Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Preisgekrönte Weißkopfschafe
Lokales Prignitz Preisgekrönte Weißkopfschafe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 08.07.2016
Züchter Wilfried Sperlich mit einem seiner preisgekrönten Schafe. Quelle: Claudia Bihler
Anzeige
Rohlsdorf

Gar nicht scheu ist der Weißköpfige Hammel auf der Koppel in Rohlsdorf, als sein Besitzer Wilfried Sperlich ihn in Fotoposition bringt: Immerhin ist der Weißkopf-Bock uneingeschränkter Chef der Herde, die derzeit aus 68 Mutterschafen und etwa ebenso vielen Lämmern besteht. Sperlich sucht mit Blicken die wuselnde Herde ab: „Ein Flaschenlamm ist auch noch dabei.“ Jetzt darf der Bock noch bei den Schafen bleiben: „Aber Ende Juli, da wird’s gefährlich“, sagt Sperlich, „da wird er dann aus der Herde genommen.“ 148 Tage tragen die Weißkopf-Schafe, deren Rasse ursprünglich einmal von der Nordseeküste mit ihren Wetterextremen stammen.

Schließlich sollen die Lämmer erst im März zur Welt kommen, dann, wenn auf der rund zehn Hektar großen Weide bereits wieder frisches Gras wächst – und so frisches vitaminreiches Gras den Schafen zur Verfügung steht. Aus Kostengründen einerseits: Im Frühjahr sind die Vermarktungspreise besser, sagt Sperlich. Zudem steigen die Temperaturen im März schon wieder langsam, so dass den Lämmern die kalte Witterung rund um die Weihnachtszeit erspart bleibt.

Die Schafe haben ein besonders weiches Vlies. Quelle: Bihler

Seit 1996 züchtet Wilfried Sperlich inzwischen Weißkopfschafe. Er ist Mitglied im Züchterverein, und Preise hat er auch bereits viele eingeheimst: Zuletzt beim Landwirtschaftstag in Blüten. da gab es einen Pokal für die 1a-Schafe aus Rohlsdorf, auch bei überregionalen Züchtertreffen hat der Rohlsdorfer bereits viele Pokale mit nach Hause nehmen können.

Viel Geld bringe die Schafszucht heute nicht mehr ein. Das Fleisch vermarktet Sperlich immer da, wo gute Preise zu erzielen sind: Knapp drei Euro zahlen die Einkäufer pro Kilogramm. Viel zu wenig, meint der Züchter, „wie für fast alle Landwirtschaftsprodukte.“ Vor allem die Wolle wird zu Dumpingpreisen gehandelt: „Zu DDR-Zeiten habe ich noch 150 bis 200 Mark für ein Vlies bekommen“, sagt er, „heute gibt es gerade mal 90 Cent pro Kilo Wolle. Ein Vlies wiegt zwischen vier und fünf Kilo, das bringt dann nur wenig ein.“ Dabei haben die Tiere mit ihrem langhaarigen Vlies besonders weiche Wolle, die noch dazu wegen der langen Haare besonders spinnfähig ist.

Die Schur ist erst im September

Hatte Sperlich zunächst hauptberuflich als Züchter und Schafsscherer gearbeitet, hat er seinen Beruf inzwischen auf Nebenberuflichkeit umgestellt. dennoch gilt er in der Region nach wie vor als fester Ansprechpartner für all die Schafshalter, die nur wenige Tiere ihr Eigen nennen. Mit Schere und Langhaarschneider ist Sperlich dann in der Region unterwegs. Steht in der Region die Schafschur auf der Tagesordung, stehen Helfer bereit. Denn meistens bekommen die Schafe an diesem Tag nicht nur einen Haarschnitt, sondern auch gleich noch eine Maniküre – die Hufe werden beschnitten. Die Tiere der Rohlsdorfer Herde tragen noch ihr dichtes Wollkleid, geschoren werden sie erst im September, so kann ausreichend viel Fell nachwachsen, bevor der Winter kommt.

Von Claudia Bihler

Thomas und Sia Thompson sind nicht wirklich übersinnlich begabt: Dennoch verblüffen sie ihre Zuschauer regelmäßig mit ihren Tricks und Fertigkeiten. Die beiden leben und trainieren in der Prignitz – für ihre Auftritte reisen sie jedoch durch die ganze Republik und treten bei Kleinkunst- und Zauberfestivals, Gauklerfesten, historischen Märkten, Firmenfeiern und in Theatern auf.

07.07.2016

Die Meyenburger feierten am Sonnabend ihr Stadtfest, das diesmal ganz im Zeichen von zehn Jahre Mode stand. Drei sehr verschiedene Modenschauen waren zu sehen, präsentiert von Kindergartenkindern und Schülerinnen des Pritzwalker Gymnasiums. Abends lockten Stamping Feet und Fußball in den Schlosspark.

06.07.2016

Stepenitz wurde vor 770 Jahren erstmals erwähnt. Das feierten die Bürgerinnen und Bürger von Freitag bis Sonntag. Vom miesen Wetter ließen sie sich die gute Laune nicht verderben, zumal im Programm viele Punkte standen, die im Trockenen stattfanden: Das Biermuseum eröffnete, auch Klosterhotel und Planetarium luden ein.

06.07.2016
Anzeige