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Positive Bilanz der Friedensdekade

Pritzwalk Positive Bilanz der Friedensdekade

Eine positive Bilanz der diesjährigen Pritzwalker Friedensdekade zog Pfarrer Holger Frehoff. Etwa 300 Menschen verfolgten die zehn Veranstaltungen zum Thema Streitkultur. Frehoff freute sich über die tolle Bandbreite an Menschen und über die vielen verschiedenen Blickwinkel auf die Thematik.

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Friedensdekade 2017 in Pritzwalk: Die Gespräche in der Taufkapelle drehten sich rund um das Thema Streit.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Pritzwalks Pfarrer Holger Frehoff zog im Gespräch mit der MAZ ein sehr positives Fazit der diesjährigen Friedensdekade. „Einer der großen Pluspunkte war, dass die Veranstaltungen alle sehr gut besucht waren“, meinte er. An 10 Tagen tummelten sich rund 300 Menschen in der Taufkapelle der Nikolaikirche, um an ganz unterschiedlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Zufrieden war er mit der Organisation und auch mit der Auswahl derjenigen, die einen Abend im Rahmen der Dekade gestalteten. „Das war eine tolle Bandbreite an Menschen, und es waren sehr verschiedene Blickwinkel“, sagte Frehoff.

Beeindruckt hat Frehoff der Abend, den das Blaue Kreuz gestaltet hatte. Das sei sehr eindrücklich gewesen, weil es hier auch um Alkohol- und Suchterfahrungen gegangen sei. „Das war eine wahnsinnige Stärke, wie die Menschen persönlich erzählt haben. Da habe ich noch lange drüber nachgedacht.“

Die Friedensdekade wird bundesweit begangen, doch in der Region findet sie vor allem in Pritzwalk Anklang – es gibt überhaupt nur wenige Kirchengemeinden, die an allen zehn Tagen mit Veranstaltungen aufwarten, wie es die Pritzwalker seit vielen Jahren tun. Für Frehoff war es als Pfarrer die zweite Friedensdekade in Pritzwalk. Das diesjährige Thema Streit war offenbar attraktiv genug, um vergleichsweise viele Menschen zu interessieren. „Sinn der Sache ist es, Menschen für das Thema zu sensibilisieren und miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärte Frehoff. Dafür war das Thema Streit und Streitkultur auch angetan. „Es gab immer Diskussion.“ Zumal ja jeder aus seinem persönlichen Erleben etwas dazu beitragen konnte. Die Ergebnisse der Diskussionen waren auch sehr vielfältig. Die theologische Herausforderung habe darin bestanden, zwei Fragen zu beantworten: Wofür beziehen wir Stellung? Und wie sollen wir streiten? „In den zehn Tagen haben wir ganz viel über das Wie gesprochen“, fand Holger Frehoff. Aber es gab auch die Fallbeispiele, die die Kirchgemeindemitglieder dazu zwangen, sich zu positionieren. So sorgte das Transparent „Hass schadet der Seele“, das am Baugerüst an der Kirche hing, für unterschiedliche Reaktionen.

Von Bernd Atzenroth

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