Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Preddöhl: Alle hatten sich richtig lieb

New-Healing-Festival: Polizei hatte bei den Abfahrtskontrollen nicht viel zu tun Preddöhl: Alle hatten sich richtig lieb

Als „Cyber-Hippie-Revival“ titulierte Organisator Jens Zygar das, was beim New-Healing-Festival am Preddöhler See in der vergangenen Woche passiert ist. Zwar kamen nicht ganz so viele Leute wie erhofft. Doch die Atmosphäre fand Zygar „Weltklasse“. Vor allem war es so friedlich, dass auch die Polizei einen leichten Job hatte.

Voriger Artikel
Superintendent in der Prignitz verabschiedet
Nächster Artikel
Ganz viel Geschichte

Kehraus in Tipi-Town: Maximilian Schleyer (l.) und Jens Zygar ziehen ein positives Fazit.

Quelle: Bernd Atzenroth

Preddöhl. Das war ein sehr ruhiger Vormittag für die Beamten: Bereitschaftspolizei und Prignitzer Einsatzkräfte warteten am Montag in Preddöhl auf die Abreisenden vom New-Healing-Festival, doch die kamen nur tröpfelweise. Bei denen, die dann vorbeikamen, war auch nichts zu finden. Und so ist die angekündigte Komplexkontrolle eine fast so entspannte Angelegenheit wie das ganze Festival selbst gewesen. An zwei Stellen hatten sich die Beamten postiert. In Preddöhl und am anderen Ende der Zufahrtsstraße in Giesenhagen, um An- und Abfahrtskontrollen durchzuführen, die ursprünglich bis 18 Uhr dauern sollten. Doch konnte sich die Beamten schon lange vorher auf eine „lange angepasste Kräftereduzierung“ verständigen. Gegen 11 Uhr waren alles in allem kaum mehr 100 Leute auf dem Festivalgelände. Zehn Zelte standen noch.

Polizeikontrolle in Preddöhls Dorfmitte

Polizeikontrolle in Preddöhls Dorfmitte.

Quelle: Bernd Atzenroth

Es war an diesem Vormittag wie schon die ganze Woche über: Ruhig. „Es gab keine Beschwerden über Lautstärke“, sagte Pritzwalks Revierleiter Frank-André Radloff. Eine Anzeige gab es wegen Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln und Drogenbesitzes, eine weitere, weil eine Geldbörse gestohlen worden war. In früheren Jahren hatten die Beamten bei dieser und ähnlichen Gelegenheiten wie der Vuuv in Putlitz doch weit mehr zu tun. Diesmal waren sie mit acht Bereitschaftspolizisten und vier Kollegen von der Prignitzer Polizei im Einsatz, nicht rund um die Uhr, aber zu den Schwerpunktzeiten. Dafür, dass es diesmal so glimpflich abging, hat Radloff gleich mehrere Erklärungen. „Ganz viele Leute nutzen das von den Veranstaltern angebotene Shuttle oder lassen sich abholen, etwa per Taxi. Das macht natürlich auch für uns die Sache einfacher“, sagt er. Es ist auch ein Zeichen, dass die Leute dem Risiko aus dem Weg gehen.“ Wie zum Beweis passiert kurz darauf nach längerer Flaute ein Taxi den Checkpoint in Preddöhls Ortsmitte.

Abschied vom New-Healing-Festival

Abschied vom New-Healing-Festival

Quelle: Bernd Atzenroth

Es gibt aber noch einen anderen Grund für die Ruhe in und um Preddöhl: Es war ein richtig fettes Veranstaltungswochenende in der Prignitz, so dass sich Menschen auch auf die verschiedenen Events aufgeteilt haben. Im Landkreis Prignitz gab es sogar eine weitere Goa-Party, nämlich in Garlin (Gemeinde Karstädt). Dort allein zählte die Polizei etwa 800 Besucher, bei der Healing in Preddöhl etwa 1000 bis 1100. Nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich diese beiden Ereignisse gegenseitig ein paar Leute weggenommen haben. „Die Veranstalter blieben nach unseren Schätzung hinter ihren Erwartungen von 1500 Besuchern zurück“, meinte denn auch Radloff.

Prignitzer Beamte und Bereitschaftspolizei hatten einen ruhigen Einsatz

Prignitzer Beamte und Bereitschaftspolizei hatten einen ruhigen Einsatz.

Quelle: Bernd Atzenroth

Die Organisatoren bestätigen dies denn auch. „Die Rückmeldungen waren umfassend positiv, wir hätten aber ein paar Leute mehr haben können“, meinte Maximilian Schleyer vom Organisationsteam. Aber wer da war, kam in den Genuss einer einmaligen Stimmung.

Nach all dem wundert es einen auch gar nicht, dass die Veranstalter das Zusammenspiel mit den Prignitzer Behörden, Polizei wie Kommune, als „sehr nett und sehr kooperativ“ loben. Jetzt werden sie sich erst einmal zusammensetzen und alles auswerten, bevor die Planungen für 2016 beginnen.

Die Zeichen stehen auf Abschied von Preddöhl – auf Wiedersehen 2016

Die Zeichen stehen auf Abschied von Preddöhl – auf Wiedersehen 2016!

Quelle: Bernd Atzenroth

„Cyber-Hippie-Revival“

Zufrieden mit der Resonanz der Besucher war Mitorganisator Jens Zygar:

„Das war atmosphärisch-inhaltlich Weltklasse und in sich absolut rund“, fand Zygar, der ganz wesentlich den inhaltlichen Teil konzipiert hatte.

Zygar findet, dass das Konzept der „Healing Week“ wie im Vorjahr aufgegangen ist. Denn seit 2014 sind der eigentlichen Goaparty noch ein paar Tage mit Seminaren und Workshops von Heilern und anderen sowie weitgehend handgemachter Musik vorgeschaltet. „Im Grunde hatte das den Charakter einer Sommer-Akademie“, fand Zygar, „die Referenten waren begeistert.“ Wie das mit der Goa-Party zusammengeht? „Das sind zwei verschiedene Facetten desselben Lebensgefühls“, meint Zygar. So schafften es Yoga-Übungen auch bis zum Main-Floor. „Cyber-Hippie-Revival“ nannte Zygar das Ganze.


Unter der Woche waren die Besucher im Schnitt etwas älter als am Party-Wochenende. Was sie einte: Der friedliche Charakter des einen wie des anderen Veranstaltungsteils.

Von Bernd Atzenroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg