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Pollofahrt nach Brünkendorf

Technik für Romantiker Pollofahrt nach Brünkendorf

Es war ein Wochenende für Romantiker. Technikfreunde schätzen das letzte Dampfwochenende im Jahr mit dem Pollo, weil sie dann noch Mal schöne Fotos machen können. Für die anderen war die Fackelwanderung mit Zugfahrt der Höhepunkt.

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Wanderung im Fackelschein von Brünkendorf nach Lindenberg.

Brünkendorf. Drei Augen aus Licht tauchen mitten aus dem Nebel hervor. Dann folgt das gleichmäßige „Sch – Sch – Sch“ und plötzlich das lang gezogene Geräusch der Schlepptenderdampflok 99 46 52. Wenig später rollt die Kleinbahn auf dem Bahnhof in Brünkendorf (Gemeinde Groß Pankow) ein. Im Lampenschein klettern die gut 60 Fahrgäste am Freitagabend aus den fünf Waggons, nehmen eine Fackel entgegen, entzünden sie und reihen sich dann in den langen Tross nach Lindenberg ein.

Dampflokfahrt und Fackelwanderung – die Kombination trifft den Nerv der Kleinbahnfans aus nah und fern. Bereits zum dritten Mal organisierten die Mitglieder vom Kleinbahnverein aus Lindenberg dieses besondere Erlebnis. Damit läuteten sie zugleich das letzte Herbstdampfwochenende ein. Auch Familie Hülße aus Mecklenburg löste am Freitagabend Fahrkarten. Andreas und Steffi Hülße mit ihren drei Töchtern Ada, Helene und Greta sowie Patenkind Tahle nahmen erstmals in der Kleinbahn Platz. „Wir betreiben ein Hotel in der Nähe von Plau am See und Gäste haben uns gefragt, wie eine Fahrt mit dem Pollo ist“, verriet Andreas Hülße. Daher nutzte die Familie den letzten Ferientag für einen Abstecher in die Prignitz. „Die Fahrt mit dem Pollo ist wirklich sehr schön“, lautete deren einhelliges Fazit.

Mit Oliver Berg und Robert Große steuerten zwei erfahrene Kleinbahner die Leihdampflok von der Insel Rügen. Da die beiden Männer in der Dampflok auf den buchstäblich heißen Kohlen saßen, entzündeten sie dort beim Halt in Brünkendorf die ersten Fackeln. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Mesendorf leisteten bei dieser Veranstaltung wieder einmal Schützenhilfe. Ortswehrführer Stephan Legde sowie die beiden Kameraden Steve Seifert und Thomas Schemel begleiteten und sicherten die gut vier Kilometer lange Wanderung ab. Unterdessen bereiteten die Lindenberger Brandschützer das Lagerfeuer am Bahnhof ihres Heimatdorfes für die Besucherschar vor. Dort versammelten sich dann neben den gut 60 Wanderern noch mal so viele Einwohner und weitere Gäste. „Die Besucher mögen Themenfahrten und das Komplettprogramm mit Fahrt und Verpflegung“, weiß Vereinschef Sven Lieberenz.

Auch Foto– und Filmfreunde wie Albrecht Herrmann kamen am Freitag auf ihre Kosten. Herrmann wohnt jenseits der Elbe in Sachsen-Anhalt und steuert seit zehn Jahren regelmäßig den Pollo an. Zuvor wusste er nichts von der Existenz der Kleinbahn. „Der Reiz des Pollo ist schwer zu definieren“, umschrieb er seine Leidenschaft. Zu jeder Jahreszeit fängt er atmosphärisch dichte Aufnahmen von der Kleinbahn ein. „Im Herbst ist es hier wunderschön. Heute lag das Laub auf den Schienen und eben im Schein der Bahnhofslampe entstand eine ganz andere Stimmung“, geriet er ins Schwärmen. Dabei fotografiert er nicht allein die Kleinbahn, sondern lenkt seinen Blick immer auch auf das nahe Umfeld. „Andere mögen nur das schnelle Leben, aber beim Pollo ist das anders.“

Von Christamaria Ruch

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