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Feuerwehren proben für Ernstfall auf A14

Übung in der Prignitz Feuerwehren proben für Ernstfall auf A14

Wenn am 21. Dezember der erste Prignitzer Abschnitt der Autobahn A 14 freigegeben wird, dann sind die Wehren in der Gemeinde Karstädt gut vorbereitet – auch wenn sie sich noch ein weiteres Fahrzeug wünschen und die Autobahn in ihrer Brandschutzkonzeption noch nicht berücksichtigt ist. Am vergangenen Wochenende trainierten Feuerwehr und Rettungsdienst den Autobahneinsatz.

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Noch sind die Auffahrten zur A 14 gesperrt.
 

Quelle: BERND Atzenroth

Karstädt.  Mit der Freigabe des ersten Prignitzer Teilstücks der A 14 warten auf Feuerwehr und Rettungsdienst neue Herausforderungen. Doch zeigt man sich beim Landkreis Prignitz dafür gut gewappnet. „Wir bereiten uns seit Langem darauf vor“, erklärte Erich Schlotthauer, auf Nachfrage der MAZ. Zwei Beratungen habe es jüngst mit Vertretern des mecklenburgischen Nachbarkreises Ludwigslust-Parchim gegeben – schließlich verbindet die neue Autobahn künftig die beiden Kreise. „Wir können dabei auf die Erfahrungen an der A 24 zurückgreifen“, sagt Schlotthauer, „das wird hier so ähnlich werden.“

Insbesondere auf die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Karstädt kommen nunmehr neue Aufgaben zu. Dazu bekamen die Karstädter Brandschützer gemeinsam mit dem kreislichen Rettungsdienst am vergangenen Sonnabend eine Einführung vom Karstädter Gemeindewehrführer Maik Hortig. „Das ist sehr gut angekommen“, sagte dazu Erich Schlotthauer, der die Freigabe der neuen Straße gar nicht erwarten kann und hofft, dass der angestrebte Eröffnungstermin für das zwölf Kilometer lange Teilstück am 21. Dezember noch steht.

Aber da kann man dem Augenschein nach recht zuversichtlich sein. Im Moment laufen mit Hochdruck die Markierungsarbeiten an der Fahrbahn. Auf jeden Fall will man zum Tag X gerüstet sein. „Gegenwärtig wird die entsprechende Technik installiert“, berichtet Schlotthauer, der vom Engagement der Karstädter Kameraden ziemlich angetan ist.

Die Übung am vergangenen Wochenende war von langer Hand vorbereitet, wie Maik Hortig erklärte. Denn es musste vorab mit der Baufirma geklärt werden, ob die A 14 jetzt schon für die Übung befahren werden dürfte. Mit dem Rettungsdienst hatten die Brandschützer dann einen gemeinsamen Termin gefunden, der so spät wie möglich, aber noch nicht im Dezember“ lag. So kam man auf vergangenes Wochenende.

Simuliert wurden verschiedene Szenarien von Verkehrsunfällen, wobei es vor allem darum ging, wie die Einsatzkräfte möglichst schnell und dicht an die Unfallstelle herankommen konnten. Zweiter Schwerpunkt waren Übungen, wie man an einer Einsatzstelle dann die Fahrzeuge richtig aufstellt und den Verkehr an der Unfallstelle vorbei leitet.

In der Brandschutzkonzeption der Gemeinde Karstädt ist im übrigen die Autobahn noch gar nicht berücksichtigt. Hortig, der erst seit Kurzem im Amt ist, erklärte dies damit, dass die Konzeption eigentlich schon 2013 fertig sein sollte – das aber verschob sich aufgrund von Differenzen in der Gemeinde darüber und des Wechsels in der Gemeindewehrführung. Weil man in Verzug gewesen sei, habe man das Konzept erst einmal in diesem Jahr fertiggestellt. Hortig glaubt aber, dass die Brandschützer aus Karstädt schon jetzt ausreichend für ihre Aufgabe gewappnet sind. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte er. Schließlich müsse den Feuerwehren niemand erklären, wie Menschen aus einem Fahrzeug gerettet und gegebenenfalls herrausgeschnitten werden müssten, „das haben wir schon oft genug gemacht“. Darum sei es bei der Übung am vergangenen Wochenende hauptsächlich um taktische Sachen gegangen.

Gespräche laufen derzeit mit dem Land, weil sich die Gemeinde Karstädt für ihre Feuerwehren noch für den Autobahneinsatz ein neues Rüstfahrzeug für technische Hilfeleistungen zulegen muss. Hortig hofft auch hinsichtlich der Ausrüstung und der Einsätze auf Synergieeffekte mit den Nachbarn in Grabow.

Von Bernd Atzenroth

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