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Prignitz Posaunenchor probt für Festmusik
Lokales Prignitz Posaunenchor probt für Festmusik
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00:20 01.10.2017
Im Halbkreis sitzen die Musiker mit ihren Blasinstrumenten und versuchen sich gemeinsam an schwierig zu spielenden Passagen. Quelle: Bernd Atzenroth
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Falkenhagen

Vor den Erfolg hat der liebe Gott den Schweiß gesetzt. Diese Erkenntnis macht jeder, der auf die eine oder andere Art versucht, ernsthaft Musik zu machen. Beim Posaunenchor Falkenhagen ist das nicht anders: Das Programm für sein Jubiläumskonzert will gut geprobt sein. An diesem Abend sind im Falkenhagener Gemeindekirchenzentrum 22 Musikerinnen und Musiker dabei, die Falkenhagener sind fast komplett, jedoch ihre Gastmusiker aus Putlitz, Meyenburg und Heiligengrabe fehlen weitgehend.

Klare Gestik, klare Anweisungen: Landesposaunenwartin Barbara Barsch. Quelle: Bernd Atzenroth

Aber geprobt werden muss trotzdem. Es ist die drittletzte Gelegenheit, bevor die gesamte Gruppe am Samstag, 8. Oktober, das festliche Jubiläumskonzert gestaltet. Denn der Bläserchor wird 35 Jahre alt – und das ist insbesondere für seinen Mitgründer Ulrich Preuß auch ein Zeitpunkt für eine würdige Feier.

Ulrich Preuß (l.) hat den Bläserchor mitbegründet und spielt noch heute mit. Quelle: Bernd Atzenroth

Also muss noch mehr als bei anderen Gelegenheiten jedes Detail sitzen – schwierig genug zu proben, wenn nicht alle, die mitspielen werden, überhaupt gekommen sind. Aber wer da ist, muss sich intensiv mit den Noten und seinem Instrument auseinandersetzen. Landesposaunenwartin Barbara Barsch ist eine Vollblutmusikerin. Sie leitet die Probe und verlangt allen einiges ab: „Ich will anständige Musik machen mit Euch – das ist keine Frage des Durchpeitschens eines Stücks.“ Deswegen ist von vornherein klar: „Alles schaffen wir nicht in der Probe.“ Ein weiterer Probenabend ist noch angesetzt und schließlich steht ja am Samstag, 7. Oktober, um 16 Uhr die öffentliche Generalprobe an. „Blasen wir erstmal ein paar Töne“, sagt sie nun.

Quelle: Bernd Atzenroth

Die konkreten Lieder können erst einmal warten, alle müssen sich ordentlich einspielen. Zunächst geht es die F-Dur-Tonleiter abwärts. Aber nicht einfach so: „Wenn man leise anfängt, reicht die Luft länger am Schluss“, empfiehlt Barbara Barsch. Ihr geht es tatsächlich um den guten, schönen Ton, die Dynamik, die perfekte Spieltechnik. Jetzt spielen die Bläser von F aus eine Figur und gehen dann chromatisch, also in Halbtonschritten, abwärts. Barbara Barsch singt die Linie vor, jeder solle „mal versuchen, sie eine Oktave hinunterzuziehen“. Das Ensemble ist konzentriert, spielt erst langsam und dann immer schneller einzelne Töne. „Wir brauchen das alles nachher – nicht dass einer nachher nicht weiß, wie das geht“, betont Barbara Barsch. Nach einer gefühlten Ewigkeit beginnt nun das eigentliche Einüben des Programms. Schon bei der „Festlichen Intrade“, dem Eingangsstück, muss Takt für Takt geprobt werden. „Dieses Stück hat unglaublich viele und unglaublich schöne Melodien, das kann man nicht so einfach durchspielen.“ Barbara Barsch fordert da einiges. Aber es lohnt sich: Spätestens beim dritten oder vierten Versuch klingt es schon ganz anders.

Fakten zum Posaunenchor Falkenhagen

Das Repertoire des 1982 gegründeten Posaunenchors Falkenhagen besteht in erster Linie aus kirchlicher Musik, aber auch Chorälen, Volksliedern, Märschen und sogar Swing – eben „aus allem, was man so machen könnte als Bläser“, wie es Ulrich Preuß ausdrückt. Er war Gründer und erster Chorleiter und spielt noch heute mit.

Am Sonntag, 8. Oktober, stehen die Konzerte aus Anlass des 35-jährigen Bestehens an. Vormittags bereits gibt der Bläserchor seine musikalische Visitenkarte um 9.30 Uhr im Christophorus-Seniorenzentrum, um 10 Uhr in der KMG-Klinik und dann um 10.30 Uhr im KMG-Pflegeheim ab.

Die Festmusik beginnt dann um 14 Uhr in der Kirche von Falkenhagen. Es geht los mit Musik zum Reformationsjubiläum, geht weiter mit Musik zum Erntedankfest und endet mit der Bläserehrung. Die Leitung hat Barbara Barsch inne. Im Rahmen der Festmusik werden zehn Bläser mit Ehrennadeln für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Anschließend wird ins Gemeindekirchenzentrum zur Kaffeetafel eingeladen.

„Macht mal ein bisschen Musik draus – nicht nur die Töne spielen, das kann jeder“, sagt Barbara Barsch. Die Freizeitmusiker beherzigen dies alles, so gut sie können. Wer um die Arbeit daran weiß, wird die Leistung im Konzert umso mehr zu würdigen wissen – und auch, dass es gelungen ist, die Spielfreude über 35 Jahre zu erhalten.

Konzentriertes Spiel. Quelle: Bernd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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