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Premiere der Kurzfilme des Projekts „Mix it!“

Neuruppin Premiere der Kurzfilme des Projekts „Mix it!“

Wovon träumen junge Menschen? Spielt es bei ihren Wünschen, Ängsten und Hoffnungen eine Rolle, welcher Herkunft sie sind? In Neuruppin sind am Donnerstag Abend zum ersten Mal drei Kurzfilme gezeigt worden, die hier bei dem filmpraktischen Projekt „Mix it!“ entstanden sind. Mit dabei: 36 Jugendliche – aus Deutschland und von anderswo.

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Kamera .läuft – „Und Action!“ Im „Mix it!“-Projekt darf jeder mal vor und hinter die Kamera.

Quelle: Bilderbewegen e.V.

Neuruppin. Auf der Kinoleinwand erscheinen verschiedene Augenpaare und blicken die Zuschauer an. Stimmen aus dem Off versuchen, die Nationalitäten der dazugehörigen Personen zu erraten. Aber geht das überhaupt? Und trägt das muslimische Mädchen ihr Kopftuch, weil sie gezwungen wird? Ist die knapp bekleidete junge Frau mit High Heels wirklich so arrogant, wie sie aussieht?

„Vielleicht ist alles ganz anders“, sagt eine Stimme. „Es ist nicht wichtig, welche Kleidung ein Mensch trägt und wie er aussieht, es ist wichtig, dass der Mensch gut ist“, lautet die eindeutige Botschaft.

Premiere auf der großen Leinwand

Der Kurzfilm „Gedankenveränderung“ ist einer von drei Filmen, die im März während eines besonderen Workshops mit dem Oberstufenzentrum Ostprignitz-Ruppin entstanden sind. Das filmpraktische Projekt „Mix it!“ ist ein Projekt der Deutschen Filmakademie in Kooperation mit der Initiative „bilderbewegen“, bei der sich Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund in einem Workshop begegnen und zusammenarbeiten.

Seit März 2016 haben 180 Jugendliche in verschiedenen Orten Brandenburgs und Berlins an „Mix it!“ teilgenommen und unter Anleitung von Filmschaffenden aus eigenen Ideen Kurzfilme entwickelt. Im März kam das Projekt nach Neuruppin, am Donnerstag hatten die Ergebnisse „Gedankenveränderung“, „Ein weites Feld“ und „Beats per Life“ im Union Filmtheater auf großer Leinwand Premiere.

„Die Arbeit hat sich gelohnt“

Neben der Förderung von Medienkompetenz sollen sich bei dem Projekt die Jugendlichen und Geflüchteten kennenlernen. „Nur so kann Integration funktionieren“, sagte die künstlerische Leiterin Gabriela Zorn. „Wir teilen die Liebe zum Medium Film mit den Jugendlichen und glauben, dass es sich für dieses Projekt sehr gut eignet.“

Innerhalb einer Woche entwickelten 36 Neuruppiner Jugendliche aus Deutschland, Afghanistan, Syrien, Somalia, Tschetschenien und dem Iran Ideen zum Thema „Veränderung“. Drehort war das Jugenddorf Gnewikow am Ruppiner See. „Die Arbeit hat sich definitiv gelohnt“, finden Sarah und Christin, beide 20. Auch die Arbeit als selbstständiges Filmteam hat ihnen gut gefallen. Anas (18) aus Syrien hätte sogar Lust, das Projekt noch einmal zu machen. „Wir hatten viel Spaß“, sagt er.

Offenheit und Respekt in der Gruppe

„“Ich war überrascht und beeindruckt von der Offenheit und dem gegenseitigen Respekt in der Gruppe“, sagt der Berliner Filmemacher Sebastian Heidinger. „Die Jugendlichen haben sehr persönliche Dinge von sich preisgegeben.“ Die Filme, die jetzt auch auf Youtube zu sehen sind, sprechen eine eindeutige Sprache: „Menschenkinder sind wie Glieder verbunden, wir sind gleichen Ursprungs.“

Von Christina Koormann

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