der Tür steht, musste die von Bäumen blockierte Strecke so schnell wie möglich wieder beräumt werden. Mit Hilfe von MAE-Kräften sei das bereits geschehen, sagt der Vereinsvorsitzende. „Wir sind natürlich vor allem froh, dass niemand verletzt wurde, und auch unserer historischen Loks und Wagen haben den Sturm unbeschadet überstanden“, sagt Sven Lieberenz.

Ein Milchkühlwagen ist zu sehen

Von dem großen Baum, der das Containerdach getroffen hat, kündet indessen nur noch ein Baumstumpf und die Delle im Dach. „Mitarbeiter des Landesbetriebs für Straßenwesen haben den Baum, der ja auch eine Gefahrenquelle war, beseitigt“, informiert der Vereinsvorsitzende. Er hofft darauf, dass der Schaden – rund 1000 Euro – genauso zügig reguliert wird, wie der Baum gefällt wurde.

Während der Verein von Glück im Unglück redet, was den Sturm und seine Folgen angeht, werden die nächsten Höhepunkte bereits vorbereitet. Damit beim Herbstdampf vor allem die Fotografen und Videofilmer unter den Kleinbahnfreunden auf ihre Kosten kommen, wird nicht nur die Lok 99557 unter Dampf von Mesendorf nach Lindenberg und retour fahren, auch eine Prignitzer Besonderheit wird den Besuchern gezeigt. „Das ist ein Milchkühlwagen“, erklärt Stefan Lerke. Der Lokführer erneuert gerade den Schriftzug an dem historischen Gefährt. Solche Wagen kamen zum Einsatz, um die von den Prignitzer Bauern in Kannen bereitgestellte Milch zu den Molkereien zu bringen. Jetzt fährt der Wagen wieder die alte Strecke entlang.

Von Andreas König

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